Stehplatz-Abschaffung doch schon längst beschlossen ?

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Nach Informationen der Vereinigung "Rot-Schwarze Hilfe" ist die Abschaffung der Stehplätze in deutschen Stadien bereits beschlossene Sache. So soll der DFB-Präsident Wolfagng Niersbach, wenn es wieder zu Zwischenfällen kommen sollte, von der Politik entsprechend harte Gesetze fordern und diese dann umsetzen. Was vor einigen Wochen noch unvorstellbar schien, nämlich die Abschaffung der Stehplätze, wird nun immer konkreter. Wie die Seite "rot-schwarze-hilfe.de" aus zuverlässiger Quelle zu berichten weiß, gibt es beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) einen Masterplan, wie das Stehplatzverbot in den oberen Ligen umgesetzt werden soll. Dabei sollen der DFB in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung –  hauptsächlich in der Person des Innenministers Hans-Peter Friedrich (CSU) – eng zusammenarbeiten, um eine Gesetzesgrundlage zu schaffen und das Verbot ohne großes Aufsehen durchzusetzen.

Hilfe der Bundesregierung?

DFB-Präsident Niersbach wolle nun noch zwei bis drei Aktionen aus der Ultra-Szene abwarten und dann an die  schwarz-gelbe Bundesregierung herantreten. Diese solle dann mit Nachdruck die Abschaffung der Stehplätze, und die Einführung von Sitzplatz-Arenen fordern. Es ist damit zu rechnen, dass entweder ein gesetzliches Verbot ausgesprochen werden soll oder der DFB sich selbst dazu verpflichtet, um eine Art „Fußballgesetz“ zu vermeiden. Der DFB-Präsident wäre dann der Erfüllungsgehilfe der Bundesregierung und könnte sich gegen die aufflammende Kritik unter Verweis auf die politische Entscheidung, die der DFB selbst provoziert hat, verteidigen.

"Die Fans haben es selbst in der Hand"

Dass diese Informationen sehr zutreffend scheinen, wird auch deutlich in dem Interview der "Märkischen Allgemeinen", in dem der CSU-Politiker  Friedrich andeutet, dass die Fans „…es selbst in der Hand hätten…“ Glaubt man aber nun Gunter A. Pilz, Soziologe und Fanforscher, der im  Böllerwerfer-Prozess vor dem Landgericht Osnabrück als Sachverständiger zum Thema "Fankultur und Pyrotechnik in Deutschland und Italien" referierte und von der "Münsterschen Zeitung" interviewt wurde, so gab es- wie den meisten Fans bekannt ist- den Einsatz von Bengalos & Co auch schon vor 20 Jahren. Was aber wirklich interessant ist, ist, dass der Soziologe auch sagt, das Zünden von Pyrotechnik käme aktuell immer seltener vor. Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze noch entwickeln wird, aber man muss auch damit rechnen, dass, wenn man wieder über die Köpfe der Fans hinweg entscheidet, es zu Trotzreaktionen kommt und mit Absicht mehr gezündet wird, oder im schlimmsten Falle, es zu Spiel-Boykotts kommen könnte.

FOTO: regensburg1889.de

   

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