SVK-Keeper Redl blieb in drei von vier Spielen ohne Gegentor

Wie wichtig auch ein guter dritter Torhüter in einer Drittliga- Mannschaft sein kann, sieht man gerade bei den Stuttgarter Kickers. Die Rede ist von Mark-Patrick Redl. Der 21-Jährige profitiert dabei von den Verletzungen seiner Kontrahenten Markus Krauss (Ellenbogenverletzung) und Daniel Wagner (Kreuzbandanriss). So hat er es schon früher als geplant ins Kickers Tor geschafft, denn eigentlich sollte der Neuzugang von Hoffenheims zweiter Mannschaft erst mal in der U23 der Kickers (Oberliga) Spielpraxis sammeln. Doch auch aufgrund der U23-Regel saß er öfter mal bei den Profis auf der Bank. Nach der Verletzung von Stammkeeper Krauss im Heimspiel gegen Osnabrück am 25.Spieltag wurde er dann kurz vor der Halbzeit eingewechselt, und hielt den 1:0-Sieg der Blauen fest.

„Wir haben den Sieg heute unserem Torwart zu verdanken"

Trainer Horst Steffen entschied sich danach jedoch für Daniel Wagner, da er auch im Training den besseren Eindruck machte und unter ihm die klare Nummer zwei war. Redl musste sich wieder hinten anstellen, bekam aber seine Chance gegen Darmstadt, da sich Wagner einen Tag zuvor im Abschlusstraining einen Kreuzbandanriss zuzog. Redl spielte wieder zu Null und zeigte tolle Paraden. Im folgenden Spiel musste er beim 2:2 in Rostock erstmals hinter sich greifen, ehe er zum „Man of the Match“ gegen Saarbrücken avancierte. „Wir haben den Sieg heute unserem Torwart zu verdanken", lobte SVK-Trainer Horst Steffen seinen Keeper. Die Gäste aus Saarbrücken verzweifelten regelrecht an ihm: Marcel Ziemer und Rafael Korte liefen alleine auf das Kickers Tor zu, doch Redl parierte, ebenso stark wie bei Pezzonis Kopfball aus fünf Metern. Auch weitere Großchancen vereitelte der 21-jährige, der damit in vier Drittligaeinsätzen dreimal ohne Gegentor blieb. "Das Spiel lief heute natürlich optimal für mich, ich konnte mich auszeichnen und wir haben zu Null gespielt“, freute sich der 21-jährige nach dem Spiel.

Redl überrascht

Solche Erfolge machen ihn natürlich auch selbstbewusster. „Ich weiß was ich kann und will meine Chance hier nutzten, auch wenn mir die Verletzungen meiner Torwartkollegen natürlich auch etwas leidtun“, sagt er weiterhin. Sportdirektor Michael Zeyer ist positiv überrascht von der Leistung des Nachwuchskeepers. „So eine starke Leistung und Abgeklärtheit hätte ich von ihm nicht erwartet, das hat sich im Training nicht unbedingt angedeutet. Er ist für sein Alter schon erstaunlich souverän.“ Ähnlich sieht es auch Horst Steffen. „Im Training hat er auch mal den einen oder anderen haltbaren Ball reingelassen, er scheint einfach ein Wettbewerbstyp zu sein. Unter Druck bringt er Höchstleistung und wirkt erstaunlich souverän, auch im Spielaufbau.“ Redl überrascht also alle in Stuttgart und hat die Chance die gute Leistung auch in den kommenden Wochen zu bestätigen. In vier Ligaspielen dreimal ohne Gegentor, eine starke Bilanz für einen Keeper der eigentlich nur dritte Wahl ist.

FOTO: Sebastian Ahrens / rostock-fotos.de

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