Titz sieht Spieler nach Debakel gerüstet: "Die Köpfe sind oben"

Das 0:4-Debakel gegen den SC Verl beschäftigte den 1. FC Magdeburg auch einige Tage nach dem Spiel noch, mittlerweile ist die Partie jedoch abgehakt. Für das anstehende Auswärtsspiel beim formstarken SV Wehen Wiesbaden (Samstag, 14 Uhr) sieht Trainer Christian Titz seine Mannschaft gerüstet – auch dank einer teambildenden Maßnahme unter der Woche.

Tischfußball und Tischtennis

Keine Frage: An der herben Niederlagen hatten Spieler, Trainer und Fans des 1. FC Magdeburg gleichermaßen zu knabbern. Um die Köpfe frei zu bekommen, gewährte das Trainerteam der Mannschaft am Dienstag nach einer intensiven Video-Analyse am Montag einen freien Tag. Am Mittwoch stand dann eine teambildende Maßnahme auf dem Programm. Wie Titz auf der Pressekonferenz am Donnerstag berichtete, seien verschiedene Wettbewerbe ausgetragen worden – darunter Tischfußball und Tischtennis. Die Stimmung unter den Spielern sei "gut" und "angenehm" gewesen, so Titz. "Die Köpfe sind hochgegangen, die Lust ist zurück", sieht der FCM-Coach seine Mannschaft aus mentaler Sicht für das Spiel in Wiesbaden gerüstet.

Und fußballerisch? Zunächst sollen die frühe Gegentore verhindert werden: "Wir müssen von Beginn an die absolute Konzentration haben – das haben wir auch trainiert", sagte Titz und war überzeugt: "Wenn wir mit zunehmender Spieldauer die Null halten, werden wir automatisch zu mehr Offensivaktionen kommen und auch mehr Spielanteile haben." Einfach wird das gegen eine "enorm physisch starke Mannschaft", die die letzten vier Spiele allesamt gewonnen hat, aber nicht. "Es kommt vor allem darauf an, dass wir die Hereingabe aus dem Halbfeld gut verteidigen", hat Titz eine Stärke im Wiesbadener Spiel ausgemacht. Aus personeller Sicht kann der 49-Jährige wieder auf Alexander Bittroff (nach Prellung) setzen. Maximilian Franzke (Muskelverletzung), Dominik Erst (Muskelfaserriss im Schienbein), Dustin Bomheuer (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Luka Sliskovic (Aufbautraining nach Muskelverletzung) und Timo Perthel (Aufbautraining nach Knieverletzung) fehlen hingegen weiterhin.

"Wir werden es schaffen"

Am Mittwochabend hatte sich Titz zusammen mit Sportdirektor Otmar Schork derweil im Rahmen eines Fantalks fast zwei Stunden Zeit für die Anhänger genommen. "Es ist ganz wichtig, dass wir die Fans mitnehmen", erklärte der FCM-Coach und war von der großen Leidenschaft der Anhänger regelrecht angetan: "Diese Leute machen den Verein aus – das merkt auch die Mannschaft." Schork sieht es ähnlich: "Es ist toll, wie sehr unsere Fans sich mit uns identifizieren." Seine Kernbotschaft: "Ich bin fest überzeugt, dass wir die Klasse halten. Wir werden es schaffen", wird er im MDR zitiert.

Titz stellte sich bei dem Treffen vor seine Mannschaft: "Ich mag es nicht, wenn wir auf unsere Mannschaft so extrem losgehen. Ich werfe auch nicht die Flinte ins Korn, wenn wir zwei Spiele verloren haben." Das Gefühl einiger Fans, dass es der Mannschaft an Teamgeist fehlt, wies Titz zurück: "Das ganze Drumherum beschäftigt die Spieler, sie kriegen das von allen Seiten mit. Entscheidend ist, dass du vom Kopf her frei bist. Wir haben Qualität. Jetzt draufhauen, wäre das schlechteste." Vielmehr gelte es, die Qualität innerhalb der Mannschaft freizusetzen – aus FCM-Sicht am besten schon am Samstag. Denn weitere Auftritte wie den am letzten Sonntag kann sich Magdeburg nicht erlauben.

   
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