"Unfassbar" und "einmalig": Antwerpens Lob an die FCK-Fans

Unter widrigen Witterungsbedingungen hat der 1. FC Kaiserslautern mit dem 2:1-Erfolg bei den Würzburger Kickers am Freitagabend den nächsten Schritt Richtung Aufstieg gemacht. Auch die 4.000 mitgereisten Fans hatten ihren Anteil am Auswärtssieg – und bekamen nach Spielende ein dickes Lob von Trainer Marco Antwerpen.

"Hatte teilweise Gänsehaut"

Auch nach Spielende hörte der Regen in Würzburg einfach nicht auf, dennoch kam der völlig durchnässte Marco Antwerpen einige Minuten nach Abpfiff zum Interview mit "MagentaSport". Auch einige der 4.000 mitgereisten Fans waren zu diesem Zeitpunkt noch im Stadion, trotzten den Bedingungen samt verspätetem Anstoß und feierten den 50-Jähigen mit Sprechchören: "Marco Antwerpen, du bist der beste Mann", schallte es von der Tribüne.

Antwerpen nahm die Gesänge am Spielfeldrand mit einem Lächeln auf. "Wir haben den Fans, die mitgereist sind, viel zurückgezahlt. Wir haben gesagt, dass wir das Spiel für die zahlreiche Unterstützung, die wir die ganze Zeit erfahren, wiedergeben wollen. Ich glaube, das haben wir heute geschafft", sagte der FCK-Coach anschließend – und geriet auf der Pressekonferenz regelrecht ins Schwärmen: "Was unsere Fans hier abgezogen haben, war einfach unfassbar. Auch ich hatte teilweise Gänsehaut bei dieser Stimmung. Das war einmalig."

Angesichts des lautstarken Supports über 90 Minuten könne er "absolut nachvollziehen, dass jeder Spieler dann nochmal einen extra Meter geht". Es war ein gefühltes Heimspiel für den FCK, der die deutliche Mehrheit der insgesamt 6.471 Zuschauer stellte. Aufgrund der fehlenden Überdachung standen die meisten Fans die gesamte Spielzeit über im Regen und steckten auf der Rückfahrt wegen eines Wintereinbruchs im Südwesten Deutschlands teilweise mehrere Stunden im Stau. Erst am Vormittag war der eine oder andere wieder zuhause. Und das alles nur, um den eigenen Verein auswärts zu unterstützen.

Boyd auf Wunderlich um umgekehrt

Doch die Fahrt samt der Witterungsbedingungen hat sich gelohnt. Mit dem ersten Torschuss brachte Mike Wunderlich den FCK nach 32 Minuten auf Vorlage von Terrence Boyd in Führung, ehe das 2:0 in Minute 58 in umgekehrter Konstellation fiel: Vorlage Wunderlich, Kopfball Boyd. "Er ist einfach Magic-Mike", sagte Boyd nach seinem siebten Tor im neunten Spiel für die Roten Teufel über den Vorlagengeger. Wunderlich gab das Lob nur zurück und war erleichtert, dass Würzburg nach dem späten Anschlusstreffer in der 85. Minute nicht noch zum Ausgleich gekommen ist. "Wir hätten in der 2. Halbzeit den Deckel früher draufmachen müssen. Würzburg hat nicht aufgegeben, denn bei denen geht es auch um alles. Umso wichtiger, dass wir das Ding gezogen haben."

Boyd habe dagegen nicht gezittert, wie er zu Protokoll gab: "Ich vertrauen den Jungs." Das tat auch Antwerpen. "Wir haben alles wegverteidigt, uns in jeden Schuss geworfen und nichts mehr zugelassen." Mit Schlusspfiff ballte der FCK-Coach dann erst die eine, und dann die andere Faust. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Spiel und nehmen die drei Punkte gerne mit." Durch den Auswärtssieg hat Lautern den Vorsprung auf Braunschweig zumindest bis heute Nachmittag auf fünf Punkte ausgebaut, Saarbrücken ist nun sogar auf zehn Zähler distanziert – bei allerdings noch zwei Spielen weniger. Zu Tabellenführer Magdeburg fehlen vorerst nur noch drei Zähler, allerdings ist der FCM ebenfalls noch zwei Partien in Rückstand.

Doch nach ganz oben schaut Antwerpen ohnehin nicht, vielmehr richten sich die Blicke nun auf das Derby gegen den 1. FC Saarbrücken am Sonntag der kommenden Woche. Mit rund 47.000 Zuschauern wird der Betzenberg ausverkauft sein. Es dürfte somit nochmal um einiges lauter werden als es am Freitag der Fall war. Ob Antwerpen dann wieder ins Schwärmen gerät?

   

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