SSV Jahn nach dem 0:3 gegen Osnabrück am Tiefpunkt

Der SSV Jahn Regensburg hat gestern Abend im Nachholspiel gegen den VfL Osnabrück eine bittere 0:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Zwar sind die Rot-Weißen immer noch Dritter, befinden sich aber momentan an einem Tiefpunkt. Das war nun bereits die zweite Heimniederlage in Folge (zu null!), nachdem man vorher über ein Jahr lang unbesiegt gewesen war, dazu geriet man die letzten vier Spiele mit 0:1 in Rückstand… Aber der Reihe nach:

SSV startet schwach, VfL macht Druck – 0:1

Nach der Derbyniederlage gegen Burghausen war die Jahnelf auf Wiedergutmachung aus. Gegen Osnabrück sollte die Niederlage wieder wett gemacht und 3 weiter Punkte eingefahren werden, um den Aufstiegskampf so lang wie möglich spannend zu halten. Aber die Anfangsphase verschlief der SSV Jahn. Die ersten 20 Minuten war der VfL stärker, der VfL schien mehr zu wollen. Ein Grund für Jahn-Coach Markus Weinzierl in der 23. Minute schon den ersten Wechsel vorzunehmen. Tobias Schlauderer musste gehen, für ihn kam Stürmer Schweinsteiger. Der bisherige nominelle Stürmer Kurz wechselte auf Schlauderers Position im Defensiven Mittelfeld. Und dieser Wechsel hat scheinbar etwas gebracht, der SSV wurde nun aktiver, die Pässe wurden sicherer. Aber genau in dieser Druckphase des Jahn erzielt Osnabrück das 0:1 (31.). Latkowski schießt aufs Gehäuse von Michi Hofmann, der ihn sicher gehabt hätte – wäre er nicht von Mario Neunaber unglücklich ins eigene Tor abgefälscht worden.

Jahn neben der Spur – 0:2 und 0:3 fallen leicht

Ein Gegentor im (für den SSV) falschen Moment. Etwas geschokt dauerte es gut zehn Minuten, bis die Jahnelf wieder einen ordentlichen Angriff starten konnte. Aber Schweinsteiger macht aus einer erstklassigen Flanke nichts (40.) und Philp scheitert knapp am Gästekeeper (45.). So ging es mit 0:1 in die Pause. Um offensiv mehr zu reißen, wechselt Weinzierl zur Halbzeit gleich ein zweites Mal: Kialka kommt für Dedola! Aber kaum ist der zweite Durchgang richtig angepfiffen, steht es 0:2! Nach einem VfL-Freistoß hat Michi Hofmann das Spielgerät eigentlich schon sicher, lässt es aber wieder fallen und so kann Mauersberger abstauben. Beim Jahn lief jetzt gar nichts mehr. Fehler im Spielaufbau, leichte Ballverluste. Keine Gegenwehr bei Angriffen der Lila-Weißen, wie in der 63. Minute. Eine Hereingabe von links kann Winterpausen-Neuzugang Kachunga ohne Probleme zum entscheidenen 0:3 einnetzen.

SSV Jahn fehlt die Kraft, Osnabrück steht sicher

Eigentlich ein Genickbruch, aber der Jahn fing nun das Kämpfen an. Und plötzlich steht Jimi Müller allein vor Keeper Riemann, der Ball geht aber an den Pfosten. Der SSV schafft es auch in der Folgezeit nicht, den Ball beim VfL unterzubringen. Entweder sind die Schüsse zu unplatziert, so dass Riemann parrieren kann, oder es wird über das leere Tor geschossen… Der Jahn-Kampf in Richtung Gäste-Gehäuse war aber auch bald wieder vorbei, gegen gut aufgestellte Osnabrücker war kein Durchkommen. So wurden die letzten Minuten runtergespielt, es blieb beim verdienten 3:0 für Osnabrück.

VfL mit Hoffnung, Jahn am Tiefpunkt

Die Wollitz-Elf ist nun 8., bei 5 Punkten Rückstand zum SSV Jahn kehrt ein winziger Funke Aufstiegshoffnung nach Niedersachsen zurück. . Der Jahn ist derweil am Tiefpunkt angelangt. Die Englischen Wochen fordern ihren Tribut, im dritten Spiel binnen acht Tage schien die Jahnelf schlicht platt zu sein. Konnte man gegen Darmstadt ein 0:1 noch drehen, gelang dies gegen Burghausen schon nicht mehr. Gegen die Osnabrücker gab es beim 0:3 die höchste Heimniederlage in der Geschichte der 3. Liga. Aber an Pause ist für Regensburg nicht zu denken – am Samstag folgt in Saarbrücken gleich die nächste schwierige Aufgabe, und am folgenden Dienstag im fünten Spiel binnen vierzehn Tage beim BFV-Pokal-Spiel beim Ligakonkurrenten Unterhaching. Den Oberpfälzern muss es schleunigst gelingen, den Kräfteverschleiß einzudämmen bzw. zu alter Frische zurückzukehren. Zwar ist das Saisonziel Klassenerhalt längst erreicht, so lang wie möglich oben mitspielen und sich für den DFB-Pokal 2012/13 qualifizieren möchte man jedoch weiterhin. Osnabrück spielt Samstag beim Chemnitzer FC.

 

Foto: Regensburg1889.de

   
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