Strittige Elfmeter bei Jena gegen Magdeburg: Das sagt Rafati

Innerhalb von sieben Minuten gab Schiedsrichter Tobias Reichel am Dienstagabend beim Nachholspiel zwischen Carl Zeiss Jena und dem 1. FC Magdeburg gleich zwei Elfmeter für den FCM – es waren jeweils strittigen Entscheidungen. Wie liga3-online.de-Experte Babak Rafati die Szenen bewertet.


Szene 1: Costly (Marcel Magdeburg) will einen langen Ball erlaufen und geht im Strafraum nach einem Kontakt von Matthias Kühne (Carl Zeiss Jena) zu Fall. Elfmeter für Magdeburg. [TV-Bilder – ab Minute 0:40]

Babak Rafati: Der Schiedsrichter steht gut und hat freien Blick zum Laufduell. Kühne kommt mit Costly fußballtypisch in Kontakt und schiebt ihn sehr leicht mit dem Arm. Solche Schieber und Kontakte sieht man im Spiel häufiger, daher ist dieser Einsatz weder regelwidrig, noch ausreichend, um auf Foulspiel zu entscheiden. Der Angreifer nimmt den leichten Kontakt dankend an und kommt zu Fall. Weiterspielen wäre die richtige Entscheidung gewesen. Somit liegt eine Fehlentscheidung vor.

Szene 2: Erneut kommt Marcel Costly (1. FC Magdeburg) im Strafraum zu Fall, dieses Mal nach einem Trikot-Zupfer von Guillaume Cros (Carl Zeiss Jena). Wieder gibt es Elfmeter für Magdeburg. [TV-Bilder – ab Minute 1:40]

Babak Rafati: Diese Aktion ist klarer als die vorherige Szene. Cros hält Costly kurz und ansatzlos am Arm fest und reißt ihn dadurch im eigenen Strafraum zu Boden. In dieser Situation einen Strafstoß zu verhängen, ist eine richtige Entscheidung vom Schiedsrichter.

 

   
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