So schätzt Patrick Mayer vom 1. FCH den 35. Spieltag ein

In unserer neuen Serie spricht liga3-online.de jede Woche mit einem Spieler der 3. Liga über die interessantesten Storys des anstehenden Spieltages. In der heutigen Ausgabe äußert sich Patrick Mayer, Stürmer beim 1. FC Heidenheim, über anstehende Entscheidungen im Auf- und Abstiegskampf, das Topspiel zwischen Leipzig und Darmstadt sowie über Achterbahnfahrten Der 26-jährige Mayer spielt, mit einigen kurzen Unterbrechungen seit 2009 für die Heidenheimer, wo er bisher 96 Drittliga-Partien absolvierte. In der Saison 2010/2011 wurde er zusammen mit dem Braunschweiger Dominik Kumbela Torschützenkönig und in der aktuellen Spielzeit bestritt er bisher 18 Partien (sechs Tore).

liga3-online.de: Wacker Burghausen – Hansa Rostock: Burghausen hat nach der Niederlage in Darmstadt noch immer sieben Punkte Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze – jetzt kommt Rostock. Nach dem Trainerwechsel zu Dirk Lottner ist man bei Hansa bestrebt, die Saison vernünftig zu Ende zu bringen. Gelingt das?

Patrick Mayer: Das kommt darauf an, es ist immer unterschiedlich. Ein Trainerwechsel kann viel Gutes bewirken, die vorigen Ersatzspieler können sich neu aufdrängen und neues Feuer entfachen. Generell ist Rostock ein Verein, der extrem viel Potenzial hat und mindestens in die Zweite Liga gehört. Burghausen kann aber jedem Gegner Paroli bieten, das haben wir selbst gemerkt (Heidenheim gewann die Rückrunden-Begegnung im März zuhause mit 1:0, Anm. d. Red.). Wenn sie verlieren, ist es meist sehr knapp. Auswärts spielen sie eine sehr defensive Grundordnung, kommen immer über ihren Willen. Das Spiel am Samstag ist nun wirklich die letzte Chance, aber mit Rostock treffen sie auf einen Gegner, der, wie angesprochen, die Saison gut ausklingen lassen möchte. Ich denke, das wird eine interessante Begegnung mit viel Einsatz.

Preußen Münster – 1. FC Saarbrücken – Preußen spielt eine Saison, die mit einer Berg- und Talfahrt zu vergleichen ist. Saarbrücken dagegen hat am vergangenen Wochenende Halle mit 3:0 nach Hause geschickt und wieder Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. Sehen Sie Saarbrücken auch im Aufwind?

Die sind sicherlich im Aufwind. Auch für Saarbrücken ist es die letzte Chance, auf Unterhaching aufzuschließen. Das wird meiner Ansicht nach ein ähnliches Spiel wie Burghausen gegen Rostock. Münster ist für mich vom Potenzial her unter den Top 3 der Liga. Die haben eine Top-Mannschaft, sind aber zu unkonstant: In der einen Woche schlagen sie uns und dann verlieren sie wieder ein vermeintlich leichteres Auswärtsspiel.

VfB Stuttgart II – SpVgg Unterhaching: Die beiden Teams kann man gut vergleichen, beide sind sehr jung. Sowohl der VfB als auch Unterhaching stehen unten in der Tabelle und kämpfen gegen den Abstieg. Wer ist da im Vorteil?

Das ist eine sehr interessante Begegnung. Bei jungen Spielern gibt es immer viele Formschwankungen. Für mich ist der VfB aber überraschend weit unten. Die Mannschaft hat großes Potenzial, aber es nicht immer leicht für den Trainer – es gibt immer Wechsel im Kader, der Trainer muss immer umplanen. Da ist eine Schwächephase nur natürlich. Unterhaching ist dagegen meiner Meinung nach eine der spielstärksten Mannschaften der Liga. Wenn sie nur vor dem Tor etwas abgeklärter wären, bin ich davon überzeugt, dass sie oben mitspielen würden. Zwischenzeitlich waren sie ja auch mal auf den vorderen Plätzen zu finden.

MSV Duisburg – VfL Osnabrück: Der MSV hat eine erfahrene Mannschaft, ist aber letztlich unter Wert geblieben. Nun ist bekannt geworden, dass Karsten Baumann in der kommenden Saison nicht mehr Trainer sein wird. Wie schätzen Sie die Situation beim MSV ein?

Das Spiel in Duisburg war für uns eins der Saisonhighlights. Am ersten Spieltag haben wir da vor großer Kulisse gespielt und 1:0 gewonnen. Das ist schon etwas besonders dort: Ein großes Stadion, klasse Umfeld. Aber die Mannschaft ist schon eine Wundertüte: Vom Potenzial her ist das Team hoch einzuschätzen, aber manchmal läuft es eben nicht so gut. Unser 2:2 in der Rückrunde war ein sehr intensives Spiel, das Unentschieden hat sich Duisburg verdient. Aus meiner Sicht war der MSV eine der besten Mannschaften, gegen die wir gespielt haben. Was mich gewundert hat, ist der Zeitpunkt der Bekanntgabe, dass Karsten Baumann in der kommenden Saison nicht mehr Trainer sein wird. Ich denke aber, dass das Team in den letzten Spielen alles geben wird, da sind sie Profis genug. Osnabrück hatte einen Umbruch zu verkraften, von daher ist der vierte Platz bislang ein Erfolg.

Das Topspiel steigt in Leipzig. RBL empfängt Darmstadt 98, wie sehen Sie das Verfolgerduell?

Darmstadt ist sehr schwer zu bespielen. Sie stehen defensiv sehr gut und wenn man die letzten Wochen und Monate anschaut, sie haben 17 Spiele nicht verloren, dann kann man schon sagen, dass sie Favorit in Leipzig sind. Diese Serie ist herausragend. Das Team ist sehr kampfstark und steht im Gegensatz zu Leipzig nicht unter Druck. Ich habe Darmstadt im Vorfeld unter den ersten sechs, sieben gesehen, aber den Aufstieg hätte ich ihnen nicht zugetraut. Aber sie haben sich diese Saison redlich verdient, stehen zurecht da oben und ich traue ihnen eine Überraschung in Leipzig zu.

SV Elversberg – 1. FC Heidenheim: Ein direkte Frage zum Abschluss: Macht Ihre Mannschaft den Aufstieg in Elversberg perfekt?

Wir haben eine perfekte Ausgangssituation für die letzten vier Spiele. Das wird eine schwere Aufgabe in Elversberg, sie haben 2014 noch kein Heimspiel verloren. Zusätzlich haben sie einen neuen Trainer verpflichtet (Roland Seitz kam für Dietmar Hirsch, Anm. d. Red.), der wie vorhin schon bei Rostock angesprochen, noch mal neue Motivation reinbringen kann. Wir haben aber gar keinen Druck, können befreit aufspielen. Ich glaube jede Mannschaft würde gerne mit uns tauschen. (lacht) Wir sind gut drauf und wenn wir unsere Leistung abrufen, dann bin ich überzeugt, dass wir das Spiel gewinnen werden.

 

 

 
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