Unbekannter stellt Strafanzeige gegen FCK-Funktionsträger

Drei Tage vor dem wichtigen Heimspiel gegen den Halleschen FC (Samstag, 14 Uhr) bestimmen beim 1. FC Kaiserslautern mal wieder außersportliche Schlagzeilen das Geschehen. Das neuste Kapitel: Gegen die FCK-Funktionsträger liegt eine Strafanzeige vor.

Verstoß gegen Aktiengesetz?

Eingegangen ist diese von einer unbekannten Person bei der Generalstaatsanwaltschaft in Zweibrücken. Wie Generalstaatsanwalt Martin Graßhoff der "Rheinpfalz" sagte, erhebe die Person den Vorwurf, "dass Funktionsträger des 1. FC Kaiserslautern gegen Strafvorschriften des Aktiengesetzes verstoßen haben". Es werde nun geprüft, ob sich aus dem Inhalt der Strafanzeige ein Anfangsverdacht für das Vorliegen von Straftaten ergebe, so Graßhoff. Dazu wurde die Strafanzeige an die Lauterer Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Hintergrund der Anzeige: Am Freitag hatte Aufsichtsrat Bernhard Koblischeck seinen Rücktritt damit erklärt, dass das Verhalten in den Gremien nicht mit Recht und Gesetz in Einklang zu bringen sei. Gemeint war wohl unter anderem, dass sich Investoren und Beiratsvorsitzender Markus Merk in das operative Geschäft eingemischt haben sollen – diesen Vorwurf hatte auch Ex-Sportchef Boris Notzon in einem Brief an die Gremien erhoben.

Anzeige nicht von Koblischeck

Der FCK hatte sich am Montag dazu geäußert und erklärt, dass der Inhalt des Schreibens inhaltlich weiter aufgearbeitet und von einer neutralen und fachlich geeigneten Kanzlei juristisch bewertet werde. Der in der Öffentlichkeit entstandene Eindruck, der FCK beabsichtige keine juristische Klärung, sei jedoch nachweislich falsch.

Nicht korrekt war allerdings die Darstellung des Vereins, wonach Koblischeck am 25. März – also einen Tag vor seinem Rücktritt – eine Mail des Vorstands erhalten haben soll, in der er auf die juristische Aufarbeitung hingewiesen worden sei. "Es war ein Zahlendreher, das bitten wir zu entschuldigen. Die Mail habe ich am 26. März um 11.31 Uhr verschickt", so Wolfgang Erfurt, Vorstandsvorsitzender des FCK e.V., in der "Rheinpfalz". Koblischeck hatte seinen Rücktritt am Freitag um 11:39 Uhr erklärt. Wer hinter der Strafanzeige steckt, ist noch nicht bekannt – Koblischeck ist es aber nicht: "Mit meinem Rücktritt ist die Sache für mich erledigt", so der 61-Jährige gegenüber der Zeitung. "Ich will nicht nachkarten, solange das vom FCK niemand tut."

 
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