FCK sendet Zeichen, SGD setzt sich ab, Spektakel in Saarbrücken

Dynamo Dresden baute die Tabellenspitze weiter aus: Durch ein 4:2 in Köln beträgt der Vorsprung auf Rang drei nun acht Punkte. Während das Spitzenspiel zwischen Saarbrücken und Ingolstadt durchaus spektakulär 3:3 endete, sendete der 1. FC Kaiserslautern ein Lebenszeichen im Abstiegskampf (2:0 beim KFC Uerdingen). Zudem gewann Meppen in Lübeck (2:0), Unterhaching und Bayern II trennten sich 1:1.

Uerdingen 0:2 Kaiserslautern: FCK springt aus der Abstiegszone

Die kriselnden Gäste aus Kaiserslautern erwischten beim KFC Uerdingen einen sehr ordentlichen Start. Schon nach fünf Minuten flankte Hercher den Ball ins Zentrum, wo Ritter nur haarscharf verpasste (5.). Drei Minuten später probierte sich Pourie aus 20 Metern mit einem Schuss, den Jurjus aber problemlos parierte (8.). Die Elf von Trainer Krämer brauchte eine Viertelstunde für ihre erste gefährliche Aktion: Feigenspan nahm eine Flanke von Gnaase aus der Luft und zimmerte den Ball aus acht Metern an die Latte. Den Rebound zog Mörschel aus der Nahdistanz ans Außennetz (17.). Gerade als der KFC die Partie in den Griff zu bekommen schien, schlug die Elf von Trainer Jeff Saibene doppelt zu. Eine Ecke von Redondo landete auf dem Kopf von Rieder, der sie zu Hercher verlängerte. Letztgenannter nickte das Spielgerät aus der Nahdistanz über die Linie (30.). Nur drei Minuten später flankte Hloušek unbedrängt ins Zentrum, dort musste Marlon Ritter den rechten Fuß hinhalten und konnte auf 2:0 erhöhen (33.). Uerdingen verstärkte zwar bis zur Pause nochmal die Intensität, ein Treffer sollte aber nicht mehr fallen.

Nach dem Seitenwechsel drückte der KFC weiter auf den Anschluss. Eine Ecke von der rechten Seite köpfte Lukimya knapp über das Tor (49.). Trotz aller Bemühungen des KFC stand die Defensive der Lautrer sehr sattelfest und ließ kaum etwas zu. Daher blieben die besseren Chancen eher auf Seiten der Gäste, beispielsweise über Konter. Zuck scheiterte an Jurjus (74.) und auch Hanslik konnte per Kopf den Schlussmann des KFC nicht überwinden (75.). Erst in der 78. Minute bekam die Heimelf mal eine gefährliche Aktion zustande: Girdvainis fand mit seiner Hereingabe am Fünfer Grimaldi, der allerdings nur das Außennetz des FCK-Tores traf (78.). Kurz darauf hatten die Gäste wieder eine Chance zur Entscheidung, doch Redondo scheiterte aus drei Metern an Jurjus (82.). Trotz der vergebenen Möglichkeiten nahmen die Gäste den wichtigen Sieg mit über die Zeit. Mit dem dritten Saisonsieg verlässt Kaiserslautern die Abstiegsplätze, Uerdingen bleibt Neunter.

Köln 2:4 Dresden: Dynamo setzt sich ab

Noch keine 120 Sekunden waren im Köln absolviert, da gab Schiedsrichter Sven Waschitzki schon Elfmeter für die Viktoria. Im Anschluss an einen Konter bekam Meier den Ball im Strafraum der SGD an die Hand, Lucas Cueto nahm sich der Sache an und verwandelte halblinks knapp an Broll vorbei zum 1:0 (3.). Die Gäste schüttelten sich kurz und bekamen zehn Minuten später die Chance zum Ausgleich: Beckers erster Flankenversuch wurde noch von der Hand eines Kölners geblockt, aber den zweiten Versuch brachte der Dresdner an den Fünfer zu Hosiner, der aber aus einem Meter Entfernung nicht an Mielitz vorbei kam (12.). Dresden verbuchte im Anschluss deutlich mehr Ballbesitz, konnte sich aber nur selten in die gefährliche Zone kombinieren. Nach einer halben Stunde lupfte Weihrauch den Ball in den Fünfer zwischen Mielitz und Hosiner. Der Schlussmann der Kölner stürmte aus dem Tor heraus und faustete den Ball knapp vor dem Stürmer aus der Gefahrenzone (30.). Kurz vor der Pause bekam die Viktoria nochmal die Chance zum Ausbau der Führung, als Klingenburg elf Meter vor dem Tor den Ball nicht richtig traf (43.). Somit ging es mit dem 1:0-Stand in die Kabine.

Auch nach dem Pausentee wäre Köln fast wieder perfekt gestartet. Cueto machte den Ball links am Strafraum fest und flankte auf Holzweiler, der mit rechts aber nur den Pfosten des SGD-Tores traf (51.). Das Spiel nahm immer weiter an Tempo auf. Ein Abstoß von Broll landete über Umwege bei Daferner, der sich aus 17 Metern nicht lange bitten ließ und stramm links unten den Ausgleich markierte (58.). Köln ärgerte sich, denn vorausgegangen war ein vermeintliches Foulspiel des Torschützen. Die Viktoria antwortete dann nur zehn Minuten später: Klingenburgs Schuss wurde geblockt und landete direkt auf dem Fuß von Cueto, der aus 16 Metern abzog. SGD-Keeper Broll rutschte der Ball unglücklich durch die Finger, sodass die Viktoria wieder in Führung ging (67.). Vier Minuten später zeigte Schiedsrichter Waschitzki erneut auf den Punkt, diesmal aber auf der anderen Seite. Nach einem Handspiel von Holthaus nahm sich Hosiner der Sache an und verwandelte links halbhoch zum 2:2-Ausgleich (72.). Kurz darauf drehten die Gäste die Partie komplett. Daferner setzte sich im Kopfballduell am Strafraum durch und brachte den Ball zum gerade eingewechselten Sohm, der sich gegen zwei Verteidiger duchsetzte und aus kurzer Distanz rechts unten zum 3:2 einschob (78.). Nach einer Koronkiewicz-Flanke köpfte Lorch kurz darauf am Tor der Dresdner vorbei und verpasste damit den möglichen 3:3-Ausgleich. So machte Dynamo den berühmten Sack kurz darauf zu. Wieder war es Pascal Sohm, der mit dem 4:2 in der 89. Minute den Sieg perfekt machte. Unrühmlicher Schlusspunkt der Partie war noch ein Platzverweis gegen den frustrierten Jeremias Lorch, der nach einem Foul wohl den Schiedsrichter beleidigte (90.) – bereits mit Gelb vorbelastet, kassierte der Kölner daraufhin glatt Rot. Während Dresden nach dem elften Sieg im 17. Spieltag nun acht Punkte vor dem Relegationsplatz liegt, bleibt Köln Zehnter.

Saarbrücken 3:3 Ingolstadt: FCS holt 1:3 auf

Das Topspiel in Saarbrücken begann mit einem doppelten Paukenschlag. Nach nicht einmal drei Minuten flankte Heinloth das Leder von der rechten Seite auf den Kopf von Eckert Ayensa, der es aus sieben Metern ins lange Eck zur Gästeführung einnickte (3.). Der FCS antwortete sofort: 180 Sekunden später gab es Strafstoß für den FCS, nachdem Antonitsch sich unbeholfen gegen Jacob angestellt hatte. Den Elfer verwandelte Shipnoski stramm links oben ins Kreuzeck setzte (6.). Keine fünf Minuten später klingelte es gleich wieder. Einen Freistoß von Heinloth verlängert Kutschke auf den einlaufenden Eckert Ayensa, der das Spielgerät am langen Pfosten freistehend unter die Latte wuchtete (12.). Das muntere Toreschießen ging danach einfach weiter. Wieder nur sieben Minuten nach dem 2:1 erhöhte Marcel Gaus für den FCI auf 3:1. Elva hatte die Kugel überlegt flach von links ins Zentrum gegeben, wo der Abwehrspieler den Ball links oben in den Winkel setzte (19.). Das muntere Scheibenschießen nahm kein Ende. Der FCS antworte acht Minuten nach dem 1:3 mit dem Anschlusstreffer. Gouras ließ auf links einen Gegenspieler aussteigen und flankte mustergültig an den Fünfer, wo Shipnoski angesprintet kam und per Kopf ins lange Eck traf (27.). Erst nach dieser Szene beruhigte sich die Partie ein wenig, sodass bis zur Pause keine Tore mehr fielen.

Auch der zweite Durchgang hätte wieder einen Blitzstart erhalten können, nachdem Shipnoski im Strafraum von Heinloth umgerempelt wurde. Der entsprechende Elfmeterpfiff blieb allerdings aus (51.). Der FCS drängte aber jetzt weiter auf den Ausgleich. Gouras passte von der linken Grundlinie zu Jänicke, dessen Direktabnahme aber bei Buntic landete (60.). Davon ließ sich die Heimelf weiter nicht entmutigen. Nach einer Ecke der Gastgeber sprang der Ball Eckert Ayensa eher an den Rücken statt an die Hand, dennoch gab es erneut Elfmeter für die Saarländer. Wieder nahm sich Shipnoski der Sache an und verwandelte rechts unten zum 3:3 und seinem dritten Treffer des Tages (73.). Der FCS drückte im Anschluss sogar auf den Siegtreffer. Golley schickte Gouras auf die Reise, der mit Links aber nur knapp den Pfosten verfehlte (82.). Somit blieb es nach einer höchst ansehnlichen Partie beim 3:3-Unentschieden. Ingolstadt überwintert damit auf Platz zwei, Saarbrücken (nun seit sechs Spielen sieglos) ist Vierter.

Unterhaching 1:1 Bayern II: Munteres Remis im Sportpark

Im bayrischen Duell zwischen Vorstadt-Klub und Bayern-Amateuren erwischte die heimische Spielvereinigung einen Traumstart. Nach einem schlimmen Fehlpass von Stiller lief Marseiler alleine in Richtung Tor und versenkte den Ball von außerhalb des Strafraums präzise links unten im Eck (2.). Die Heimelf blieb weiter am Drücker. Mantl schickte mit einem Abstoß Schwabl auf die Reise, der sich gegen zwei Bayern durchsetzen konnte und aus spitzem Winkel knapp vorbei zog (12.). Die Bayern blieben völlig von der Rolle. Marseiler wurde auf dem rechten Flügel nicht angegriffen und legte auf Schröter ab, der knapp am rechten Eck vorbei zielte (16.). Erneut hätte Marseiler nach 24 Minuten das zweite Tor nachlegen können, doch wieder traf der Offensivmann aus spitzem Winkel nur das Außennetz. Die jungen Bayern hatten ihre erste Offensivaktion erst kurz vor der Pause. Vita flankte von der Seite auf Zaiser, der aus sechs Metern sofort abzog und Mantl zu einer Glanzparade zwang (37.). Mit der Schlussminute kamen die Bayern doch noch zum Ausgleich, etwas überraschend zu dem Zeitpunkt. Einen Freistoß aus 20 Metern zirkelte Fiete Arp mustergültig ins kurze Eck (45.).

Der zweite Durchgang begann direkt wieder mit einem Aufreger. Heinrich chippte den Ball in die Box, sein Ball wurde länger und länger und rutschte an den Pfosten des Münchner Tores (49.). Die Partie wurde im Anschluss deutlich offener und ausgeglichener. Greger setzte nach einem Freistoß mit der Fußspitze den Ball vorbei (58.), auf der Gegenseite scheiterte Dajaku an Mantl (69.) und Fiete Arp traf aus aussichtsreicher Position den Ball nicht richtig (74.). Es blieb bis zum Ende ein hin und her, jedoch fehlten beiden Teams vor allem die entscheidenden Pässe in die Spitze. Somit blieb es letztlich beim gerechten 1:1-Remis im Sportpark. In der Tabelle belegt Haching Rang elf, Bayern II rutscht auf Platz 16 ab.

Lübeck 0:2 Meppen: Lübeck zu harmlos, Meppen eiskalt

An der Lübecker Lohmühle nahm sich die Partie erstmal eine ruhige Anfangsphase. Eine von Domaschke abgefangene Flanke von Mende in der 7. Minute war noch die gefährlichste Aktion in den ersten zehn Zeigerumdrehungen. Kurz darauf fiel etwas überraschend die Führung für die Gäste. Tankulic dribbelte sich gleich mal gegen zwei Gegner durch und legte 18 Meter vor dem Kasten quer zu Piossek. Der Ex-Lautrer zog sofort ab und der Ball landete als abgefälschte Bogenlampe hinter Raeder im Tor zum 1:0 (11.). Die Heimelf übernahm im Anschluss die Initiative im Spiel, konnte aber mit einigen hohen Flanken und Ecken keinen eigenen Abnehmer im Zentrum finden. So war ein Distanzschuss von Krüger für die Gäste tatsächlich die nächste Torchance, bei der Raeder allerdings keine Mühe hatte. Die spielerische Überlegenheit der Heimelf brachte auch bis zur Pause keine weiteren nennenswerten Szenen, während der SVM immer wieder auf Konter setzte. So blieben die gefährlichen Chancen weiterhin bei den Emsländern. Bozic durfte kurz vor der Pause durchs Zentrum marschieren und traf mit der Picke den Außenpfosten des Lübecker Tores (42.). Es blieb daher beim 1:0 für Meppen zur Pause.

Nach dieser hätten die Gäste aus dem Emsland beinahe wieder einen perfekten Start erwischt. Nach einem Ballverlust des VfB legte Tankulic den Ball in die Mitte zu Bozic, dem die Kugel aber aus guter Position elf Meter vor dem Tor versprang (49.). Meppen machte zu Beginn insgesamt einen gefestigten Eindruck. Lübeck suchte zwar weiterhin den Weg nach vorne, blieb aber erschreckend harmlos. So war es Raeder, der gegen El Helwe das 0:2 verhindern musste (76.). Eine Minute später fiel aber die Entscheidung durch Luca Tankulic. Guder hatte von rechts das Auge für den Mitspieler, der am ersten Pfosten aus wenigen Metern per Kopf das 2:0 markierte (77.). Lübeck hatte kurz darauf sogar noch die Chance zum Anschluss durch Deichmann, der aber aus bester Position die Kugel nicht richtig traf (79.). Es blieb somit beim Auswärtssieg der Gäste, da der VfB in der Offensive viel zu harmlos agierte. In der Tabelle rutscht der VfB unter den Strich, während Meppen auf den zwölften Platz vorrückt.

   
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