Trainersuche in Aue: Auch Roland Vrabec auf der Liste?

Über zwei Wochen sind bei Erzgebirge Aue seit der Trennung von Timo Rost mittlerweile vergangen, ein neuer Cheftrainer ist bislang noch nicht in Sicht. Neu auf der Liste der Kandidaten soll Roland Vrabec sein, wie die "Bild" meldet. Durchaus möglich aber auch, dass Interimscoach Carsten Müller zur Dauerlösung wird.

Vrabec schonmal ein Thema

Bereits im Frühjahr 2021, als sich die Veilchen gerade von Dirk Schuster getrennt hatten, soll Roland Vrabec ein Thema beim FCE gewesen sein. Damals entschieden sich die Verantwortlichen jedoch für Aliaksei Shpileuski, während Vrabec den dänischen Zweitligisten Esbjerg fB übernahm. Dort stand er bis Anfang März an der Linie, ehe er nach nur fünf Siegen aus 18 Spielen gehen musste. Entsprechend ist der gebürtige Frankfurter nun auf Markt.

Neuland würde Vrabec mit der 3. Liga nicht betreten: In der Saison 2016/17 trainierte er den FSV Frankfurt, holte aus 25 Partien allerdings nur 28 Punkte. Zuvor war er für den FC St. Pauli in der 2. Bundesliga aktiv (2013-2014). Erfahrungen sammelte der Fußballlehrer außerdem als Trainer des FC Vaduz (2. Liga Schweiz) und des FC Progrès Niederkorn (1. Liga Luxemburg). Darüber hinaus war Vrabec einst Co-Trainer der deutschen U18- und U19-Nationalmannschaft und Jugendcoach beim FSV Mainz 05.

Gehandelt worden waren zuletzt auch Rico Schmitt, der bereits zwischen 2008 und 2012 bei den Veilchen an der Seitenlinie stand und den FCE 2010 in die 2. Bundesliga führte, Florian Schnorrenberg (zuletzt Hallescher FC), Andreas Heraf (zuletzt Türkgücü München), Marco Antwerpen (zuletzt 1. FC Kaiserslautern), Alexander Schmidt (zuletzt Kickers Offenbach), Bernhard Trares (zuletzt Würzburger Kickers) und Guerino Capretti (zuletzt Dynamo Dresden). Bis wann eine Entscheidung fällt, ist noch offen. Sportchef Matthias Heidrich hatte bei seiner Vorstellung vor einer Woche gesagt: "Die Entscheidung muss sitzen. Wir werden in aller Ruhe abwägen und lassen uns nicht unter Druck setzen."

Wird Müller zur Dauerlösung? "Ist eine Option"

Eine andere Variante ist die Beförderung von Carsten Müller zum Chefcoach – über die nötige Lizenz verfügt er. Und mit den Erfolgen im Landespokal (2:1 gegen Eilenburg) und in Meisterschaft (3:0 gegen Meppen) hat der bisherige Nachwuchschef zuletzt jede Menge Argumente gesammelt. Zudem soll die Mannschaft Gefallen am Umgang und am Training mit Müller gefunden haben, schreibt die "Bild". Bei "Tag24" betont Heidrich: "Carsten ist für uns eine Option. Es ist sogar unsere Pflicht, uns mit diesem Thema zu beschäftigen. Carsten hat in den vergangenen Tagen das Wichtigste getan, er hat Ergebnisse geliefert."

Falls die Wahl auf den 51-Jährigen fallen sollte, könnte Ex-Spieler und U19-Coach Jörg Emmerich neuer Co-Trainer werden. Erwartet wird, dass spätestens nach der Partie beim VfB Oldenburg (Samstag) Klarheit herrschen wird, wer künftig auf der Trainerbank sitzen wird.

   
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