SVS-Ärger: "Können nicht einfach zur Tagesordnung übergehen"

Trotz Führung kassierte der SV Sandhausen am Samstag beim 1:2 in Köln die erste Niederlage des neuen Jahres und verpasste es damit, weiter oben ranzurücken. Sportdirektor Matthias Imhof war im Anschluss an die Partie mächtig sauer und kündigte an, "nicht einfach zur Tagesordnung übergehen" zu wollen.

"Sehr enttäuschend"

Als Markus Pink in der 60. Minute die Führung für den SVS erzielte, deutete gegen formschwache Kölner, die die vergangenen vier Pflichtspiele allesamt verloren hatten, vieles auf den zweiten Sieg in Folge hin. Doch binnen zwei Minuten gab der Zweitliga-Absteiger die Partie anschließend aus der Hand und lag nur sechs Zeigerumdrehungen nach der Führung plötzlich hinten – sehr zur Enttäuschung von Trainer Jens Keller: "Wir hatten alles im Griff, spielen dann aber nicht mehr konsequent weiter, lassen die Räume auf, werden zweimal ausgekontert und verteidigen es sehr schlecht. Das darf uns nicht passieren und ist sehr enttäuschend."

Sein Team habe nicht die Energie auf den Platz gebracht, die es benötige, um als Sieger vom Platz zu gehen. "Das war nicht die Leistung, die ich erwartet habe. Wir haben gedacht, es geht von allein." Und das eine Woche nach dem historischen 6:3-Erfolg gegen Jahn Regensburg. Gleichzeitig monierte Keller, dass der bereits verwarnte Florian Engelhardt für ein taktisches Foul in der 41. Minute nicht vom Platz musste. "Das ist eine klare gelb-rote Karte. Wenn wir zehn gegen elf spielen, sieht es vielleicht anders aus."

"So dumm wie wir kann man sich nicht anstellen"

Die Niederlage daran festmachen wollten die Sandhäuser aber nicht. "Nach unserer Führung war Köln durch die Englische Woche stehend K. O. Warum wir den Gegner dann wieder aufbauen und keine Ordnung mehr im Spiel haben, ist für mich unverständlich", schimpfte Sportdirektor Matthias Imhof auf der Vereins-Homepage. Besonders ärgerlich: Weil Dresden und Ulm jeweils nur Unentschieden gespielt haben, hätte Sandhausen mit einem Sieg bis auf drei Zähler an den SSV heranrücken können. Selbst zum direkten Aufstiegsplatz hätten dann nur noch fünf Punkte gefehlt.

"Alle anderen Mannschaften spielen für uns – nur wir nicht. So dumm wie wir kann man sich nicht anstellen", übte Imhof harsche Kritik und kündigte an: "Das müssen wir besprechen und können jetzt nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. In dieser Liga wird einem nichts geschenkt, deshalb müssen wir bei jedem Spiel ans Limit gehen." Tim Knipping, der "pure Enttäuschung" verspürte, machte derweil klar: "Es geht darum jetzt nächste Woche eine Reaktion zu zeigen." Am Freitag spielt der SVS gegen Schlusslicht Freiburg II. Ein Sieg ist Pflicht, um oben dranzubleiben.

   
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