Sturmschäden: MSV-Heimspiel gegen Meppen vor Absage

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Das Heimspiel des MSV Duisburg gegen den SV Meppen wird wohl nicht wie geplant am 31. August stattfinden können. Das teilten die Zebras am Donnerstagnachmittag mit. Grund dafür sind Sturmschäden am Tribünendach der Schauinsland-Reisen-Arena.

Schraubverbindungen "fortgeschritten korrodiert"

In vielen Teilen Deutschlands war es am vergangenen Wochenende stürmisch, auch in Duisburg blies der Wind kräftig – mit Folgen. Wie eine Überprüfung der Lichtstegplatten in der Schauinsland-Reisen-Arena nach Angaben des Vereins ergeben hat, stelle die Verschraubung der Unterkonstruktion der noch nicht entfernten Lichtstegplatten eine mögliche Gefahr dar. Damit wird das für Samstag, 31. August 2019, angesetzte Heimspiel der Zebras gegen den SV Meppen vermutlich nicht statt finden können, teilte die Stadionprojektgesellschaft mit.

"Nach dem schweren Wetter vom vergangenen Wochenende ist eine neuerliche Überprüfung der Lichtstegplatten-Konstruktion in Auftrag gegeben worden", erklärt Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadionprojektgesellschaft. "Heute wurde mir mitgeteilt, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist. Zum aktuellen Zeitpunkt muss ich davon ausgehen, dass das Spiel gegen den SV Meppen am 31.08.2019 in Duisburg abgesagt werden muss", so Broska weiter. Die mit der Durchführung der Kontrolle beauftragte Firma begründete, "dass die Schraubverbindung der Aluminium-Unterkonstruktion derart fortgeschritten korrodiert ist, dass die Schrauben nur noch locker in der Verbindung sitzen." Ein Herunterfallen der Schrauben könne nicht ausgeschlossen werden, heißt es.

Arbeiten wohl nach der Länderspielpause beendet

Bereits im Februar 2019 waren die Lichtstegplatten im Tribünendach über der Ost-Tribüne entfernt worden, damals hatten Gutachten ergeben, dass alle übrigen Teile der Dachkonstruktion der ab 2004 umgebauten Arena intakt sind. Über Hintergründe zu den jetzt aufgetretenen Mängeln will der MSV am Freitag im Rahmen einer Medienrunde informieren. Der Fanshop und die Geschäftsstelle des MSV seien von den aktuellen Maßnahmen nicht betroffen, ließ der Verein verlauten.

Die Stadionprojektgesellschaft geht aktuell davon aus, dass alle Arbeiten nach der Länderspielpause Anfang September 2019 abgeschlossen sein werden und damit die Austragung des Heimspiels gegen den TSV 1860 München (Samstag, 21. September 2019, 14 Uhr) nicht gefährdet ist. DFB und Verein prüfen nun gemeinsam, ob die Partie verlegt werden muss oder zum vorgesehenen Termin an einem Ausweichstandort durchgeführt werden kann. Auch der SV Meppen ist informiert. Über das weitere Vorgehen soll "so zügig wie möglich entschieden werden", teilte der DFB mit. Ein Tausch des Heimrechts ist unterdessen nicht möglich, weil dadurch in den Wettbewerb eingegriffen werden würde, hieß es auf Anfrage.

   
  • Phillip

    Ich frage mich immer wieder, wozu Vereine dann ein Ausweichsstadion angeben müssen, wenn diese Option nie gezogen wird.

liga3-online.de