Trinkwasser-Mangel: 1. FC Saarbrücken räumt Fehler ein

Wie liga3-online.de in den letzten Tagen bereits mehrfach berichtete, sorgte der Trinkwasser-Mangel beim Pokalspiel zwischen dem 1. FC Saarbrücken und Schalke 04 am vergangenen Sonntag für eine hitzige Diskussion unter den rund 30.000 Anhängern. Der FCS hat sich nun in einer Stellungnahme zu Wort gemeldet und entschuldigt sich bei den Anhängern für die Versorungsengpässe. liga3-online.de druckt im Folgenden die vollständige Stellungnahme der Saarbrücker ab:

"Eine solche Situation muss vermieden werden"

"In einer Nachbesprechung am gestrigen Mittwoch mit Vertretern der Firma Schröder, der Polizei, des Deutschen Roten Kreuzes, der Feuerwehr, des Sicherheitsdienstes, des Fanprojektes, der Fanbeauftragen sowie des 1. FC Saarbrücken wurde diese Situation eingehend analysiert. „Wir bedauern sehr, dass während des Spiels ein Engpass bei der Getränkeversorgung auftrat. Es war uns ein großes Anliegen, diese Vorfälle schnellstmöglich aufzuklären. Wir haben heute alle Beteiligten an einen Tisch gerufen und die Sachlage analysiert. Außer Frage steht, dass jeder in seinem Verantwortungsbereich dafür Sorge zu tragen hat, dass eine solche Situation zukünftig unter allen Umständen vermieden werden muss“, so Präsident Paul Borgard.

"Hätten mehr Personal an den Verkaufsständen einsetzen müssen"

Während der Partie war zwischenzeitlich an den Verkaufsständen kein Mineralwasser mehr verfügbar. „Wir hatten zu jedem Zeitpunkt ausreichend antialkoholische Getränke an unseren Ständen zur Verfügung. Auch Mineralwasser wurde während des Spiels nachgeordert und war nur zwischenzeitlich nicht verfügbar“, so Willi Walter, Geschäftsführer der Schröder Fleischwarenfabrik GmbH und Co. KG. „Dennoch müssen wir uns die Tatsache eingestehen, dass wir mehr Personal an den Verkaufsständen hätten einsetzen müssen, um eine schnellere Versorgung zu gewährleisten. Diese Erfahrungswerte gilt es mitzunehmen und dafür Sorge zu tragen, dass wir zukünftig, insbesondere aber auch in Extremsituationen, besser aufgestellt sind. Wir möchten uns bei allen betroffenen Personen aufrichtig entschuldigen“, so Walter weiter. Es wurden seitens des 1. FC Saarbrücken im Vorfeld des Spiels alle Maßnahmen zur Versorgung der Zuschauer im Stadion getroffen, das bestätigte auch das Deutsche Rote Kreuz. „Bereits im Vorfeld hat der FCS dafür gesorgt, dass uns einen zusätzlicher Sanitätsraum im Stadion zur Verfügung stand, um der vorhersehbaren größeren Anzahl an Patienten gerecht zu werden. Auch die Fahrten der Kranken- und Rettungswagen während des Spieles, zum Transport der Patienten, waren für den Bedarfsfall vorab vereinbart", so Einsatzleiter Markus Litz.

Austausch mit anderen Vereinen

Dass es bei diesem Temperaturen zu Kreislaufbeschwerden kommen kann, zeigen auch die Zahlen aus den anderen Stadien. So mussten unter anderem bei der Begegnung des SC Preußen Münster gegen den SV Werder Bremen, die 18.000 Zuschauer lockte und bei der keine Probleme bei der Versorgung auftraten, über 90 Personen und beim Spiel des Karlsruher SC gegen den Hamburger SV, das mit über 16.000 besucht war und bei dem ebenfalls Probleme bei der Versorgung auftraten, über 30 Zuschauer aufgrund von Kreislaufproblemen versorgt werden. Mit den betreffenden Vereinen war der 1. FC Saarbrücken bereits in Kontakt, um einen Informationsaustausch der Erfahrungswerte zu starten. Erste Maßnahmen, um eine Wiederholung dieser Vorfälle auszuschließen, sollen in den kommenden Tagen angegangen werden. Mit dem Deutschen Fußball-Bund wird der FCS ins Gespräch gehen, um die Möglichkeiten abzufragen, in Ausnahmesituationen eine Genehmigung zur Mitführung geöffneter PET-Flaschen erteilen zu können. An die Stadt Saarbrücken wird man sich mit dem Anliegen wenden, die begrenzte Verkaufsfläche erweitern zu dürfen, um auch außerhalb des Stadions Getränke anbieten zu können. Auch eine aktivere Getränkeversorgung soll bei zukünftigen Großveranstaltungen ein Thema sein.

FOTO: Dieter Schmoll

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