Türkgücü will "zur Spitzengruppe" gehören und "oben mitspielen"

16 Zugänge, 17 Abgänge: Türkgücü München ist bislang der Transfermeister der 3. Liga – und hat wie schon in den letzten Jahren einen XXL-Umbruch vollzogen. Auch die Ambitionen bleiben groß: Türkgücü visiert die Spitzenplätze an.

Blicke gehen nach oben

Platz 13 mit 47 Punkten klingt für einen Klub, der erstmals in seiner Vereinsgeschichte im Profifußball vertreten war, eigentlich annehmbar. Doch wer derart ambitioniert ist wie Türkgücü München, der kann mit der Endplatzierung in der vergangenen Saison nur bedingt zufrieden sein. Entsprechend sollen die Blicke in dieser Saison deutlich weiter nach oben gerichtet werden. "Wir wollen zur Spitzengruppe gehören, oben mitspielen und an die positiven Ergebnisse der abgelaufenen Saison anknüpfen", gibt Geschäftsführer Max Kothny in der "Bild"-Zeitung das Ziel für die neue Saison aus. Auch wenn es niemand öffentlich ausspricht: Insgeheim spekuliert Türkgücü auf die 2. Bundesliga. Mit Platz fünf wäre Kothny am Ende der Saison jedenfalls nicht zufrieden, wie er auf der Pressekonferenz am Freitag durchblicken ließ.

Mavraj neuer Kapitän

Dass am Ende also mindestens Rang vier, eher aber eine noch bessere Platzierung herausspringt, daran soll auch der Ex-Bundesliga-Spieler Mergim Mavraj (158 Partien im Oberhaus) seinen Anteil leisten. Ab sofort wird der 35-Jährige die Münchner als Kapitän auf den Platz führen. "Ich wollte einen Spieler, der vom Charakter und vom Leistungsniveau alles mitbringt", begründet Trainer Petr Ruman seine Entscheidung. Zweiter Kapitän ist Vorgänger René Vollath, als Kapitän Nummer drei fungiert Sercan Sararer. Zum Auftakt geht es am Sonntag in Lotte gegen den SC Verl, der nach einem starken siebten Tabellenplatz in der vergangenen Saison ebenfalls einen großen Umbruch mit 16 Zu- und 16 Abgängen hinter sich hat. "Sie sind fußballerisch sehr stark und versuchen immer wieder, nach vorne zu verteidigen und den Gegner unter Druck zu setzen. Ich freue mich riesig auf die Begegnung und freue mich, dass es direkt unser erster Gegner ist", so Ruman.

Bald dauerhaft im Olympiastadion

Am 1. August steht mit dem Duell gegen den Halleschen FC dann das erste Heimspiel an – ausgetragen wird es im Grünwalder Stadion. Auf Giesings Höhen will Türkgücü in dieser Saison aber nur noch sporadisch spielen, wie Kothny erklärt: "Der Plan ist, die ersten vier Ligaspiele und das DFB-Pokal-Spiel im Grünwalder Stadion auszutragen und anschließend in das Olympiastadion umzuziehen." Derzeit laufen dort einige Umbauarbeiten, unter anderem wird eine Rasenheizung installiert. Ab dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund II am 26. September will Türkgücü "je nach Verfügbarkeit" sämtliche Partien im Olympiastadion austragen. Ob die Ruman-Elf dort den Grundstein legt, um wie anvisiert "zur Spitzengruppe" zu gehören? Entscheidend dürfte auch sein, inwiefern es gelingt, – anders als im Vorjahr – keine Schlagzeilen abseits des Platzes zu produzieren. Spätestens 2023 soll es auf jeden Fall hoch gehen.

   
  • 60er aus Straubing

    Wenn sie dieses Jahr nicht aufsteigen, dann wirds das gewesen sein.
    Sonst verbrennt ihr Investor sein ganzes Geld umsonst.

    Und ob die in der 2. Liga überhaupt eine Lizenz bekommen mit ihrer Infrastruktur steht auch noch auf einem anderen Blatt

  • Sterneneisen

    Joa, und wenn man zur Rückrunde nur Platz 12 ist, schmeißt der Investor wieder hin und die Insolvenz droht. Wenn man dann wieder 3 Spiele gewinnt, kommt er ganz schnell wieder. Schöne, neue Welt.

    • Tobi

      Kothny hat in der jüngeren Vergangenheit schon mehrfach bewiesen, was für ein Schwätzer er ist.
      Da klaffte zwischen Anspruch und Wirklichkeit eine recht große Lücke. Wenn es am Ende wieder ein böses Erwachen gibt, ist der Katzenjammer groß. Man könnte durchaus erstmal Leistung bringen eh man wieder das Maul zu weit aufreißt.

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