"Uneingeschränktes Vertrauen": HFC hält weiter an Ristic fest

Kein Trainerwechsel beim Halleschen FC! Trotz der aktuellen Negativserie bleibt Sreto Ristic im Amt und wird auch am Sonntag (13:30 Uhr) beim Kellerduell in Lübeck an der Linie stehen. Das ist laut der "Mitteldeutschen Zeitung" das Ergebnis einer Krisensitzung, die noch am Sonntagabend nach der Niederlage bei 1860 stattgefunden hatte.

Nur ein Punkt aus den letzten fünf Spielen

Vier der letzten fünf Spiele verloren, dabei nur einen Punkt geholt und elf Gegentore kassiert. Der Trend beim HFC zeigt derzeit klar nach unten, nachdem die Saalestädter zu Beginn des Jahres zunächst zweimal in Folge gewonnen hatten. Zwar steht Halle mit 25 Punkten weiterhin knapp über dem Strich, weil auch die Konkurrenz zuletzt immer wieder gepatzt hat, stellt der HFC mit bereits 55 Gegentoren allerdings die schwächste Defensive. Ebenfalls besorgniserregend: Schon 15 Mal gingen die Hallenser in dieser Saison als Verlierer vom Platz, nur Schlusslicht Freiburg II hat noch häufiger verloren (19). Dennoch bleibt Trainer Sreto Ristic im Amt.

"Der Vorstand bekräftigt sein uneingeschränktes Vertrauen in Sreto Ristic und vertraut darauf, dass dieser die Mannschaft erfolgreich leiten kann", erklärt der Vorstand gegenüber der "Mitteldeutschen Zeitung". Ristic habe im Februar 2023 die Verantwortung zu einem Zeitpunkt übernommen, als die Mannschaft abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz stand, blickt das höchste Vereinsgremium auf die Situation im vergangenen Jahr zurück und verweist darauf, dass sich das Team momentan "trotz erheblicher Herausforderungen wie den zahlreichen Verletzungen von Leistungsträgern und tragischen Krankheitsgeschichten" auf einem Nicht-Abstiegsplatz befinde.

Endspiel gegen Lübeck?

Auch Sportchef Thomas Sobotzik glaubt weiterhin daran, dass unter dem 48-Jährigen die Rettung gelingen wird: "Ich erlebe ihn als sehr leidenschaftlich, sehr kämpferisch und ich bin fest davon überzeugt, dass er weiter Herr der Lage ist." Sobotzik spricht von einer "sehr komplizierten Saison", mit "wiederkehrenden Ausfällen von Leistungsträgern" und "schwerwiegenden Krankheitsgeschichten". Die Hierarchie in der Mannschaft, die sich die Verantwortlichen vorgestellt hätten, sei deshalb "immer wieder zusammengebrochen". In München standen am Sonntag nur 16 Akteure im Kader, vor allem in der Abwehr hatten die Saalestädter zuletzt mit großen Personalsorgen zu kämpfen. Dennoch zeigt sich Sobotzik überzeugt, "dass wir einen guten Kader haben, mit dem wir erfolgreich sein können". Es brauche jetzt "personelle Stabilität". Das Vertrauen in den Trainer könne derweil unser Vorteil" im Vergleich zur Konkurrenz sein.

Ob Ristic aber auch im Falle einer Niederlage im Kellerduell beim VfB Lübeck am kommenden Sonntag weiterhin im Amt bleiben würde, scheint fraglich. Der "MZ" zufolge soll das Vertrauen in Ristic in den Führungsgremien nicht derart unerschüttert sein, wie es nach außen kommuniziert werde. Demnach sei zu hören gewesen, dass bei einer erneuten Niederlage – es wäre die vierte in Folge – eine Reaktion erfolgen werde. Zumal der HFC dann unter den Strich rutschen könnte. Angeblich soll Sobotzik von den Gremien bereits damit beauftragt worden sein, sich nach möglichen Kandidaten für eine Nachfolge umzuschauen. Weil Ristic beim HFC noch bis 2025 unter Vertrag steht, müsste er im Falle einer Trennung allerdings weiter bezahlt werden, was somit zusätzliche Kosten bei einer ohnehin schon angespannten finanziellen Lage bedeuten würde.

   
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