Trainingslager-Finanzierung: 1860 bittet Fans um Unterstützung

Der TSV 1860 München bemüht sich entgegen seiner ursprünglichen Planungen doch noch um ein Trainingslager während der Winterpause in einem angenehmen Klima. Zur Finanzierung haben die Löwen nun öffentlich zu Spenden aufgerufen.

Bessere Voraussetzungen gesucht

Es würden "nun weitere Unterstützer, Gönner und Fans gesucht, um dem neuen Cheftrainer Michael Köllner und seinen 'Löwen' ein Trainingslager vor dem Start in die Restsaison zu bieten. Eine Vorbereitung in südlichen Gefilden bietet zweifellos besser Voraussetzungen als im winterlichen München", erläutert der Klub auf seiner Homepage den Start der nicht alltäglichen Sammelaktion. Sponsoren hatten sich bereits dazu bereit erklärt, die Löwen bei ihrem Vorhaben zu unterstützen. Dadurch sein ein "Grundstein" gelegt und ein "Anfang gemacht", schreiben die Löwen.

Die Sammelaktion läuft bis zum letzten Heimspiel des Jahres gegen Großaspach am 7. Dezember. Alle Spender, die mindestens 60 Euro geben, nehmen zudem an einer Verlosung teil und können unter anderem ein unterschriebenes Trikot gewinnen. Ab Beiträgen von 1.000 Euro halten die Löwen ein exklusives Dankeschön bereit: "Sie werden zum Heimspiel gegen Sonnenhof Großaspach in einen erstmals bei einem Löwenspiel abgetrennten exklusiven VIP-Bereich im Grünwalder Stadion eingeladen und dort bewirtet", so der Klub.

Hiller bleibt vorerst die Nummer 1

Unterdessen ist die Torwart-Frage zumindest vorläufig geklärt. Marco Hiller bleibt nach einer Entscheidung von Köllner mindestens bis zum Jahresende die Nummer eins zwischen den Pfosten. Damit ist der ursprüngliche Stammtorwart Hendrik Bonmann bis auf Weiteres nur noch Reservist. Köllner begründet seine Entscheidung in der "Abendzeitung" mit der Entwicklung in den vergangenen Wochen kurz vor und seit seinem Amtsantritt. "Warum soll ich jetzt hergehen und ein unnötiges Fass aufmachen? Dazu gab es keine Veranlassung“, sagt der Coach.

Hiller war zu Monatsbeginn in der Begegnung mit Aufsteiger Viktoria Köln (4:2) aufgrund einer Muskelverletzung von Bonmann ins Tor gerückt. Danach hütete der 22-Jährige auch im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Trainer Daniel Bierofka beim Halleschen FC (1:0) sowie zu Köllner Debüt im Münchner Derby gegen die Bayer-Reserve (1:1) das Löwen-Gehäuse.

Konkurrenzkampf im Winter

Leidtragender ist Bonmann. Bis zum Duell mit Köln war der 25-Jährige unter Bierofka erste Wahl, ehe seine Verletzung eine Zwangspause nötig machte. "Die Faktenlage war, dass Hendrik in der ersten Woche nicht im Training war. Er hat dann erst drei, vier Tage vor dem Bayern-Spiel die erste gute Trainingseinheit hinbekommen. Marco hat die letzten beiden Spiele gewonnen, in Halle zu Null gespielt", erläutert Köllner seine Sichtweise. Mit Bonmann habe ein klärendes Gespräch über die veränderte Situation stattgefunden.

Für das neue Jahr stellt Köllner aber immerhin einen neuerlichen Konkurrenzkampf um den Platz im Münchner Tor in Aussicht: "Nun müssen wir schauen, wie sich die beiden in den kommenden Wochen präsentieren. Aber für jeden Spieler gilt: Das Team steht immer im Vordergrund."

   
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