Strittige Szenen am 15. Spieltag: Die Analyse von Babak Rafati

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Die Elfmeter für 1860, Halle und Meppen, der nicht gegebene Treffer für 1860, die verwehrten Elfmeter für 1860, Rostock, Würzburg und Lotte, das 1:1 von Rostock, das 1:0 von Osnabrück, der Platzverweis gegen Sauerland und die nicht geahndeten Foulspiele von Frick und Scheidhauer. Am 15. Spieltag hat sich Ex-FIFA-Schiedsrichter Babak Rafati für liga3-online.de 14 Szenen genauer angeschaut.

Hintergrund: Babak Rafati war viele Jahre Bundesliga & FIFA Schiedsrichter. Insgesamt leitete der heute 48-Jährige 84 Erst-, 102 Zweit-, 13 Drittliga- und zahlreiche internationale Spiele. Exklusiv für liga3-online.de analysiert der erfahrene Schiedsrichter jeden Spieltag die strittigen Szenen, die durch die Redaktion im Vorfeld ausgewählt werden. Zudem ist er Kolumnist und TV-Experte für Bundesliga-Spiele. Im Hauptberuf ist Rafati heute Mentalcoach für Profifußballer und Manager sowie ein viel gefragter Referent in der freien Wirtschaft, u.a. bei DAX-Unternehmen zum Thema Stressmanagement und Motivation (www.babak-rafati.de).

Szene 1: Nach einem Trikotzupfer von Toni Lindenhahn (Hallescher FC) an Adriano Grimaldi (1860 München) geht der Löwen-Angreifer im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Justus Zorn gibt Elfmeter für 1860, zudem sieht Lindehahn glatt Rot. Beim Elfmeter läuft Washausen anschließend zu früh in den Strafraum. [TV-Bilder – ab Minute 0:30]

Babak Rafati: Bei diesem Laufduell im Strafraum reicht der Einsatz von Lindenhahn im Oberkörperbereich durch ein leichtes Zupfen gegen Grimaldi nicht für einen Strafstoß aus. Jedoch stellt Lindenhahn ihm unmittelbar danach im Fußbereich (wenn auch unabsichtlich) ein Bein, bringt Grimaldi dadurch zu Fall und hindert ihn am Weiterlaufen. Das Beinstellen ist somit das entscheidende Foulspiel – auch, wenn dies unabsichtlich geschieht. Somit ist die Strafstoßentscheidung absolut berechtigt.

Da das Vergehen des Beinstellens allerdings im Kampf um den Ball erfolgt, schreibt die Regel eine gelbe Karte vor, da die Aktion nicht dem Gegenspieler galt. Somit ist die rote Karte eine Fehlentscheidung. Ein Platzverweis wäre dann angebracht, wenn das Festhalten das entscheidende Foulspiel gewesen wäre, weil dann die Aktion nur gegen den Gegenspieler und nicht dem Ball gerichtet wäre.

Bei Strafstößen laufen Spieler häufig zu früh in den Strafraum, was von Schiedsrichtern aber ignoriert wird. In diesem Fall laufen Spieler beider Mannschaften zu früh in den Strafraum, sodass regeltechnisch eine Wiederholung des Strafstoßes hätte angeordnet werden müssen.

Szene 2: Braydon Manu (Hallescher FC) nimmt einen Kontakt von Eric Weeger (1860 München) an, Zorn entscheidet erneut auf Elfmeter. [TV-Bilder – ab Minute 1:35]

Babak Rafati: Der Schiedsrichter steht sehr günstig, hat einen freien Blick zum Zweikampf und sieht, wie Manu sich den Ball an der Strafraumgrenze vorlegt und in den Strafraum eindringen will. Weeger will Manu nur stellen, bemerkt dabei jedoch, dass Manu auf ihn zuläuft, will in der Folge kein Risiko eingehen und zieht sein Bein zurück. Es kann sein, dass es im Bewegungsablauf zu einem ganz leichten Kontakt kommt, jedoch würde dieser nicht ausreichen, um zu Fall zu kommen – und das auch noch so spektakulär. Manu nimmt die Gelegenheit dankend an und kommt theatralisch zu Fall. Das ist natürlich kein Foulspiel, sondern eine Schwalbe. Hier hätte es eine gelbe Karte gegen Manu und einen indirekten Freistoß für 1860 München wegen einer Unsportlichkeit geben müssen. Somit eine Fehlentscheidung.

Szene 3: Nach einer Vorlage von Sascha Mölders erzielt Philipp Steinhart das 1:1 für den TSV 1860. Der Schiedsrichter entscheidet jedoch auf Abseits und gibt den Treffer nicht. [TV-Bilder – ab Minute 2:15]

Babak Rafati: Zum Zeitpunkt des Abspiels von Mölders steht Steinhart deutlich nicht im Abseits, der Assistent zeigt trotzdem eine Abseitsposition an. Allerdings etwas zeitverzögert, was oftmals im Ergebnis falsch ist, wenn es nur diese eine Szene zu bewerten gibt und nicht noch andere Spieler involviert sind. Das ist meist auf die wenig Erfahrung zurückzuführen. Eine Fehlentscheidung, den Treffer für 1860 nicht anzuerkennen, da kein Abseits vorgelegen hat.

Szene 4: HFC-Keeper Kai Eisele fängt einen langen Ball ab und trifft Stefan Lex (1860 München) dabei im Gesicht. Zum dritten Mal an diesem Tag gibt es Elfmeter. [TV-Bilder – ab Minute 2:50]

Babak Rafati: Eine Szene, die in dieser Form fast nie zu sehen ist und somit immer für Diskussionen sorgen wird, unabhängig davon wie entschieden wird. Es hat sich eingebürgert, dass die Torhüter den Ball in der Luft mit angezogenem Knie abfangen. Oftmals traut sich kein Stürmer dorthin zu gehen. Mit dieser Spielweise lernen die Torhüter schon in der Jugend den Gegenspieler vom Leib zu halten und sich in "ihrem Raum" Respekt beim Gegner zu verschaffen. Man kann das mit dem Ellenbogen-Einsatz in Kopfballduellen bei Feldspielern vergleichen, der auch nur eingesetzt wird, um den Gegner auf Distanz zu halten und sich den entscheidenden Vorteil zum Ball zu verschaffen. Das Knie des Torhüters hat aber dort nichts zu suchen, genauso wie der Ellenbogen des Feldspielers, wenn man sauber im Zweikampf zum Ball gehen will.

In dieser Szene sieht Lex nicht, dass Eisele mit angezogenem Knie aus seinem Tor herausläuft. Auch wenn Eisele den Angreifer natürlich nicht bewusst im Gesicht treffen will, nimmt er den folgenden Kontakt dennoch billigend in Kauf, sodass dieses Vergehen rücksichtslos und letztlich ein Foulspiel ist. Eine vollkommen richtige Entscheidung, einen Strafstoß zu geben und den Torhüter zusätzlich dafür die gelbe Karte zu zeigen.

Szene 5: Efkan Bekiroglu (1860 München) bringt eine Flanke in den Strafraum, Bentley Baxter Bahn (Hallescher FC) springt hoch und wehrt diese mit dem Arm ab. Kein Elfmeter, sagt der Schiedsrichter. [TV-Bilder – ab Minute 1:51:30]

Babak Rafati: Bahn springt nach einer Flanke von Bekiroglu im eigenen Strafraum zum Ball hoch, spreizt seinen Arm weit weg vom Körper und wehrt den Ball in Torwartmanier zur Ecke ab. Diese Armhaltung ist unnatürlich, dient nur zur Vergrößerung der Körperfläche und ist ein eindeutiges sowie klassisches Handspiel. Der Assistent hat eine sehr gute Sicht auf diesen Vorgang und muss den Schiedsrichter unbedingt unterstützen und das Handspiel anzeigen. Ein klares Handspiel und somit eine klare Fehlentscheidung, weiterspielen zu lassen und keinen Strafstoß für 1860 sowie keine gelbe Karte gegen Bahn zu geben.

 

Szene 6: Bei einem Duell mit Merveille Biankadi (Hansa Rostock) kommt Lauterns Dominik Schad zu Fall. Schiedsrichter Oliver Lossius entscheidet auf Schwalbe und lässt das Spiel weiterlaufen, Sekunden später trifft Rostock zum 1:1. [TV-Bilder – ab Minute 1:05]

Babak Rafati: Bei diesem Laufduell geht alles mit korrekten Mitteln zu, da sich Biankadi nur zum Ball orientiert und sich diesen erkämpft, ohne dabei Schad zu foulen. Schad kommt selbst ein wenig aus der Balance, verliert den Halt – wahrscheinlich weil er zuvor in den Boden tritt – und kommt anschließend zu Fall. Eine richtige Entscheidung, diesen Zweikampf laufen zu lassen und den anschließenden Treffer für Rostock anzuerkennen.

Szene 7: Nach einer Flanke von Marcel Hilßner bringt Del-Angelo Williams (Hansa Rostock) den Ball per Kopf auf das Tor, Lukas Gottwalt (1. FC Kaiserslautern) wehrt das Spielgerät dabei mit der Hand ab. Kein Elfmeter, sagt Oliver Lossius. [TV-Bilder – ab Minute 1:51:00]

Babak Rafati: Gottwalt nimmt aktiv den Arm zur Seite, um den geköpften Ball von Angelo Williams zu blocken, was ihm auch gelingt. Die Hand hat dort allerdings nichts zu suchen, der Arm wird zur Vergrößerung der Körperfläche eingesetzt, sodass es einen Strafstoß für Rostock sowie eine gelbe Karte gegen Gottwalt hätte geben müssen. Somit liegt eine Fehlentscheidung vor, in dieser Szene weiterspielen zu lassen.

 

Szene 8: David Sauerland (Eintracht Braunschweig) revanchiert sich für ein Foul an Tanju Öztürk (KFC Uerdingen) und sieht von Schiedsrichter Tobias Fritsch nach einem leichten Schubser glatt Rot. [TV-Bilder – ab Minute 3:20]

Babak Rafati: Sauerland ärgert sich vermutlich darüber, dass er keinen Freistoß bekommt, steht auf und rempelt Öztürk mit der Hand ganz leicht gegen die Schulter. Dieser lässt sich theatralisch und wie vom Blitz getroffen fallen und der Schiedsrichter wiederrum fällt darauf herein. Das ist maximal eine Unsportlichkeit und keinesfalls eine Tätlichkeit, sodass, wenn überhaupt, eine gelbe Karte möglich gewesen wäre. Die rote Karte ist eine klare Fehlentscheidung, wobei Öztürks Verhalten auf dem Platz, sich derartig fallen zu lassen, nichts zu suchen hat.

 

Szene 9: Einen abgefälschten Schuss von Luka Tankulic (SV Meppen) bekommt Marco Thiede (Karlsruher SC) im Strafraum an die Hand, Schiedsrichter Mitja Stegemann gibt Elfmeter für Meppen. [TV-Bilder – ab Minute 2:30]

Babak Rafati: Der erste Eindruck des Schiedsrichters, nicht pfeifen zu wollen, ist richtig. Im zweiten Moment ändert er, warum auch immer, seine Meinung und pfeift doch noch Strafstoß, obwohl das Handspiel von Thiede völlig unbeabsichtigt erfolgt und er in dieser kurzen Reaktionszeit, auch aufgrund der kurzen Distanz, die Hand gar nicht mehr wegziehen kann – zumal die Hand eine natürliche Haltung einnimmt. Eine Fehlentscheidung, hierbei auf strafbares Handspiel und folglich Strafstoß für Meppen zu entscheiden.

 

Szene 10: Nach einer Ecke trifft Marc Heider zum 1:0 für Osnabrück. Aalens Torhüter Daniel Bernhardt moniert, dass Felix Agu ihn behindert haben soll. Schiedsrichter Alexander Sather gibt den Treffer dennoch. [TV-Bilder – ab Minute 1:40]

Babak Rafati: Agu steht bei einer eigenen Ecke im Fünfmeterraum nur in Position und verhält sich korrekt. Bernhardt läuft selbst etwas in Agu hinein und verschätzt sich beim Rauslaufen, sodass beide leicht mit der Schulter zusammenprallen. Der Torhüter ist wie ein Feldspieler zu behandeln und daher ist das ein korrekter Zweikampf. Anders wäre der Sachverhalt, wenn der Torhüter den Ball in Händen halten würde. Eine richtige Entscheidung, den Treffer für Osnabrück anzuerkennen.

 

Szene 11: Im Mittelfeld wird Daniel Hägele (Würzburger Kickers) von Davy Frick (FSV Zwickau) gefoult, Schiedsrichter Arne Aarnink lässt das Spiel weiterlaufen. Kurz danach fällt das 1:0 für Zwickau. [TV-Bilder – ab Minute 0:35]

Babak Rafati: Nach einem normalen Foulspiel von Frick an Hägele entscheidet der Schiedsrichter auf Vorteil, da Würzburg unbedrängt in Ballbesitz bleibt, wenngleich sie den Ball ein paar Sekunden später im Mittelfeld an den Gegner verlieren. Das kann man so machen und somit ist die Vorteilsanwendung durch den Schiedsrichter angemessen gewesen.

Szene 12: Dominic Baumann (Würzburger Kickers) wird von Julius Reinhardt im Strafraum zu Fall gebracht, einen Elfmeter gibt Aarnink nicht. [TV-Bilder – ab Minute 3:20]

Babak Rafati: Der Schiedsrichter hat einen guten Blick auf das Geschehen im Zwickauer Strafraum. Baumann will an Reinhardt vorbeilaufen, doch dieser trifft ihn klar mit dem Fuß am Standbein und bringt ihn dadurch zu Fall. Das ist ein Foulspiel und hätte einen Strafstoß für Würzburg geben müssen. Somit eine Fehlentscheidung.

 

Szene 13: Nach einem Foul von José-Junior Matuwila (Energie Cottbus) an Sinan Karweina (Sportfreunde Lotte) fordern die Gäste einen Elfmeter, diesen gibt Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus jedoch nicht. [TV-Bilder – ab Minute 0:35]

Babak Rafati: Matuwila verliert den Zweikampf im eigenen Strafraum und als Karweina sich den Ball an ihm vorbeilegt und an ihm vorbeilaufen will, nimmt Matuwila das Bein hoch und trifft ihn, sodass dieser zu Fall kommt. Das ist ein klares Foulspiel und hätte einen Strafstoß für Lotte geben müssen. Hierbei wäre es auch wünschenswert, dass der Assistent, der gute und freie Sicht hat, die Schiedsrichterin unterstützt bzw. überstimmt, da zweifelsfrei eine Fehlentscheidung vorliegt.

Szene 14: Für ein Foul an Sinan Karweina (Sportfreunde Lotte) sieht Kevin Scheidhauer (Energie Cottbus) nur Gelb. [TV-Bilder – ab Minute 2:55]

Babak Rafati: Die Schiedsrichterin hat eigentlich einen optimalen Blick zum Zweikampf und sieht, dass Scheidhauer im Mittelfeld seinem Gegenspieler Karweina mit voller Dynamik folgt und anschließend mit einer Grätsche auf dessen Knöchelhöhe trifft und klar abräumt. Das ist brutales Spiel und gefährdet die Gesundheit des Gegenspielers. Da gibt es nur eine Entscheidung, nämlich die rote Karte. Eine Fehlentscheidung, hier nur Gelb zu zeigen.

   
  • Phillip

    Szene 11 bei WFV gegen FSV ist auch kein Elfmeter. WIe schreibt Hr. Rafati oftmals: Nicht jeder Kontakt im Strafraum ist auch gleich Elfmeter. Baumann kriegt den leichten Tritt ab, ohne Frage, aber dashindert ihn weder am weiterlaufen, noch muss er nicht so spektakulär abspringen.

  • Philipp Schramm

    Sehr geehrter Herr Rafati.

    Ich stimme Ihnen in 2 Szenen über die Elfmeter im Spiel 1860 – HFC nicht zu.

    Szene 1: Lindenhahn erwischt Grimaldi überhaupt nicht am Fuß, Grimaldi stolpert über seine eigenen Füße.

    Szene 4 Lex ist selbst Schuld, schließlich läuft er in Eisele hinein und nicht umgekehrt.

    Folglich sind beide Elfmeter aus meiner Sicht unberechtigt.

    • Sechzga

      so ein Schmarrn….
      schau dir das Foul zum 1. Elfer noch mal an…für mich war das Halten schon viel klarer, als es Rafati beschreibt und im Stadion auch klar zu sehen..dadurch kam es zu einem Ruck mit Körperdrehung bei Grimaldi mit anschließend klaren Treffen am Fuß, was vermutlich nicht beabsichtigt war.

      zum 2. Elfmeter für Sechzig: du meinst also allen Ernstes der Stürmer läuft sehenden Auges in das Knie des Torwarts und geht freiwillig ko?
      Nein das tut er nicht, denn er orientiert sich nämlich genau wie der Torwart zum Ball. Der Torwart sieht seinen Gegenspieler , der Stürmer ahnt nur, dass der Torwart kommt und muss sich darauf verlassen, dass der nicht mit angezogenem Knie daherkommt.

      Das Foul erinnerte mich stark an jenes von Schumacher gegen den Franzosen im WM-Halbfinale und der Hallenser Tw kann froh sein, dass sich Lex nicht wesentlich schwerer verletzte.

      • Doppelherz

        Fakt ist doch aber…Eisele ist eindeutig der erste am Ort des Geschehens und Lex läuft einfach durch! Das angezogene Knie ist halt so eine Sache für sich! Versuche doch mal hoch zu springen mit zwei gestreckten Beinen…geht schlecht, allerdings nimmt man Verletzungen irgendwie auch in Kauf…Zwiespalt! Nur gut, dass es 1:1 ausgegangen ist…?

      • Sechzga

        @Dopppeherz: na ja…das ist doch Torwartschule der neueren Art, dass die Torhüter sich Angreifer mit angezogenen Knien von sich halten wollen. Genau das spricht doch Rafati an. In früheren Jahren ist nicht ein Torwart so durch die Gegend gesprungen (um den Gegner zu verletzen.)

        Die Argumentation mit dem Ellbogen im Feldspiel ist doch die genau gleiche. Du brauchst den Arm um hochzuspringen, aber du musst ihn deswegen noch
        lange nicht in den Gegner rammen. Das ist einfach Foul- Punkt.

        Mal der Blick zu anderen Sportarten würde auch nicht schaden:

        zb gibts beim Handball den Sprungwurf fast immer im direkten Körperkontakt mit dem Gegenspieler. Dort ist es selbstverständlich verboten mit dem Knie in den Gegner zu springen. Das wird sofort abgepfiffen. Du kannst dein Schwungbein nämlich auch in eine andere Richtung ziehen als geradewegs in den Gegner. Solche Situationen kommen dort quasi minütlich vor. Im Basketball ist es ähnlich.

        p.s auf den Schmarrn durch die rote Brille vom Schramm geh ich nicht mehr ein, der ist eh nur auf Krawall aus, wie seine 1500 Freunde, die sich sowohl im Stadion als auch außerhalb unterirdisch benommen haben.

      • Sterneneisen

        Dein letzter Absatz disqualifiziert dich zu 100%. Auf Krawall bist nur du aus.

        Eisele war zuerst am Ball & zum Springen braucht er nun einmal die Beine. Wer da was anderes sieht, sollte zum Augenarzt. Alles in allem war es ein unglücklicher Zusammenstoß, aber am Ende regelkonform, egal was Herr Rafati sagt. Gab schon ganz andere Situationen, die nicht zum Pfiff führten weil zuerst am Ball; bspw. Neuers Faustklärung gegen den argentinischen Stürmer (Aguero?) 2014.

      • Sechzga

        @Sterneisen:genau wie die Ellbogenchecks sehr lange "unglückliche" Zusammenstöße waren, bevor sie schärfstens sanktioniert wurden als das was sie sind, nämlich harte, böse Fouls. Heutzutage wird das allgemein anerkannt. In der Anfangsphase wurde das auch diffamiert mit Sätzen wie : Springen ohne Arm, wie soll das gehn? das war ein unglücklicher Zusammenprall, leider wurde dem andern dabei das Gesicht zertrümmert etc….

        Noch mal ganz langsam für dich: es ist unerheblich, ob der Eisele zuerst am Ball war. Er darf zum Fangen des Balls nicht seine Knie nach vorne ziehen, wenn da ein Gegenspieler ist (um sich "zu schützen."). Das ist Foul.

        Im Übrigen ist es auch eine unnatürliche Bewegung, beim Ballfangen mit den Füßen voraus zuspringen. Die normale Bewegung wäre , dass man in einem solchen Fall Meter nach vorn macht und sich nach dem Ball hechtet. Wenn es dann trotzdem kracht, wäre es auch kein Foul.
        (aber es passiert mit größerer Wahrscheinlichkeit auch nix!)

        Wenn du ehrlich bist, wird und wurde das Knieanziehen den Torhütern die letzten Jahre beigebracht. Genau das ist eben lt Rafati falsch. Zumal außerhalb des 5m Raums, in dem der Torhüter keine Sonderrechte mehr hat.

        Wenn ein Feldspieler so mit dem Knie voraus in seinen Gegenspieler reinspringt um zb einen Kopfball zu machen, ist es auch ein klares Foul,

        @Schramm: dann schau dir das Spiel oder die Zusammenfassung im BR an oder in der ARD(Sportschau). Da hat niemand Zweifel, dass es quasi ein doppeltes Foul an Grimaldi war (nämlich zuerst Zupfen/Halten und dann mehr oder weniger unabsichtlicher Fusstritt). In Natura sieht man das einfach besser (3D) als durch die Kamera. Selbst die Hallenser regen sich doch nicht über den Elfer auf, sondern über die doppelte Bestrafung, wobei ich eher beim Zupfen/Halten bin und dann die rote Karte sehr wohl vertretbar ist, weil es dem Hallenser eben nicht um den Ball ging.

      • Friedrich Herschel

        Der Torwart hat auch innerhalb des 5m-Raums keine Sonderrechte (mehr). Schon seit Jahren. Der Torwart genießt nur besonderen Schutz, wenn er (natürlich im Strafraum) den Ball mit der Hand spielt, weil er da eben besonders verletzungsgefährdet wäre, wenn die anderen Spieler weiter mit Füßen nach dem Ball treten dürften. Im Luftzweikampf darf er aber (egal wo, auch im 5m-Raum) "korrekt gerempelt" werden, er gilt da als normaler Spieler. Folglich kann es für den TW auch kein Sonderrecht zum "Selbstschutz" geben.

      • Philipp Schramm

        @Sechzga

        Ich habe das komplette Spiel im Fernsehen gesehen + die Zusammenfassung bei Sport im Osten (MDR).

        Schau dir die Szene mit Lindenhahn nochmal genau an. Lindenhahn will nach Grimaldi packen, unbestritten. Bekommt ihn aber NICHT zu fassen. Der Fall von Grimaldi ist ihm selbst geschuldet, weil er sich ungeschickt beim Laufen angestellt hat und dadurch über seine eigenen Füße stolpert. Lindenhahn’s Beine waren nicht mal in der Nähe von Grimaldi, als er gefallen ist.

      • weihnachtsmann

        Es war Higuain ;-)

      • Philipp Schramm

        Das hat überhaupt nichts mit "roter" Brille zu tuen. Anscheinend habe ich mir die entsprechenden Szenen mehrfach angesehen, bevor ich mir ein Urteil erlaube.
        Im Übrigen war ich gar nicht im Stadion in München, sondern habe mir das Spiel im MDR-Fernsehen angesehen.
        Soviel zu deinen "Krawallmachern".
        Im Übrigen bin ich gegen jede Art von Gewalt in Sachen Sport, ebenso wie ich gegen jegliche Pyrotechnik in- und außerhalb von Stadien bin.
        Deshalb auch meine Meinung, das die Strafen seitens des DFB noch viel zu gering sind und ich auch dafür bin, Blocksperren und "Geisterspiele" wieder einzuführen.

      • Kunde

        Du wünscht den Leuten aber auch schon mal das sie den Wasserwerfer abbekommen oder Verbrennungen erleiden. Schon ein wenig schizophren von dir…

      • Phillip

        Das HFC-Fans auswärts nicht zum ersten Mal auffällig asozial sind, sollte auch für dich keine Neuigkeit sein.

      • weihnachtsmann

        Sagt dir das Wort heterogen was? Wenn nicht – einfach mal googeln.
        Hilft, wenn man über Pauschalisierungen nicht hinaus kommt.

      • Daniel M.

        Dein letzter Satz ist absoluter Unsinn!

        Der Rest wenigstens diskussionswürdig.

      • Phillip

        Du weißt aber schon, dass beim Sprungwurf im Handball ein ganz anderer Bewegungsablauf durchgeführt wird, als der des Torwarts beim Runterpflücken eines Balles? Wer im Handball beim Sprungwurf das Knie nach vorne zieht, will gar kein Tor werfen…
        Ich bin hier auch bei Schrammi.

      • Philipp Schramm

        Ich würde sagen, du besorgst dir mal eine Brille. "Linde" hat Grimaldi gar zu fassen bekommen und Grimaldi stolpert über seine eigenen Füße.

      • weihnachtsmann

        Was sollte denn Eisele machen? Wegbleiben?
        Wohl kaum.
        Das ist für Lex natürlich extrem unglücklich gelaufen. Aber Eisele kann man da keinen Vorwurf machen. Er macht das, was ein Keeper tun muss. Und wäre es nicht das Knie gewesen, dann wäre er ihm gegen das Bein gelaufen.
        Zum Foul an Grimaldi: Toni hält ihn am Arm, bekommt ihn aber nicht zu fassen, lässt dann wieder los. Dann läuft Grimaldi noch ein paar Schritte und fällt über seine eigenen Füsse. Von Toni gibt es da unten keinerlei Berührung.
        Allerdings kann man den Elfer geben, klar.

    • Oliver Marc Griss

      Fielmann?

      • Philipp Schramm

        Am besten mehrmals ansehen, dann sieht man auch die "Details".

    • Kunde

      Lex orientiert sich doch nur zum Ball, der einzige der alle Spieler im Blick hat ist Eisele. Eisele hätte Lex damit den Schädel brechen können…gleiche Szene zwischen zwei Feldspielern und der wäre mit roter Karte und mind. 2 Spielen Sperre vom Platz geflogen. Das Anziehen des Knies ist eine Unsitte.

  • Robert

    Hoffentlich liest Sportsmann und Fairplay-Größe Frontzeck mit… Möglicherweise kommt er dann zur Besinnung!

    • Stjärna

      Ich glaube, der hat eher versucht, so seinen Job zu retten. Vielleicht drücken die Verantwortlichen ja noch mal ein Auge zu, wenn der Schiri Schuld ist.

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