Trainer-Wechsel beflügelt Sandhausen

Ausgerechnet jetzt – in der gerade aufblühenden Phase des SV Sandhausen – steht jenem ein Gegner gegenüber, den man in deren "türkischen Buttermilch"-Stadion noch nie bezwingen konnte: Den VfB Stuttgart II. Die bisherige Horrorbilanz bei den Ausflügen in den geizigen Teil unseres schönen Bundeslandes mit einer Ausbeute von 1 Pünktchen und einer Tordifferenz von 1:8 in den vergangenen 3 Jahren, lies Schlimmes erwarten, aber auch auf eine Überraschung hoffen.

Mannschaft nimmt den Kampf an

In der vergangenen Woche traten die Mannen von Gerd Dais gegen Saarbrücken außerordentlich beflügelt auf und hatten nun endlich den Kampf gegen den bedrohlichen Abstieg aufgenommen. Jene siegreiche Elf, die die Saarländer locker mit 3:1 nach Hause schickte, betrat nun auch am vergangenen Freitagabend im Stuttgarter Stadtteil Degerloch den Rasen.

Gilbo bringt Sandhausen früh in Führung

Von Beginn an beherzt bei der Sache, sollten es unsere Hardtwaldhelden den Schwaben schwer machen ihre bisherige ungeschlagene Serie zu halten. Der Drang aufs Tor von VfB-Schlussmann-Talent Bernd Leno war beachtlich. Die Gastgeber wussten nicht so recht wie ihnen geschah, als Kristjan Glibo sich ein Herz fasste und nach einer unruhigen Situation vorm Schwabenkasten nach bereits 10 Minuten mit seinem 1. Saisontor die verdiente Gästeführung herstellte. Weiterhin hatten die Sandhäuser binnen 2 Minuten gleich zwei Mal bereits den Torschrei auf den Lippen, mussten sich diesen aber verkneifen. Zunächst verfehlte Stuttgarts Lang knapp das eigene Gehäuse, dann verpasste Sandhausens Schulz eine Eckballhereingabe von Schauerte, mit der er die Führung kurz vor der Pause ein wenig hätte strecken können.

Mit 1:0 in die Pause

Mit einem glasklaren, aber dennoch zarten 1:0 zu ihren Gunsten traten die Badener den Kabinengang an. Da Gerd Dais in der Vergangenheit so oft die nahezu "perfekte zweite Halbzeit Inszenierung" auf die Beine stellte, war man guter Dinge, die Führung zu behaupten. Sandhausens Torhüter Ischdonat, der in den ersten 45 Minuten fast Wurzeln schlug, weil er kaum gefordert war, wurde in der darauffolgenden zweiten Spielhälfte von einem strammen Schuss ins linke obere Eck knallhart aus dem Land der Träume gerissen. Kein Problem für den reaktionsschnellen Routinier, der sich mit einer eleganten Flugeinlage aus der Affäre zog und die 0 festhielt.

Verfolger lassen federn

Der Offensivdrang der Sandhäuser geriet gegen Ende ein wenig in Vergessenheit. Da die Defensive jedoch wie auch in der Woche zuvor sehr kompakt stand und sich nicht in Bedrängnis bringen ließ, genügte das Tor vom Langzeitverletzten Glibo, der nun unter der Leitung von Trainer Dais offenkundig aufzublühen scheint und seine Leistung nicht zuletzt durch das Tor unterstrich. So riss man sich trotz schlechter Vorzeichen die 3 Punkte unter den Nagel und atmete sichtlich auf, als man am Samstagnachmittag noch immer den 15. Rang verzeichnen konnte, weil die Verfolger freundlicherweise nicht in Siegesstimmung waren.

FOTO: Nina Herzog

   

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