Turbulente Partie in Rostock, MSV schlägt Leipzig, FCS verliert

Der MSV Duisburg setzte sich am Nachmittag mit 2:1 gegen RB Leipzig durch. Hansa Rostock und der VfL Osnabrück trennten sich in einer turbulenten Partie 1:1 und Rot-Weiß Erfurt kam beim Tabellenvorletzten aus Burghausen nicht über ein 1:1 hinaus. Darmstadt 98 gewann deutlich mit 3:1 gegen Unterhaching und baute den Vorsprung auf die übrigen Aufstiegskandidaten aus. Saarbrücken unterlag erneut und muss nun stark um den Klassenerhalt zittern. Heidenheim (3:0 in Dortmund) und Regensburg (3:0 in Chemnitz) fuhren zudem hohe Auswärtssiege ein. Zunächst der Blick nach Rostock: Die Partie vor 8.500 Zuschauern begann direkt mit einem Paukenschlag. Nach nur 65 Sekunden bekam der VfL einen Elfmeter zugesprochen, da Iljutcenko von Pekovic im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Nicolas Feldhahn trat an, verwandelte und brachte die Gäste bereits früh in Führung. Die Rostocker wirkten geschockt und fanden nur schwer in die Partie.

Hansa mit zwei roten Karten

So dauerte es bis zur 17. Minute, ehe der F.C. Hansa zur ersten Chance kam: ein Schuss von Johan Plat traf aber nur den Pfosten. Wenig später erhielten die Osnabrücker den zweiten Strafstoß, nachdem Hohnstedt von Mendy gelegt wurde. Dieses Mal trat Grimaldi an, schoss jedoch zu schwach, sodass Hahnel halten konnte. Die Hansa-Kogge war nun leicht im Vorteil und kam in der 27. Minute schließlich zum Ausgleich: Nach einem Pass von Pekovic landete das Spielgerät vor den Füßen von Jakobs, der aus spitzem Winkel einnetzen konnte. Hansa spielte nun deutlich mutiger nach vorne, wurde aber in der 33. Minute von der roten Karten gegen Pekovic überrascht, der dem Schiedsrichterassistenten wohl eine abfällige Geste zeigte. Doch damit nicht genug: In der 41. Minute musste auch Sascha Schünemann vorzeitig vom Feld, als er Iljutcenko etwas unsanft von den Beinen holte. Die Fans in der DKB-Arena tobten und pfiffen nun den Schiedsrichter sowie die Osnabrücker Spieler gnadenlos aus. Am Ende einer hektischen ersten Halbzeit blieb es beim 1:1.

Spiel für rund zwölf Minuten unterbrochen

In doppelter Unterzahl stellten die Rostocker nach der Pause auf ein 4-4-0 um und waren nun deutlich defensiver. Der VfL tat sich zunächst schwer, die kompakte Abwehr der Hausherren zu durchbrechen. Als in der 51. Minute wiederholt Gegenständen aus dem Rostocker Block flogen, unterbrach der Schiedsrichter die Partie für rund zwölf Minuten und schickte die Teams in die Kabinen. Nach der Unterbrechung wies der Unparteiische darauf hin, dass er die Partie bei einem weiteren Vorfall jedoch abbrechen werde. Hansa stand weiterhin tief und versuchte das Remis über die Zeit zu retten. Von Osnabrück kam insgesamt zu wenig, da sie sich vor allem im Aufbauspiel immer wieder Fehler leisteten. Kurz vor dem Ende flog mit Pascal Testroet vom VfL Osnabrück ein weitere Spieler vom Platz – er sah die gelb-rote Karte. Die turbulente Partie endete am Ende 1:1.

Duisburg mit Last-Minute-Sieg gegen Leipzig

Der MSV Duisburg setzte sich am Samstag aufgrund eines späten Tores mit 2:1 gegen RB Leipzig durch. Beide Teams starteten vor 11.000 Zuschauern durchaus mutig und erspielten sich in der Anfangsphase erste kleinere Chancen heraus. Nach und nach neutralisierten sich die beiden jedoch, sodass gefährliche Tormöglichkeiten vorerst Mangelware blieben. Dies sollte sich in der 24. Minute ändern, als ein Kopfball von Daniel Frahn nur den Pfosten traf. Keine fünf Minuten später machte es der MSV Duisburg besser: Nach einem schweren Fehler von Kimmich kam Deniz Aycicek an den Ball und brachte das Spielgerät souverän im Tor unter. Bis zur Pause lief bei den Gästen nicht mehr viel zusammen, sodass es beim 1:0 für die Hausherren blieb. Nach der Pause erhöhten die Leipziger den Druck und wurden in der 56. Minute schließlich mit dem Ausgleich belohnt. Nach einem weiten Flachpass von Ernst kam Demme an den Ball. Der passte ihn auf Kaiser, der auf Frahn und dieser erzielte den Ausgleich. Mit dem Tor im Rücken spielten die Gäste nun deutlich mutiger nach vorne und drängten auf das Führungstor. Zwischen der 65. und 80. Minute konnten sich die Hausherren kaum noch befreien, doch kurz vor dem Ende gelang den Duisburgern der überraschende Führungstreffer. Nach einem Freistoß kam der Ball vor die Füße von Kingsley Onuegbu, der nur noch einschieben musste.

Darmstadt gewinnt souverän gegen Unterhaching

Der SV Darmstadt 98 untermauerte am Samstag seine Aufstiegsambitionen und besiegte im Heimspiel die SpVgg Unterhaching mit 3:1. Nach einer kurzen Abtastphase fanden die Lilien schnell in die Partie und gingen bereits in der 15. Minute durch ihren Top-Torschützen Dominik Stroh-Engel in Führung. Nach einer Hereingabe von Heller musste der Stürmer nur noch einschieben. Die Darmstädter blieben das deutlich bessere Team und gingen in der 31. Minute gar mit 2:0 in Führung. Nach einem Durcheinander im Strafraum kam Benjamin Schwarz auf Seiten der Gäste unglücklich an den Ball und brachte ihn im eigenen Tor unter. Kurz vor der Pause fiel dann etwas überraschend der Anschlusstreffer für die Gäste, die in den ersten 45 Minuten deutlich unterlegen waren. Quirin Moll war zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel stellte Dominik Stroh-Engel den alten Zwei-Tore-Vorsprung bereits in der 47. Minute wieder her. Damit war die Partie praktisch entschieden. In den Minuten darauf hätten die Hessen gar mit 4:1 davon ziehen können, doch am Ende reichte das 3:1 zum hochverdienten Heimsieg.

Erfurt nur 1:1 bei Wacker Burghausen

Die Gäste aus Thüringen starten besser in die Partie und waren dem Tabellenvorletzten zunächst leicht überlegen, verpassten es jedoch, aus ihren Vorteilen ein Tor zu erzielen. So glichen sich beide Teams nach und nach wieder an und der SV Wacker ging in der 38. Minute nicht unverdient in Führung. Nach einer Ecke konnte Keeper Philipp Klewin den Ball zunächst abwehren, doch den Nachschuss stocherte Thorsten Burkhardt über die Linie. RWE ließ sich jedoch nicht aus dem Konzept bringen und kam nach einem Konter über Göbel und Pfingsten-Reddig schließlich zum Ausgleich: Carsten Kammlott erzielte das erste Pflichtspiel-Tor nach seiner Rückkehr (44.). Nach der Pause mussten die Erfurter direkt die Luft anhalten, da Holz nach einem Pass frei vor Klewin stand, doch der Schlussmann der Gäste wehrte ab. Danach flachte das Niveau der Partie jedoch ab und es entwickelte sich ein Spiel ohne große Höhepunkte. Erst als Pfingsten-Reddig in der 71. Minute einfach mal drauf hielt, wurde es nochmal gefährlich. Am Ende blieb es aber beim 1:1.

Saarbrücken verliert erneut

Der Elf von Milan Sasic war anzumerken, dass viel auf dem Spiel stand. Dementsprechend offensiv und selbstbewusst gingen die Saarländer in die Partie und waren von Beginn an die deutlich bessere Mannschaft. Jedoch gingen sie oft zu nachlässig mit ihren Chancen um, sodass es zur Pause beim 0:0 blieb. Die beste Chance des Spiels hatte Stefan Reisinger in der 19. Minute, der unnötigerweise in die Mitte ablegte, anstatt selber abzuschließen. Die zweite Halbzeit begann mit einem Paukenschlag: Nach einem Foul im Strafraum entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter, den Alexander Riemann sicher verwandeln konnte. Der FCS drängte nun auf den Ausgleich, doch immer wieder ließen sie einige gute Möglichkeiten liegen. Vor allem die beiden Keeper waren gut aufgelegt und verhinderten auf beiden Seiten Schlimmeres.  Am Ende musste der 1. FC Saarbrücken jedoch geschlagen geben. Das Projekt Klassenerhalt wird nun immer schwieriger.

Hohe Auswärtssiege für Regensburg und Heidenheim

Preußen Münster musste sich zudem in letzter Minute gegen den SV Wehen Wiesbaden mit 0:1 geschlagen geben. Der SCP war zwar über weite Strecken zwar spielerisch überlegen, verpasste es aber, ein Tor zu erzielen. So kam es, wie es kommen musste: Nach einem Durcheinander im Strafraum nahm sich Robert Müller in der 90. Minute ein Herz und netzte mit der letzten Aktion des Spiels ein.

Die Stuttgarter Kickers besiegten die  SV Elversberg mit 2:1. Lhadji Badiane brachte die Kickers in der 33. Minute zunächst in Führung, ehe Felix Lux unmittelbar nach dem Wiederanpfiff ausgleichen konnte. Die Entscheidung fiel dann in der 88. Minute, als Abwehrspiler Royal Fennell das Leder über die Linie köpfte.

Der Chemnitzer FC verlor gegen Jahn Regensburg deutlich mit 0:3. Vor 4.665 Zuschauern erzielten Müller (43. / 58.), Amachaibou (48.) die Tore. Mit dem gleichen Resultat setzte sich auch der Tabellenführer aus Heidenheim bei Borussia Dortmund II durch. Göhlert (14.), Bagceci (19.) und Morabit (84.) erzielten die Tore für den 1. FCH.

Der Hallesche FC setzte sich zudem mit 1:0 gegen Aufsteiger Holstein Kiel durch. Francky Sembolo erzielte das goldene Tor.

 

FOTO: GEPA Pictures

 

   
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