Trainersuche in Aue: Auch Tiffert und Thielemann wohl Kandidaten

Wer wird neuer Trainer des FC Erzgebirge Aue? Auch eineinhalb Wochen nach dem besiegelten Abstieg gibt es noch keine Antwort auf diese Frage. Gegenüber der "Freien Presse" kündigte Sportvorstand Jens Haustein nun aber eine Entscheidung in den nächsten Tagen an. Mehrere Kandidaten sind im Rennen.

Macht Shubitidze weiter?

Nein, untätig waren die Verantwortlichen in den letzten Tagen und Wochen nicht. Wie Haustein verrät, habe sich der FCE mit gleich sieben Kandidaten "näher beschäftigt“. Einer von ihnen soll Christian Tiffert sein, wie "Tag24" erfahren haben will. Der 44-Jährige war einst Spieler in Aue (2015-2019) und stieg mit den Veilchen 2016 in die 2. Bundesliga auf. Seit Sommer 2025 trainiert der frühere Erst- und Zweitliga-Spieler die U23 des F.C. Hansa Rostock in der Oberliga. Zum 30. Juni läuft sein Vertrag jedoch aus, zudem will Tiffert künftig offenbar wieder näher bei seiner Familie in Chemnitz sein. Zwischen 2021 und 2024 war er Trainer der Chemnitzer und kennt sich in der Regionalliga Nordost somit bestens aus.

Ebenfalls gehandelt wird Ronny Thielemann. Der 52-Jährige hat ebenfalls eine Auer Vergangenheit, war er doch einst Spieler (1992-1999) und U19-Coach (2010-2011). Als Trainer arbeitete Thielemann lange Zeit als Assistent von Jens Härtel in Magdeburg, Rostock, Zwickau und Braunschweig. In Aue fanden beide nicht zusammen, weil der 52-Jährige seit September 2024 als Co-Trainer der U19 von RB Leipzig tätig ist. Dort endet sein Vertrag zum 30. Juni und wird auch nicht verlängert. Auch Torsten Ziegner (zuletzt MSV Duisburg) soll ein Thema sein.

Nicht ausgeschlossen scheint aber auch, dass Interimstrainer Khvicha Shubitidze weitermacht. Schließlich gelang es dem 51-Jährigen, die Veilchen zu stabilisieren. Aus den sechs Partien unter der Leitung des Georgiers gab es nur eine Niederlage, zudem führte er die Sachsen am letzten Sonntag zum ersten Ligasieg der Rückrunde. Eher Außenseiterchancen soll dagegen René Klingbeil haben, der bei Viertligist Hessen Kassel noch bis 2028 unter Vertrag steht.

Kein Zeitdruck bei Spielersuche

Warum sich die Trainersuche etwas zieht, erklärt Haustein so: "Weil wir es uns nicht leicht machen. Bei solchen Entscheidungen sollte man sich nicht zu viel Druck machen. Eine solche Entscheidung sollte wohlüberlegt sein und möglichst lange tragen sowie erfolgreich sein, wenngleich es nie eine hundertprozentige Garantie gibt, dass es funktioniert. Eine Glaskugel besitzen auch wir nicht."

Sobald der Trainer feststeht, soll auch der Kader Formen annehmen. Zeitdruck verspürt Haustein aber auch hier nicht: "Ich glaube, dass wir noch genügend Zeit haben bis zur neuen Saison. Die heiße Phase beginnt nun sicherlich, aber hintenraus werden noch viele Transfers möglich sein. In den letzten 14 Tagen kommt meistens noch ein bisschen Fahrt in die Sache, und dann bekommen wir vielleicht noch den ein oder anderen Spieler, an den man im Moment noch nicht denkt."

   

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