SV Babelsberg: Mit Konterfußball zum nächsten Sieg

Am Samstag um 14 Uhr empfängt der SV Babelsberg 03 die zweite Mannschaft des SV Werder Bremen zum 13.Spieltag der aktuellen Drittligasaison.  In der letzten Saison gelangen Dominik Stroh-Engel beide Tore zum souveränen 2:0 Heimerfolg über die Nordlichter. Die Bremer hatten am letzten Wochenende kein Nachholspiel zu bestreiten und somit zwei Wochen Spielpause. Ob es ein Vorteil oder Nachteil war, darf man am Sonnabend im Karli selbst überprüfen.

Erster Auswärtssieg am vergangenen Wochenende

Die Fans des FC Carl Zeiss dürften sich langsam dran gewöhnt haben, wieder ein Heimspiel zu verlieren. Nur ein Punkt aus den letzten fünf Heimspielen bewirkt die für Jenaer Verhältnisse obligatorische Trainerdiskussion. Für die Nulldreier war es der erste Auswärtssieg der Saison mit einer spielerisch ansprechenden Leistung. Die Mannschaft spielte auch nach eigener Führung nach vorn und wurde dafür belohnt. Eigentlich überfällige weitere Treffer wollten nach großen Konterchancen zwar nicht gelingen, aber durch die offensive Spielweise beschäftigte man den verunsicherten Gegner und ließ so wenige Chancen der Thüringer zu.

Markus Müller macht auf sich aufmerksam

Allenfalls eigene Konzentrationsmängel in der wieder neu formierten Abwehrreihe sorgten ab und zu für Gefahr vor Daniel Zachers Kasten. Die Abwehr wird wohl auch weiter das Sorgenkind bleiben, an der unser Jubiläumstrainer zu arbeiten hat, um die Mannschaft noch erfolgreicher zu machen. Verletzte und gesperrte Spieler im Defensivbereich und einige individuelle Fehler sorgen in manchen Spielszenen für entsprechend unnötiges Herzrasen bei Babelsberger Akteuren und Fans. Positives Herzrasen gibt es zum Glück auch zur Genüge, und dafür sorgt derzeit vor allem Stürmer Markus Müller, der durch Einsatzwillen, Laufbereitschaft und Torriecher glänzt. Dazu rückten in Jena immer wieder die offensiven Außen Anton Makarenko und Benjamin Kaufmann nach, und auch Sergej Evljuskin überzeugte in Jena erstmals seit seiner Verpflichtung mit seinem Offensivgeist. Bleibt zu hoffen, dass der Auswärtssieg nun weitere Kräfte frei setzt, um die nicht zu unterschätzende und sehr wichtige Aufgabe gegen Werder Bremen II zu meistern.

Zweitschwächste Offensive und Defensive der Liga

Die Bremer sind trotz ihrer Tabellensituation nicht zu unterschätzen, und scheinen sich nach Startschwierigkeiten als Mannschaft zu finden. Besonders die Offensive mit Thy, Wagner, Kroos, Trinks und Nagel kann jeden Gegner in Schwierigkeiten bringen, zumal sie im Gegensatz zur Abwehrkette schon länger zusammen spielen. Dennoch sind sie mit 8 Treffern die zweitschwächste Offensivmannschaft der Liga, was vielleicht auch an der mangelnden Aggressivität liegt. Bremen hat am wenigsten gelbe, rote und gelb/rote Karten der Liga. Das kann auch für Fairness und viel Laufbereitschaft sprechen, aber ein gesunder Mittelweg in Sachen Aggressivität könnte die Bremer vielleicht erfolgreicher machen. In jedem Fall hat man auch mit 20 Gegentreffern die zweitschwächste Defensive der Liga. Das lässt sich sicherlich mit dem Umbruch im Sommer erklären, da fast alle derzeit eingesetzten Defensivspieler neu zur Mannschaft gestoßen sind.

Babelsberg will den nächsten Dreier

Fazit: Ein nicht einfach zu bespielender Gegner erwartet die Nulldreier am Wochenende. Bremens U23 sieht zwar vom Tabellenstand her wie der Außenseiter aus, aber sie haben eine spielstarke Offensive mit Topstürmern, die schon im Profibereich und Jugendauswahlmannschaften bei großen Turnieren antraten. Ihre Qualitäten haben sie zuletzt auch auswärts gezeigt, denn in Unterhaching gewinnt sicher auch nicht jeder. Nulldrei ist also gewarnt. Da Bremen das Spiel aber auch nicht machen muss, wird es für Nulldrei darauf ankommen, gleich von Beginn an aggressiv die Bälle im Mittelfeld zu erobern und möglichst frühzeitig das Führungstor zu erzwingen. Dann sehen die Babelsberger Fans vielleicht in der Folge auch so sehenswerten Konterfußball der Nulldreier wie in Jena.

Allez les bleus

FOTO: Beate Wätzel (SV Babelsberg)

   
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