SSV Jahn zeigt Moral: "Spricht für den Charakter der Mannschaft"

Der SSV Jahn Regensburg erkämpfte sich bei Alemannia Aachen nach einem 0:2 noch einen Punktgewinn. Die Moral seiner Mannschaft macht Trainer Sascha Hildmann zuversichtlich für die kommenden Spiele.

"Die Mannschaft ist sehr stabil"

Es war ein harter Start für die Regensburger am Aachener Tivoli. In der ersten halben Stunde wurden die Gäste förmlich überrollt und fanden überhaupt nicht ins Spiel. Doch wie sie wieder aufstanden und zurückschlugen, beeindruckte Trainer Hildmann: "Wenn du 0:2 zurückliegst am Tivoli nach so kurzer Zeit, dann musst du erstmal zurückkommen." Mit dem Anschluss vor der Pause war die Hoffnung wieder da. "Wir haben uns geschüttelt, und das hat die Mannschaft überragend gemacht. Dann waren wir auf einmal voll drin", lobte Hildmann bei "MagentaSport".

Trotz der schwierigen Anfangsphase ließ seine Elf sich nicht hängen und kämpfte sich zurück. "Das spricht für den Charakter der Mannschaft. Die Mannschaft ist sehr stabil. Wir sind auch sehr ruhig in der Kabine. Wir wissen, was wir können. Das war eine harte Bewährungsprobe", konstatierte Hildmann. Eine Herausforderung, an der die Regensburger weiter wachsen können. "Der Punkt ist verdammt viel Wert. Er ist für unsere Moral und die Stimmung in der Mannschaft sehr gut", betonte der Trainer.

"Wir glauben an uns"

Sinnbildlich für den Willen der Regensburger war das 2:2, bei dem der defensive Mittelfeldspieler Sascha Hingerl dem Aachener Mehdi Loune den Ball vor dem eigenen Tor abnahm und ihn eiskalt im Kasten unterbrachte. "Normalerweise komme ich im Spiel gar nicht so weit vor. Deswegen habe ich mich auch ausgiebig gefreut, selber mal zu treffen, aber gerne öfters", scherzte der Torschütze. Hingerl zog sich gleich am ersten Spieltag gegen Viktoria Köln einen Bänderriss zu. Seitdem spielt er mit einer Bandage am Fuß. "Ich habe nochmal einen Schlag drauf bekommen. Dementsprechend tut es auch weh", räumte der 27-Jährige ein.

Trotz dieser Blessur beißt er auf die Zähne und geht mit vollem Einsatz voran. "Er quält sich und stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Er tut uns gut im Moment. Ich freue mich auch, dass er sich mit einem Tor belohnt hat. Jetzt kann er die Füße hochlegen und am Dienstag muss er wieder ran", so Hildmann. Dann empfängt der SSV den Zweitliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf – die nächste harte Aufgabe. Obwohl der Jahn seit vier Spielen auf einen Sieg wartet, bleibt der Trainer gelassen. "Wir waren auch vorher ruhig. Wir haben gegen Saarbrücken echt eine gute Leistung gezeigt, auch gegen Duisburg und jetzt gegen Aachen. Wir wissen schon, was wir können und wir glauben an uns. Ich bin mir ganz sicher, dass wir noch ein paar Spiele gewinnen."

   

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