"Unbeschreibliches Gefühl": Oldenburg lässt Zwickau hinter sich

Der VfB Oldenburg hat einen glänzenden Start in das neue Jahr hingelegt. Mit dem 1:0-Auswärtssieg beim FSV Zwickau am Freitagabend gelang den Niedersachsen nicht nur der erste Sieg nach zuvor sieben sieglosen Spielen. Mit dem Erfolg feierten die Oldenburger auch einen kleinen Befreiungsschlag im Tabellenkeller gegen einen direkten Konkurrenten.

"Alles reingeworfen, was da war"

Anhand der Voraussetzungen vor dem Spiel, in dem zwei punktgleiche Mannschaften mit gleicher Tordifferenz aufeinander trafen, gingen alle Beteiligten von einem engen Spiel aus. 0:12 Ecken, 1:6 Torschüsse und lediglich 40 Prozent Ballbesitz aus Sicht der Oldenburger zeigen jedoch, dass der Erfolg durchaus glücklich zustande kam. Das befand auch VfB-Trainer Dario Fossi so, der sich nach dem Spiel dennoch sehr froh zeigte. "Ich bin vollends zufrieden. Wir wollten hierherkommen, um zu punkten. Das haben wir gemacht", sagte Fossi in der Pressekonferenz.

Den Erfolg machte der 41-Jährige Fußballlehrer vor allem an zwei Aspekten fest. Zum einen begeisterte ihn seine Mannschaft in der ersten halben Stunde mit einem "mutigen, frechen, zweikampfstarken" Auftreten, aus dem durch eine tolle Einzelleistung von Badjie (3. Minute) das Tor des Tages entsprang. Zum anderen habe seine Mannschaft "alles reingeworfen, was da war". Trotz zahlreicher Flanken und daraus resultierenden Abschlüssen konnten die Oldenburger einen Gegentreffer verhindern. "Dann hat man eine Einheit gesehen, die sich in jeden Ball geworfen hat und unbedingt die Null halten wollte", zeigte sich Fossi beeindruckt.

Erst zweites Spiel ohne Gegentor

Hauptsächlich in den letzten 30 Minuten des Spiels wurde es für die Defensivreihe um Torhüter Sebastian Mielitz zu einer echten Abwehrschlacht. "Es geht nur so, wenn wir alle verteidigen. Und das war heute ein Paradebeispiel", sagte der 33-Jährige gegenüber "MagentaSport". Der Torwart bekannte zwar, dass seine Mannschaft "spielerisch noch eine Schippe drauflegen" könne, sprach aber nach dem erst zweiten Spiel ohne Gegentor in dieser Saison überschwänglich von einem "unbeschreiblichen Gefühl" und einer Mannschaft, die "überall bestehen kann".

Die wohl größte Chance auf einen Gegentreffer gab es in der 88. Minute als Schiedsrichter Robert Schröder für die Zwickauer auf dem Punkt zeigte. VfB-Coach Fossi gab zu, dass er nach dem Elfmeterpfiff gegen seine Mannschaft "den Sieg etwas wegschwimmen sah". "Aber es ist ja gut gelaufen", freute sich der Italiener. Am Ende zählte sowieso nur der Erfolg: "Wir sind nicht hierhergefahren, um zu sagen, dass alles passt, sondern um zu punkten." Daran können die Oldenburger am kommenden Sonntag im heimischen Marschwegstadion gegen Dynamo Dresden anknüpfen.

   
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