"Nicht clever genug": SV Meppen zahlt erneut Lehrgeld

Beim 1:2 gegen den SC Verl gab der SV Meppen eine Halbzeitführung aus der Hand. Der Aufsteiger ärgerte sich nach dem Spiel nicht nur über die beiden Gegentore, sondern auch über die zwei späten Platzverweise.

"Das war ein Fehler von mir"

Meppen zeigte sich gut erholt vom 1:6 gegen Saarbrücken in der Vorwoche und spielte in Verl mutig nach vorne. Der verdiente Lohn dafür war das 1:0 zur Halbzeit. Doch am Ende stand der Neuling zum wiederholten Male mit leeren Händen da. "Sehr bitter. Wir haben eine gute erste Halbzeit gespielt gegen einen guten Gegner. Allerdings haben wir dann dumme Fehler gemacht und waren einfach nicht clever genug, wie wir zum Schluss spielen", resümierte Torschütze Oliver Schmitt bei "MagentaSport" den Spielverlauf.

Der Angreifer wurde beim 1:2 zum Unglücksraben, als er sich den Ball im eigenen Strafraum abnehmen ließ. "Ich wollte den Ball abschirmen, aber ich muss den Ball einfach ins Aus schießen. Das war ein Fehler von mir", räumte Schmitt ein. Ein Fehler, der die Gäste um einen möglichen Punktgewinn brachte. "Ich bin sehr verärgert, weil wir in der Schlussphase viel Lehrgeld bezahlt haben", beklagte Trainer Lucas Beniermann.

"Es tut einfach weh"

Der SVM-Coach sah von seiner Mannschaft zwei verschiedene Gesichter. "Ich finde, dass wir eine sehr gute erste Halbzeit gespielt haben. Wir waren komplett im Matchplan. Haben sehr viele Umschaltmomente gehabt, die wir besser nutzen müssen. Treffen zweimal Alu. Da kann man mehr Tore schießen als eins." Allerdings verlor seine Elf nach der Pause den Faden. "Mit der zweiten Halbzeit bin ich wenig einverstanden. Wir haben wenig fußballerische Lösungen gefunden", kritisierte der 36-Jährige. Letztendlich kann sich Meppen für die gute Leistung in der ersten Halbzeit nichts kaufen. "Es tut einfach weh. Letzte Woche war auch hart, diese Woche ist es nochmal hart. Wir müssen weitermachen", sagte Schmitt.

Nach zuvor zwei Siegen am Stück kassierte Meppen die zweite Niederlage in Folge. Der Trend zeigt nach unten. "Trotzdem stehen wir mit sechs Punkten da. Wir sind Aufsteiger. Wir wissen, wo wir herkommen. Heute war mehr drin. Wir haben uns aber nicht schlau angestellt", so Beniermann. Damit meinte er auch die beiden Platzverweise von Luis Sprekelmeyer und Erin Zehir in den Schlussminuten, die beide die Ampelkarte sahen. "Das ist eine Riesenhypothek für die Englische Woche." Schon am Dienstag geht es zu Hause gegen Viktoria Köln weiter. Dann folgt am Samstag ein Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim II.

   

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