"Theorie und Bemühen sind da": Kauczinski zählt Steinkötter an
Einen schwierigen Stand hat Justin Steinkötter beim TSV 1860 München. Darauf ging auch Cheftrainer Markus Kauczinski kritisch ein, denn der Stürmer ist in Abwesenheit der Stammkräfte möglicherweise gefordert. Oder sucht der Fußballlehrer lieber eine andere Lösung?
"Im Training einfach nicht so überzeugt"
In der Regionalliga Südwest konnte Justin Steinkötter in der letzten Saison mit 26 Scorerpunkten glänzen. Im Trikot des TSV Steinbach Haiger erwies sich der Mittelstürmer als äußerst treffsicher, netzte 20 Mal ein. Ein Treffer fehlte ihm zur Torjägerkanone, aber die Rückkehr in die 3. Liga gelang mit einem Wechsel zu 1860 München. Dort sammelte Steinkötter bislang aber nur 146 Einsatzminuten in fünf Partien. Cheftrainer Markus Kauczinski legt gegenüber der "Merkur" den Finger in die Wunde: "Ich wünsche mir natürlich, dass Justin Steinkötter explodiert, dass da etwas kommt."
Kauczinski betont, dass er die Zahlen beim Mittelstürmer vermisst. "Die Theorie und sein Bemühen sind immer da, er hat in der 3. Liga jedoch noch keine Fußspuren hinterlassen", erklärt der 1860-Coach in aller Deutlichkeit. Das würde auch mit den Trainingsleistungen zusammenhängen: "Er hat in den Trainingseinheiten einfach nicht so überzeugt. In den Momenten, in denen man zeigen muss, dass man da ist." Der 55-Jährige zählt seinen Mittelstürmer ein, dabei wird Steinkötter in nächster Zeit womöglich mehr denn je gebraucht.
Wohl keine neuen Stürmer im Winter
Sigurd Haugen (Kieferbruch) und Florian Niederlechner (muskuläre Probleme) fallen aus. Neben Patrick Hobsch steht also noch Steinkötter als Alternative im Sturmzentrum bereit. Kauczinskis Forderung an den 26-Jährigen sind eindeutig: "Er ist da zu wechselhaft. Das weiß er auch. Er arbeitet daran." Reicht die Zeit bis zum Rückrunden-Start, um den Cheftrainer zu überzeugen?
Personell wird 1860 im Sturm wohl nicht nachlegen "Es ist kein Wunschkonzert. Wir pflücken uns hier einen Stürmer und hier einen Stürmer. Und in vier Wochen habe ich acht Stürmer", so Kauczinski. Entsprechend wird sich der 1860-Coach seine Gedanken um eine erfolgreiche Aufstellung im ersten Spiel am 17. Januar (Samstag, 14 Uhr) gegen Rot-Weiss Essen machen. Ob Steinkötter eine Option sein wird, ist offen.