Chemnitzer FC: Warum das Debüt von Karsten Heine missglückte

Beim Chemnitzer FC wurden große Hoffnungen mit dem neuen Trainer Karsten Heine verknüpft. Nach dem schwachen Saisonstart der personell gut zusammengesetzten Mannschaft sollte sein Trainerdebüt für den CFC im Auswärtsspiel bei Wacker Burghausen als die Wende angesehen werden. Mit einem Dreier an der deutsch-österreichischen Grenze wollten die „Himmelblauen“ den Anschluss ans Tabellenmittelfeld herstellen und zugleich Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben tanken. Diese Hoffnung ist durch die bittere 0:1-Niederlage beim SV Wacker nun zerstört worden.

Chemnitzer FC mit nur zwei Punkten Vorsprung auf Abstiegsplatz

Mittlerweile ist der ambitioniert in die Saison gestartete Chemnitzer FC bis auf den 16. Tabellenplatz abgerutscht und hat nur noch zwei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit die Stuttgarter Kickers belegen. Die Erwartungen waren vor diesem Duell gegen den Tabellenletzten aus Oberbayern enorm. Allerdings konnten diese nur in der Anfangsphase von den Heine-Schützlingen auf dem Spielfeld umgesetzt werden. An der Einstellung lag es nicht.  Vielmehr schienen die Spieler auf dem Spielfeld nicht frei aufspielen zu können. Man konnte sich durch Marc Hensel und Tino Semmer sogar noch vielversprechende Torchancen herausspielen. Allerdings fehlte die notwendige Konsequenz im Abschluss, um den wichtigen Führungstreffer erzielen zu können. Der neue Trainer Heine hat es leider nicht schaffen können, dass seine Mannschaft ein selbstbewusstes Auftreten auf dem Spielfeld demonstrieren konnte. Bereits Mitte der ersten Halbzeit konnte der CFC dem Druck des Tabellenschlusslichts nur wenig entgegensetzen. Auch Chemnitz-Keeper Philipp Pentke zeigte sich verunsichert. Speziell im ersten Spielabschnitt fehlte es dem sächsischen Traditionsverein an der nötigen Zweikampfhärte in den direkten Duellen. In den zweiten 45 Minuten kamen die CFC-Kicker jedoch deutlich selbstbewusster aus der Kabine und konnten auch in der Offensive mehr Aktivität zeigen.  Auch die Körpersprache war deutlich positiver. Offenbar hatte die Ansprache von Heine die erhoffte Wirkung.  Trotz der sichtbaren Steigerung erzielte Marco Holz jedoch eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff den Siegtreffer für die Burghausener.

Konzentration auf das Sachsen-Derby

Das erste Spiel unter dem neuen Trainer ist missglückt. Grundlos baute der Chemnitzer FC einen verunsicherten Tabellenletzten wieder auf. Besonders im ersten Spielabschnitt konnten die Qualitäten nicht auf dem Platz umgesetzt werden. Es fehlte die letzte Entschlossenheit in vielen Zweikampfsituationen. Die notwendige Konsequenz im Torabschluss hat ebenfalls gefehlt. Ein eigenes Führungstor hätte in diesem Spiel ganz gewiss vieles einfacher gemacht. Trainer Heine muss bis zum kommenden Heimspiel gegen den sächsischen Rivalen RB Leipzig eine Mannschaft auf das Feld schicken, die von der ersten Minute an deutlich mehr Leidenschaft zeigen kann. Nach dem Sachsen-Derby gegen den Tabellenzweiten geht es zum weiteren Ostderby nach Erfurt. Danach folgt ein Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten SV Wehen Wiesbaden, ehe das Auswärtsspiel bei Holstein Kiel auf die Heine-Schützlinge wartet. Nach diesen Partien kann eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Ein Mutmacher bleibt: Es kann nur besser werden.

FOTO: Flohre Fotografie

 

   
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