Unterhaching gegen Burghausen: Gelingt mit Wolf die Wende?

Am 10. Spieltag der laufenden Drittligasaison empfängt die SpVgg Unterhaching am heutigen Sonntag den SV Wacker Burghausen. Anpfiff im Alpenbauer Sportpark ist um 14 Uhr, geleitet wird die Partie von Tobias Stieler aus Hamburg. Die Kontrahenten betreten den Rasen dann mit völlig unterschiedlichen Voraussetzungen. Gastgeber Unterhaching spielt bislang eine starke Saison. Die Rot-Blauen liegen momentan mit 15 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz. Unter der Woche reichte es gegen Halle zwar nur zu einem 0:0 – die Verantwortlichen können aber mit bislang vier Siegen, zwei Remis und zwei Niederlagen durchaus zufrieden mit dem Saisonstart sein. Ganz anders sieht es bei Gegner Burghausen aus. Mit nur einem Zähler sind die Salzachstädter Tabellenschlusslicht und liegen schon zu diesem frühen Saisonzeitpunkt sechs Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. Grund genug, Trainer Georgi Donkov zu feuern und durch den zweitligaerfahrenen Uwe Wolf (zuletzt Hessen Kassel) zu ersetzen. Doch dessen Debüt auf der Wacker-Bank verhagelte es ordentlich: Burghausen unterlag Osnabrück zu Hause deutlich mit 1:4.

Götze: "Dürfen Wacker nicht unterschätzen"

Da war mehr drin. Unter der Woche trennte sich die Spielvereinigung Unterhaching torlos vom Halleschen FC – und das obwohl sie die Partie über 90 Minuten klar dominiert hatte. Es war das Ende einer Serie von zuvor vier Siegen in Folge. Das Problem der ersten Saisonspiele trat wieder auf: Die Rot-Blauen hatten Ball und Gegner unter Kontrolle, erspielten sich aber nur kaum zwingende Torchancen. „Hätten wir das 1:0 gemacht, wäre sicher mehr drin gewesen“, sagt Fabian Götze. Am Sonntag soll nun gegen Schlusslicht Burghausen der nächste Heimsieg her. „Wenn wir unser Spiel durchziehen und diszipliniert auftreten, werden wir gewinnen“, sagt Götze. „Wir dürfen Wacker aber nicht unterschätzen“, schiebt der 23-Jährige schnell hinterher. Ähnlich sieht das Maximilian Welzmüller. „Wenn wir hart arbeiten, werden wir belohnt. Wir werden unsere Tore machen und das Spiel gewinnen“, gibt sich der Kapitän kämpferisch. Die Zeichen stehen also auf Sturm bei den Münchner Vorstädtern. Ob sich das auf die Aufstellung auswirkt, wird sich zeigen. Das Trainergespann Claus Schromm und Manuel Baum ist jedenfalls dafür bekannt, zu rotieren. Personell können sie wieder aus dem Vollen schöpfen. Der zuletzt angeschlagene Florian Bichler kam schon gegen Halle zu einem Kurzeinsatz und steht nun wieder von Beginn an zur Verfügung. Da der Kader nun auf den meisten Positionen doppelt besetzt ist, könnten einige Spieler eine Pause bekommen. So könnte Stefan Haas für Lucas Hufnagel starten und der angesprochene Florian Bichler anstelle von Thomas Steinherr auflaufen.

Hahn: "Hoffen auf wichtige Punkte"

Er war kaum als neuer Wacker-Coach vorgestellt worden, schon fand er sich auf der Trainerbank wieder – und verlor 1:4 gegen Osnabrück. Debüt vermasselt. Uwe Wolf hatte vor seinem ersten Einsatz nur wenige Tage Zeit, um Verein und Mannschaft kennen zulernen. Für die Pleite gegen Aufstiegskandidat Osnabrück wird ihn keiner verantwortlich machen. Anders sieht das für die Partie am Sonntag aus. Dann wird sich die Frage stellen, ob Wolfs Handschrift bereits erkennbar ist. Es gibt also viel zu tun für den neuen Trainer. Wichtigste Aufgabe wird sein, die total verunsicherte Mannschaft wieder aufzubauen und ihr neues Selbstbewusstsein einzuhauchen. Mit erst fünf eigenen und schon 22 Gegentreffern erzielte Wacker die wenigsten Tore selbst – und fing sich die meisten. Gegen Osnabrück hatte die wacklige Defensive große Probleme mit den agilen Offensivakteuren Grimaldi und Spann. Wacker-Geschäftsführer Florian Hahn ist trotzdem zuversichtlich für das Gastspiel in Unterhaching. „Wir sind immer wieder gern in Unterhaching zu Gast. Mit zahlreichen Wacker-Fans im Rücken, hoffen wir auf wichtige Punkte“, sagte er auf der Vereinshomepage. Dabei mithelfen wird Youssef Mokthari. Der Routinier war von Ex-Coach Georgi Donkov zuletzt nicht mehr berücksichtigt worden, stand aber bei Wolfs Debüt in der Startelf. Ob Wolf nach den Eindrücken einer kompletten Trainingswoche Veränderungen in der Startelf vornehmen wird, bleibt abzuwarten. Besonders im Fokus werden Stephan Thee und Maximilian Drum stehen. Die beiden Wackerprofis standen in der vergangenen Saison bei Gegner Unterhaching unter Vertrag und treffen nun auf viele ihrer Ex-Kollegen. Auf Wacker Seite sicher ausfallen werden Moritz Moser (Knochenödem) und Darlington Omodiagbe (Muskelverletzung).

 

So könnten sie spielen:

SpVgg Unterhaching: Müller – Welzmüller, Erb, Hack, Schwarz – Steinherr (Bichler), Moll, Hufnagel (Haas), Götze – Haberer, Duhnke (Voglsammer).

SV Wacker Burghausen: Loboue – Burkhard, Taffertshofer, Eberlein, Drum – Holz, Schröck – Thee, Mokthari, Müller – Bencik

FOTO: www.cassiny.de

 

 

   
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