10. März 2018 um 09:29 Uhr

Stadionumbau: "Block U" stellt drei Forderungen auf

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© imago/Schroedter

Nachdem die Stadt Magdeburg am Mittwoch einen konkreten Plan für den Umbau der MDCC-Arena vorgestellt hat, hat "Block U" mit einer Stellungnahme unter dem Titel "Stadionumbau ohne Plan. Ohne uns!" reagiert und drei Forderungen aufgestellt.

Geplante Blocktrennungen stoßen auf Widerstand

Zum einen geht es um geplante Blocktrennungen auf der Nordtribüne mit einer Höhe von 2,20 Meter, die die aktive Fanszene klar ablehnt. Die Zäune in der derzeit geplanten Höhe würden die stimmungsvolle Einheit des Hintertorbereiches als Ort der (aktiven) Fans zerstören und "Block U" als Ganzes spalten, heißt es. Choreografien würden dadurch nicht mehr umsetzbar sein, außerdem würde die "stimmungsvolle Unterstützung der Mannschaft durch die Fans eingeschränkt werden." Nach Ansicht von "Block U" seien Blocktrennungen in Hüfthöhe (1,10 Meter) ausreichend, um dem Sicherheitsaspekt (Menschen in Fluchtsituationen in eine bestimmte Richtung zu lenken) gerecht zu werden – der K-Block in Dresden zeige das.

In einem zweiten Punkt sehen die Ultras des 1. FCM keine Notwendigkeit für Drehkreuze oder Einlassschleusen an den Eingängen. "Seit Bestehen des Heinz-Krügel-Stadions sind uns keine Vorfälle bekannt, an denen das bisherige Einlasssystem nicht ausreichend gewesen wäre." Da sich alle Fans auch bei einem hohen Andrang mit längeren Wartezeiten friedlich verhalten hätten, "muss das bewährte Einlasssystem beibehalten werden", heißt es in der Stellungnahme.

Ultras stellen eigenen Standort in Frage

Abschließend spricht sich "Block U" gegen einen zweiten Außenzaun mit Sichtschutz hinter der Nordtribüne aus: "Der, unseren Kenntnissen nach, von den eigenen Vereinsvertretern (!) gewünschte zweite Zaun hinter Nordtribüne in Höhe von 2,20 m inklusive eines 2 m breiten Zwischenbereichs sehen wir als gezielte Maßnahme gegen alle Clubfans auf der Nordtribüne an." Denn dass der geplante Zaun nur auf der Nordtribünenseite entstehen soll, sei eine "bewusste Isolation des Bereiches vom Rest des Stadions und den Fans im Außenbereich", kritisieren die FCM-Fans. Das Stadiongeschehen lebe von Stimmung und vom Austausch der Clubfans vor und nach dem Spiel, in- und außerhalb des Stadions. Bereits durch die Sektorentrennung sei der persönliche Kontakt zwischen den Clubfans am Spieltag untereinander "massiv eingeschränkt." Der geplante Doppelzaun mit Sichtschutz mache den Bereich rund um die Nordtribüne noch mehr zu einem Hochsicherheitstrakt, so "Block U".

Sollte der Stadionumbau nach dem aktuellen Plan durchgeführt werden, "wird zu überlegen sein, ob die Nordtribüne weiterhin die Heimat der aktiven Fanszene bleiben kann", machen die aktiven Anhänger in ihrer Stellungnahme klar und fordern alle Beteiligten – insbesondere die Verantwortlichen des 1. FC Magdeburg – dazu auf, "die Interessen der Fans bei den Baumaßnahmen zu berücksichtigen." Die Anhänger wünschen sich eine "vernünftige, realitätsnahe Sicherheitspolitik, anstatt dem allgemeinen Sicherheitswahn zu verfallen."

 
  • Pappnase

    Getroffene Hunde bellen. Block-U sollte mal die Kirschen am Baum lassen! Die Nordkurve wird auf deren Wunsch hin auf Stehplätze umgebaut, da könne die sich jetzt nicht hinstellen und drohen, den Block wechseln zu wollen. Das mit den hohen Blockbegrenzungen kann ich aber verstehen. Muss nicht sein. Geht auch "smarter". Aber der zweite Außenzaun ist ein MUSS! Alle, die sich darüber beschweren, outen sich gleich mal freiwillig als aktive Schleuser oder deren aktiven Unterstützer. Ich habe selbst schon mehrfach(!) beobachtet, wie ganz offen, ohne sich auch nur die Mühe zu machen, das zu verbergen, ganze volle Beutel von außen nach innern über den Zaun geworfen wurden. Da kann ALLES drin gewesen sein.

  • BW

    Zaun ok – der Rest ist Kinderkacke und um weiter Pyro rein schmuggeln zu können…

    • Philipp Schramm

      Dem ist nichts hinzuzufügen.
      Was die Ablehnung der Drehkreuze angeht, die haben heutzutage sehr viele Stadien, auch der HFC hat diese an den Einlassstellen. Das hat eher was damit zu tun, die Tickets zu scannen, um einerseits die exakte Zuschauerzahl ermitteln zu können, zum zweiten wird dabei auch überprüft, ob es "echte" Tickets sind und keine Fälschungen.

      • Juri huhu

        Die "Vorzüge" können auch Handscanner bieten, so wie sie seit Jahren im Einsatz sind. Personal kann eingespart werden und länger dauerts, das wars auch!

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