Undav im Interview: "Können um den Aufstieg mitspielen"

Im Interview mit liga3-online.de spricht Meppens Torjäger Deniz Undav über die starke Saison des SVM, seine beeindruckende Torausbeute und das Auftaktspiel gegen den SV Waldhof Mannheim am 25. Januar.

"Mental auf einem neuen Level angekommen"

liga3-online.de: Platz sieben und nur zwei Zähler Rückstand auf Relegationsplatz drei: Bisher war die Saison für den SV Meppen ein voller Erfolg, oder?

Deniz Undav: Auf jeden Fall, wir sind sehr zufrieden. Ich hoffe, dass wir in der zweiten Saisonhälfte unsere bisherigen Leistungen bestätigen können.

Die letzten neun Ligaspiele hat Meppen nicht verloren. Was waren die Gründe für diese Positivserie?

Wir sind als Team gewachsen, haben uns fußballerisch verbessert und beherzigen die Tugenden, die den SV Meppen ausmachen. Jeder kämpft für jeden, kratzt, beißt und zeigt auch nach Rückständen Stärke. Wir sind mental auf einem neuen Level angekommen.

Mit zwölf Toren und zehn Vorlagen haben Sie einen großen Anteil am Erfolg. Acht Treffer erzielten Sie in den zurückliegenden acht Begegnungen. Spielen Sie gerade die Saison Ihres Lebens?

Bis jetzt gehört die Saison definitiv zu den besten, die ich bisher gespielt habe. Ich würde sie gleichstellen mit meinem ersten Jahr im Herrenbereich beim TSV Havelse in der Regionalliga Nord, in dem mir direkt 16 Saisontore gelangen. Es wäre überragend, wenn ich in der Rückrunde an meine Torausbeute im ersten Halbjahr anknüpfen würde. Dann könnte man wirklich von der besten Saison meines Lebens sprechen.

Nur Albert Bunjaku von Viktoria Köln und Kwasi Okyere Wriedt von der U23 des FC Bayern mit je 13 Toren rangieren in der Torschützenliste vor Ihnen. Ist es ein Ziel von Ihnen, die Torjägerkrone zu holen?

Um ehrlich zu sein, schaue ich überhaupt nicht auf die Torjägerliste. Mein Anspruch ist es, in jedem Spiel mindestens ein Tor zu erzielen – und wenn ich das geschafft habe, will ich noch eines nachlegen. Wenn sich die Saison dem Ende entgegen neigt, werde ich aber sicher mal nachschauen, wo ich im Vergleich zur Konkurrenz stehe.

 

"Die Pause haben wir gebraucht"

Fanden Sie es nicht schade, dass nach den vielen positiven Ergebnissen und Toren von Ihnen erst einmal Winterpause war?

Nein, die Pause haben wir gebraucht. Wir haben hart gearbeitet, die Hinserie hat viel Kraft gekostet. Außerdem war es für den Kopf wichtig, mit guten Ergebnissen im Rücken in die Weihnachtszeit und jetzt in die Wintervorbereitung zu gehen. Jeder hat gute Laune und ist mit viel Spaß bei der Sache. Das macht viel aus.

Hand aufs Herz: Glauben Sie, dass der SVM tatsächlich um den Aufstieg mitspielen kann?

Ich bin mir sogar sehr sicher, dass wir das können. Schon zu Saisonbeginn habe ich gesagt, dass wir das Zeug dazu haben, oben mitzumischen. Entscheidend wird nur sein, dass wir weiterhin auf uns schauen und nicht zu oft auf die Konkurrenz und die Tabelle starren. Wenn wir uns auf unsere Leistungen konzentrieren, ist einiges drin.

Unabhängig vom Saisonergebnis des SVM können wir uns Sie in der kommenden Saison in einer höheren Liga vorstellen. Ist es Ihr Ziel, schon dieses Jahr höherklassiger zu spielen?

Jeder verfolgt doch das Ziel, so hoch wie möglich zu spielen. Ich würde natürlich gerne bald in der 2. Bundesliga am Ball sein. Der Fokus gilt aber dem Hier und Jetzt – also dem SV Meppen und der 3. Liga. Was in der Zukunft kommt, kann ich nur bedingt beeinflussen. Ich werde mein Bestes geben, um so viel wie möglich zu erreichen.

Am 25. Januar startet die Restrunde mit der Partie gegen den starken Aufsteiger SV Waldhof Mannheim. Ein Brocken zum Auftakt, oder?

Auch Mannheim hat mit einem sehr guten Lauf das Jahr 2019 beendet und steht nicht umsonst auf Relegationsplatz drei. Mit dem SV Waldhof und uns treffen zwei spielstarke Mannschaften mit Offensivdrang aufeinander. Es wird sicherlich ein interessantes, ansehnliches Spiel. Ich hoffe auf viele Zuschauer, die uns nach vorne peitschen und kann es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht.

   
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