Umzug nach Heilbronn und neuer Name: Freiberg will in die 3. Liga

Regionalligist SGV Freiberg wird ligaunabhängig ab der kommenden Saison im Heilbronner Frankenstadion auflaufen und sich entsprechen umbenennen. Der Spitzenreiter aus der Südwest-Staffel hat damit alle Voraussetzungen für den Profifußball erfüllt und erstmals in der Vereinsgeschichte die Drittliga-Zulassung beantragt.

Frankenstadion und Namenszusatz Heilbronn

Nur ein wenig mehr als 15.000 Einwohner umfasst die Kleinstadt Freiberg am Neckar, die gut 17 Kilometer nördlich der baden-württembergischen Landeshauptstadt Stuttgart liegt und deren Sport- und Gesangsverein Freiberg derzeit die Fußball-Regionalliga Südwest anführt. Anders als in den Vorjahren haben die Freiberger dieses Mal auch die Drittliga-Zulassung beantragt, da mittlerweile die Stadionfrage geklärt werden konnte. Zwar ist das eigene heimische Sportzentrum Wasen nicht drittligatauglich und die Stadt Freiberg nicht gewillt, in eine Weiterentwicklung zu investieren, dafür ist der SGV Freiberg aber mit einer Anfrage an den Sechstliga-Letzten VfR Heilbronn erfolgreich gewesen und wird ab der kommenden Spielzeit in dessen gut 25 Kilometer entfernten sowie 17.000 Zuschauer fassenden Frankenstadion auflaufen.

"Der erste Termin war korrekt und kooperativ, der zweite beim Kennenlernen sehr gut und die anderen sehr zielorientiert", hat SGV-Präsident Emir Cerkez jüngst gegenüber dem "Kicker" von den Verhandlungen mit dem VfR berichtet, mit dem man – wie auch mit der Stadt Heilbronn – nun eine "langfristige Zusammenarbeit" eingehen möchte. Als Konsequenz wird der SGV Freiberg auch seinen Vereinsnamen anpassen. "Es wird den Zusatz Heilbronn geben. Damit zeigen wir, dass wir zur Stadt stehen, das ist selbstverständlich, wenn wir dort künftig spielen", so Cerkez, der aber noch offen lässt, ob dann zukünftig vom SGV Freiberg-Heilbronn oder vom SGV Heilbronn-Freiberg die Rede sein wird.

"Sind erleichtert und noch mehr motiviert"

Auch eine generelle Fusion mit dem VfR Heilbronn wäre denkbar. Der Sechstligist wurde zwar offiziell erst 2018 gegründet, dessen Vorgängerverein spielte in der Vergangenheit aber sogar mal für eine Spielzeit in der 2. Bundesliga. "Wir werden über eine Zusammenarbeit auch mit anderen Vereinen vor Ort sprechen, vor allem aber mit dem VfR", so Cerkez, dem aber bereits die ablehnende Haltung einer Heilbronner Fangruppierung bekannt sein dürfte. Diese hatte sich auf Social Media wie folgt geäußert: "Für uns ist klar: Heilbronn verdient höherklassigen Fußball. Aber erarbeitet und nicht geschenkt! Wir wehren uns gegen jede Form der Kooperation oder gar Fusion unseres VfR mit der SGV Freiberg."

Bei der SGV ist jedenfalls die Euphorie groß, nachdem die Frage zur Zukunft des Vereins geklärt wurde und endlich die Drittliga-Zulassung beantragt werden kann. "Das ist für den Verein, die Mannschaft, das Trainerteam und den Staff eine tolle Sache. Wir sind alle erleichtert und noch mehr motiviert. Wir wollen hoch", so Trainer Kushtrim Lushtaku, während Teamkapitän Marco Kehl-Gomez ergänzt: "Jetzt haben wir ein Ziel, denn ohne ein Ziel kann ein Sportler nicht überleben." In der Südwest-Staffel liegt Freiberg derzeit vier Zähler vor der SG Sonnenhof-Großaspach und ist einer von zehn Vereinen, die am Zulassungsverfahren zur 3. Liga teilnehmen.

   

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