5:1 gegen Jena! FCM nach Spektakel so gut wie aufgestiegen

Am Dienstagabend stand das Nachholspiel zwischen Carl Zeiss Jena und dem 1. FC Magdeburg an. Am Ende siegten die Gäste in einer spektakulären Partie mit 5:1, ziehen in der Tabelle mit Spitzenreiter Paderborn gleich und stehen nun unmittelbar vor dem Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Irre erste Hälfte

Im gut besuchten Ernst-Abbe Sportfeld gaben beide Teams von Beginn Vollgas. Schon nach drei Minuten steckte Thiele einen Ball zu Wolfram durch, der allerdings im Strafraum an Brunst scheiterte. Nur 60 Sekunden später hätten auch die Magdeburger in Führung gehen können. Türpitz trieb den Ball durchs Zentrum und schickte Costly auf die Reise, der von der Sechzehnerkante nur knapp über das Tor zielte. Das Spiel nahm sich überhaupt keine Auszeit. Keine zehn Minuten waren gespielt, da wäre Philipp Türpitz beinahe an eine Rückgabe von Grösch herangekommen, doch Coppens konnte das Leder gerade noch sichern. Zeit zum Luftholen blieb nicht, denn nach 15 Minuten brachte Kühne im Laufduell Costly zu Fall. Schiedsrichter Reichel zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt – eine umstrittene Entscheidung. Den Strafstoß schoss Türpitz in die Mitte, wo Coppens mit den Beinen parieren konnte. Den Nachschuss aber versenkte der Offensivmann zum 1:0 für Magdeburg. Nur drei Minuten später hätte es 1:1 heißen müssen, doch wieder war es Brunst, der mit einer Faust einen Hammer von Thiele aus dem Kreuzeck fischte. Der FCM ließ sich davon überhaupt nicht beeindrucken und erzwang früh das zweite Tor. Erst ließ Reichel eine strittige Szene im Strafraum der Gastgeber noch weiterlaufen (20.), doch in der 23. Minute zeigte er wieder auf den Punkt, nachdem Costly gefoult worden war. Diesmal suchte sich Türpitz eine Ecke aus und versenkte zum 2:0. Jena war zu keinem Zeitpunkt das deutlich schwächere Team, wurde aber von den Gästen eiskalt bestraft. Zehn Minuten vor der Pause ließ Beck erst Cros und dann Grösch ganz schlecht aussehen und vollendete ins linke Eck zum 3:0 noch vor dem Halbzeitpfiff.

FCM bleibt gnadenlos

Auch der zweite Durchgang wurde für die Gastgeber nicht erfolgreicher. Keine zwei Umdrehungen hatte der Uhrzeiger geschafft, da setzte Andre Hainault mit dem 4:0 schon wieder einen Treffer auf das Ergebnis. Eine Ecke von Hammann wurde an die Strafraumkante abgefälscht, wo der Defensivmann den Ball humorlos als Volley unter die Maschen drosch. Die tapferen Thüringer gaben sich aber weiterhin nicht auf. Eckardt setzte mit einem schönen Pass Starke in Szene, der Brunst umkurvte und am Pfosten scheiterte. Den Abpraller verwertete Wolfram in der 56. Minute zum 1:4. Doch das Elfmeterfestival der ersten Hälfte ging auch nach der Pause weiter. Wieder war es Costly, der nach einer Stunde zu Boden ging, wieder gab es Elfmeter und wieder verwandelte Türpitz – 5:1 für den FCM! Den bemitleidenswerten Gastgebern war an diesem Tag wahrlich kein Fortune gegönnt. Nur drei Minuten nach dem Gegentreffer scheiterte Wolfram an dem auf der Linie stehenden Handke. Erst nach der 70. Minute schnaufte die Partie durch und trudelte aus. Die letzte Chance ging noch einmal an die Gäste. Pannewitz konnte einen Rückpass nicht sauber vollenden, sodass Lohkemper das Leder erlief und einen Lupfer ansetzte. Diesen pflückte Coppens aber aus dem Himmel. Somit verlor der FCC ein wahres Fußballspektakel deutlich zu hoch mit 1:5. Die Gäste dagegen stehen nach dem vierten Sieg in Folge kurz vor dem Aufstieg – der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt bei nur noch vier ausstehenden Spielen satte elf Punkte. Schon am Samstag könnte der Traum von der 2. Bundesliga mit einem Sieg gegen Fortuna Köln Wirklichkeit werden.

   
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