Toku-Zukunft offen: So plant Viktoria Berlin für die Regionalliga

Für Viktoria Berlin ist das Abenteuer 3. Liga nach nur einem Jahr schon wieder beendet. Nach dem sofortigen Wiederabstieg soll nun ein neuer Anlauf Richtung Profifußball genommen werden. liga3-online.de zeigt, wie die Himmelblauen planen.

Was wird aus Toku?

Trainer: Anfang März hatte Farat Toku von Aufstiegstrainer Benedetto Muzzicato übernommen, konnte den Abwärtstrend aber nicht stoppen. Die ernüchternde Bilanz nach zehn Spielen: Nur drei Siege und zwei Unentschieden. Immerhin führte der 42-Jährige die Viktoria ins Landespokal-Finale, wo es am Samstag gegen die VSG Altglienicke um den Einzug in den DFB-Pokal geht. Es könnte das letzte Spiel für Toku werden, zumal sein Vertrag am 30. Juni ausläuft. "Das Ziel war der Klassenerhalt. Den haben wir nicht geschafft. Ob wir mit ihm in die Regionalliga gehen, steht noch nicht fest. Da müssen wir noch reden", so Sportdirektor Rocco Teichmann in der "BZ". "Fakt ist aber auch, dass er im Übergang eine Mannschaft bekommen hat, die in einem schlechten Zustand war. Er hat sie stabilisiert."

Mannschaft: Nach dem sofortigen Wiederabstieg wird sich das Gesicht der Mannschaft im Sommer wohl deutlich verändern. Kimmo Hovi hat bereits beim VfB Lübeck unterschrieben, Bernd Nehrig beendet seine Karriere. Spieler wie Falcão, Jakob Lewald und Brooklyn Ezeh dürften nicht zu halten sein, während Kapitän Christoph Menz nach dem Spiel gegen Meppen einen Verbleib andeutete: "Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr weiterspielen werde – und dann sehen wir uns in zwei Jahren wieder."

Investor bleibt an Bord

Etat: Mit welchem Etat die Berliner für die kommende Regionalliga-Saison planen, steht noch nicht fest: "Ob wir ihn halbieren, kann man jetzt noch nicht sagen. Klar, es fehlen TV-Gelder. Aber wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und eine seriöse Planung machen", so Teichmann. Die gute Nachricht: Investor Zeljko Karajica bleibt an Bord: "Ich habe nichts Gegenteiliges gehört, im Gegenteil. Es waren in den letzten Wochen sehr positive Signale, trotz des drohenden Abstiegs."

Ziel: Auch wenn der Wiederaufstieg noch nicht als Ziel ausgerufen ist: Dass die Himmelblauen zurückwollen, ist kein Geheimnis – zumal sich für Investor Karajica in der Regionalliga kein Geld verdienen lässt. Teichmann kündigte am Samstag an: "Wir werden daran arbeiten, wieder schöne Geschichten zu schreiben. Das hat so viel Spaß gemacht, dass wir schon gerne mal wieder dran teilnehmen wollen." Die Konkurrenz in der Regionalliga Nordost ist mit Vereinen wie Carl Zeiss Jena, Energie Cottbus und dem Chemnitzer FC allerdings groß. Auch der BFC Dynamo würde, sollten die Berliner in der Relegation scheitern, in der kommenden Saison einen neuen Anlauf nehmen. Hinzukommt, dass der Meister auch in der neuen Spielzeit nicht direkt aufsteigt. Planen lässt sich der Aufstieg somit kaum.

   
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