SpVgg Bayreuth: Wohl mehrere Abgänge in der Winterpause

Bei Tabellenschlusslicht SpVgg Bayreuth deuten sich in Winterpause Veränderungen im Kader an: Mehrere Spieler werden den Klub in den nächsten Wochen wohl verlassen, auf der anderen Seite soll Verstärkung her.

Gruber rechnet mit "drei bis vier" Abgängen

Nur drei Siege, lediglich elf Tore und gerade mal 13 Punkte: Rechnet man die bisherige Bilanz des Aufsteigers auf die noch ausstehenden Partien in dieser Saison hoch, wird der Klassenerhalt nicht gelingen. Um die Wahrscheinlichkeit auf ein weiteres Jahr in der 3. Liga zu erhöhen, soll der Kader in den nächsten Wochen verstärkt werden. Problem: "Wir müssen erstmal wirtschaftliche Rahmenbedingungen dafür darstellen", sagt Geschäftsführer Wolfgang Gruber in einem Interview mit der "Bayreuther Sonntagszeitung" – und nennt zwei Möglichkeiten dafür: "Das kann durch zusätzliches frisches Kapital sein, oder durch eine Verringerung der bisherigen Kosten, zum Beispiel, dass uns Spieler im Winter verlassen."

Dass letzteres Szenario eintritt, gilt als wahrscheinlich. "Ich gehe davon aus, dass drei bis vier Spieler ihren Vertrag auflösen werden." Um wen es sich dabei handeln könnte, dazu macht Gruber keine Angaben. "Es wäre unfair, jetzt Namen zu nennen, weil sie mir alle ans Herz gewachsen sind." Dennoch gebe es Spieler, "die gar nicht gespielt haben oder kaum eine Aussicht darauf haben, entscheidende Spielanteile zu bekommen". Das trifft unter anderem auf Patrick Weimar, Lucas Chrubasik (alle erst ein Spiel), Patrick Scheder (zwei Partien) und Cemal Kaymaz (vier Einsätze) zu. Sobald Akteure den Verein verlassen haben, "könnten wir ein bis zwei Spieler holen, die uns wirklich verstärken würden". Bedarf besteht sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.

Nollenberger nächste Saison in der 2. Liga?

Spieler wie Alexander Nollenberger, der an 72 Prozent aller Bayreuther Saisontore beteiligt war, zu verkaufen, komme hingegen nicht infrage. "Wir denken nicht ernsthaft darüber nach. Zunächst mal muss der Spieler sagen, er will weg. Wenn dann jemand käme, und würde ein unmoralisches Angebot machen, dann müssen wir darüber nachdenken, was das für uns bedeutet. Würden wir sportliche Qualität verlieren, müssten wir die wieder aufholen. Das sehe ich sehr skeptisch."

Ob Nollenberger allerdings in der kommenden Saison noch für die Altstadt spielen wird, ist fraglich – zumal sein Vertrag im Sommer ausläuft. Gruber macht sich diesbezüglich keine großen Hoffnungen: "Ich halte eine Vertragsverlängerung mit Nollenberger derzeit für wenig realistisch. 'Nolle' spielt nächstes Jahr in der 2. Liga. Davon bin ich überzeugt. Das ist meine Erwartungshaltung ohne zu sagen, da hätte ein Verein bisher angefragt." Von der 2. Liga sind die Bayreuther hingegen weit entfernt, im kommenden es Jahr wird einzig und allein darum gehen, sich für eine weitere Drittliga-Saison zu qualifizieren. Und das wird schon schwierig genug.

   
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