Sollte die 3. Liga mehr Aufmerksamkeit bekommen?

Bei der 3. Liga handelt sich um die dritthöchste Spielklasse im Fußballsport und somit die unterste Profiliga. Entstanden ist die Spielklasse im Jahr 2008 durch Zusammenlegen der alten Regionalligen Nord und Süd, wobei sich nur die Topteams für die neue Liga qualifizieren konnten. Von den Gründungsmitgliedern dieser Liga, spielen nur noch Eintracht Braunschweig, SpVgg Unterhaching, FC Carl Zeiss Jena und die Reserve des FC Bayern München in der Liga. Alle anderen haben sich nach oben orientiert oder sind in den Niederungen der neu gegründeten Regionalliga oder darunter verschwunden. Mit dem 1. FC Union Berlin, Fortuna Düsseldorf und dem SC Paderborn 07 spielen aktuell sogar drei Mannschaften in der Bundesliga, die in der ersten Saison in Liga drei dabei waren und direkt in die zweite Liga aufgestiegen sind, wo sie sich im Laufe der Zeit erfolgreich durchgesetzt haben. Doch nicht nur aus diesem Grund sollte die dritte Liga mehr Aufmerksamkeit erhalten.

Teams und Spieler

Denn derzeitige Teams der 3. Liga lesen sich wie ein „Who is Who“ des deutschen Fußballs: Ob nun der mehrfache Deutsche Meister 1. FC Kaiserslautern, der ehemalige Europokalgewinner 1. FC Magdeburg, der ewige Rivale des F.C. Bayern, 1860 München oder auch Mannschaften, die jahrelang in der Bundesliga eine feste Größe waren, wie Eintracht Braunschweig, MSV Duisburg oder Hansa Rostock. Aber dies alleine macht noch nicht die Magie der Liga aus. Auch die Spielstärke der Teams ist eindrucksvoll. Dies zeigte der 1. FC Kaiserslautern, in dem er sich in dieser Saison bereits bis ins Achtelfinale des DFB Pokals durchgekämpft hat.

Die hohe Anzahl ehemaliger Spieler, die in der ersten oder zweiten Bundesliga gespielt haben, sorgen ebenfalls für die wohl stärkste 3. Liga aller Zeiten. Laut dem Trainer von Kaiserslautern Sascha Hildmann ist "diese Liga aus Deutschland mit Sicherheit die stärkste 3. Liga in Europa".

Unter anderem laufen in dieser Saison folgende Spieler auf, die alle bereits in höheren Ligen aktiv waren: Maximilian Beister (FC Ingolstadt), Kai Bülow (Hansa Rostock), Florian Dick (1. FC Kaiserslautern), Stefan Lex (TSV 1860 München) und Sascha Mölders (TSV 1860 München). Mit Kevin Großkreutz (KFC Uerdingen) spielt sogar ein ehemaliger Weltmeister auf den Plätzen der Dritten Liga vor.

Die Trainer

Christian Neidhart vom SV Meppen kann auf sechs Jahre erfolgreiche Arbeit zurückblicken. Der Verein gibt ihm die Ruhe, die es braucht, um den Emslandgiganten ins Rollen zu bringen. Auch Claus Schromm ist bei der SpVgg Unterhaching seit über vier Jahren im Boot. Bei Uerdingen sehen dagegen die Arbeitsbedingungen nicht ganz so rosig aus. Mehrere Trainer gaben sich während der letzten Saison die Klinke in die Hand. Nun wurde Stefan Effenberg als sportlicher Leiter verpflichtet, um den KFC auf Kurs zu bringen. Dazu einen vom Regionalligisten entlassenen Daniel Steuernagel. Man darf sich auf einen interessanten Winter freuen. Prominenz vermeldet der FC Bayern II, bei dem der Neffe von Uli Hoeneß, Sebastian Hoeneß das Zepter an der Seitenlinie schwingt. Weiter bekannte Namen sind Torsten Lieberknecht der den MSV Duisburg trainiert, sowie Bernhard Trares vom Aufsteiger SV Waldhof Mannheim.

Die Zuschauerzahlen und Stadien

Die Leistungsdichte der Mannschaften ist atemberaubend. Bis auf dem MSV Duisburg an der Spitze und Carl-Zeiss Jena im Tabellenkeller, gibt es kaum Mannschaften, die nach knapp der ersten Hälfte der Saison dominieren. Die große Anzahl der Traditionsmannschaften sorgen für einen sehr hohen Zuschauerdurchschnitt der mit im Schnitt 9.000 Besuchern je Team, der für die Strahlkraft der Dritten Liga bezeichnend ist. Spitzenreiter in der Besucherangliste ist der 1. FC Kaiserslautern. Trotz eines nicht den Erwartungen entsprechenden Tabellenplatzes zieht der Meister von 1998 immer noch über 20.000 Zuschauer in das Stadion „Am Betzenberg“. Dieses ist mittlerweile in „Fritz-Walter-Stadion“ umbenannt. Enttäuschend ist die Resonanz bei den Zuschauern des KFC Uerdingen, der aus dem Europapokalteilnehmer und DFB Pokalsieger Bayer Uerdingen entstanden ist. Nur etwas über 3.000 Besucher zieht es zu den Heimspielen, woran sicherlich auch der Umzug nach Düsseldorf eine Rolle spielt. Die berühmt berüchtigte Grotenburgkampfbahn wird derzeit noch umgebaut. Ein Fertigstellungsdatum ist noch nicht bekannt gegeben worden. 1860 trägt seine Heimspiele statt in der Allianzarena am Stadion an der Grünwalder Straße aus, dadurch hat sich die Zuschaueranzahl auf 15.000 je Heimspiel reduziert. Eine Zahl von der Viktoria Köln mit seinen knapp 10.000 Zuschauer fassenden Stadion nur träumen kann. Nichtsdestotrotz ist es offensichtlich, dass die großen Namen der Traditionsverein für den überragenden Zuschauerschnitt verantwortlich sind. Dieser Zuschauerschnitt ist für eine dritte Liga der höchste Wert in Europa und hat selbst den bisherigen Krösus England vom Thron gestoßen. Hier besuchen knapp durchschnittlich 8400 Zuschauer die Heimspiele der Drittligisten.

Die Etats

Dass die Zuschaueranzahl und der Etat nicht immer mit dem sportlichen Erfolg in Einklang steht, mussten die Fans des KFC Uerdingen bitter erfahren. Trotz der Millionen, die von Sponsoren und Investor Ponomarev in das Team gepumpt wurde. Trotz Topspielern, die verpflichtet wurden, um in Liga zwei aufzusteigen, hinkt die Mannschaft den Ansprüchen hinterher. Die Fußballweisheit „Geld schießt keine Tore“ trifft den Nagel auf den Kopf. Beim 1. FC Kaiserslautern stimmt die Zuschauerzahl, doch trotz des wohl zweithöchsten Budgets teilt das Team derzeit das Schicksal des KFC Uerdingen. Wird der schlafende Riese erwachen und irgendwann den erwarteten Durchmarsch starten? Während sich Hansa Rostock mit seinen 4,4 Millionen im Mittelmaß wiederfindet, dürfte der Hallesche FC die Sensation für viele sein. Mit einem Budget von rund 4,8 Millionen Euro für die Lizenzspielerabteilung und einer geplanten Erhöhung für die 2. Liga plant man groß. Und lässt Taten folgen. Ein Platz unter den ersten fünf der Liga, dürfte nur die überraschen, die im Vorfeld der Saison, das Team aus dem Osten der Republik nicht auf dem Schirm hatten.

Attraktives Sportwettenangebot

Für viele Fußballbegeisterte sind Wetten heute ein fester Bestandteil der Fankultur. Da macht auch die dritte Liga keine Ausnahme. Im Gegenteil, da der Fußball hier viel greifbarer und „näher bei den Fans“ ist, besteht auch eine entsprechend hohe Nachfrage nach Wettangeboten. Im Bezug auf die Wettquoten kann sich die Liga auf jeden Fall auch sehen lassen. Das liegt vor allem an der immer weiter steigenden Nachfrage. Im Laufe der letzten Jahre konnte die dritte Liga immer mehr Fans für sich gewinnen. Diesen Trend haben natürlich auch die verschiedenen Buchmacher bemerkt und ihr Angebot in diesem Bereich ausgebaut. Um möglichst viele Kunden auf sich aufmerksam zu machen, veranstalten die konkurrierenden Wettanbieter einen regelrechten Quotenkampf, um das attraktivste Angebot bieten zu können. Das kommt natürlich allen wettfreudigen zu Gute. Wer effektiv Quoten und Anbieter vergleichen möchte, sei das Portal oddspedia.com empfohlen. Dort gibt es für jedes angesetzte Spiel die Buchmacher mit den besten Wettquoten im Überblick.

Die Zukunft

Schaut man eine Liga tiefer in die Regionalligen, dann findet man auch hier einige Mannschaften, die mit Ambitionen ausgestattet, den Weg in die dritte Liga suchen. Rot Weiß Essen, Lokomotive Leipzig, 1. FC Saarbrücken, Rot Weiß Oberhausen, Spielvereinigung Bayreuth und auch der VfB Lübeck sind auf dem Weg nach oben. Es bleibt also spannend. Speziell die laufend veränderten Aufstiegsregelungen, sorgen für noch mehr Leistungsstärke bei den Aufsteigern. Dies beweist der SV Waldhof, der als Aufsteiger eine gute Rolle spielt. Denn wurde die 3. Liga bereits als Millionengrab bezeichnet, so sind die Regionalligen absolut keine Alternative für ambitionierte Teams wie den 1.FC Saarbrücken oder auch Kickers Offenbach. Denn der Abstieg aus dieser Liga kann den Verein zerstören, während der Aufstieg in Liga 2 das Schnuppern an den großen Fleischtöpfen des Profifußballs ermöglicht. Auch dies verleiht der 3. Liga einen weiteren Spannungsbogen.

 

   
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