Siegesserie gerissen: Meppen ringt Elversberg ein torloses Remis ab

Nach zuletzt vier Siegen in Folge ist die Serie der SV Elversberg im Spiel gegen den SV Meppen am Sonntag gerissen. Beim 0:0 gegen die Emsländer verzweifelten die Elversberger am stark aufgelegten SVM-Keeper Kersken und dem Aluminium. Dennoch sicherte sich der Aufsteiger den 2. Tabellenrang, während die Meppener nach dem zweiten Remis in Folge auf dem 11. Platz bleiben.

Kersken hält aktiven Meppenern die Null

Mit vier Siegen in Folge im Rücken reiste die SV Elversberg ins Emsland zum SV Meppen. Eine Begegnung, die mit dem 7. Spieltag der 3. Liga zum ersten Mal stieg. Nachdem SVE-Verteidiger Conrad beim 1:0-Sieg gegen Waldhof Mannheim des Platzes verwiesen worden war, musste Gäste-Coach Horst Steffen auf einer Position tauschen und brachte stattdessen Menke in die Innenverteidigung. Top-Neuzugang Nick Woltemade nahm erstmals auf der Bank Platz. Beim SV Meppen brachte Trainer Krämer im Vergleich zum 1:1 in Halle gleich vier Änderungen vor: Kraulich, Dombrowka, Hemlein und Piossek ersetzten Puttkammer, Risch, Kleinsorge und Käuper. Die erste Halbchance verbuchten auch die Gastgeber. Nach einer Freistoßvariante brachte Pepic die Kugel an den zweiten Pfosten, wo der neu gekommene Kraulich hochstieg, aber hinter das Tor köpfte (3.). Generell startete der SVM sehr aktiv und war schwer zu stoppen. Dies bekam auch Elversbergs Menke zu spüren, der für ein hartes Einsteigen an der Seitenlinie gegen Abfiade früh die erste gelbe Karte sah (5.).

Auch die erste Großchance sollte den Meppenern gehören. Ein weiteres Mal brach Abifade in der 11. Spielminute über die linke Seite durch und spielte flach an den ersten Pfosten, wo Pourié sich durchsetzte, aber das Leder neben den Kasten setzte. Auf der Gegenseite sollte es aber mit der ersten Chance ebenfalls denkbar knapp werden. So untersprang Kraulich einen hohen Ball, den Schnellbacher mit der Brust perfekt in den Lauf von Koffi legte, welcher frei vor Kersken abzog, aber an einer Parade des SVM-Keepers scheiterte (13.). Auch gegen einen Distanzschuss von Neubauer kurz darauf musste Kersken aktiv werden, wobei er bei dem flatternden Ball zwar weniger souverän erschien, aber dennoch parierte (14.). Die SVE kam nun immer besser in die Partie. Auch Rochelt sollte es in der 19. Minute aus der Distanz versuchen, doch flog sein wuchtiger Schuss gut einen Meter am Tor der Emsländer vorbei. Offensiv blieb aber auch der SVM gefährlich. So ergab sich Piossek etwas überraschend die Chance aus sieben Metern abzuschließen, doch setzte er die Kugel nach Vorlage von Ballmert etwas ungelenk über den Kasten, nachdem Teamkollege Hemlein ihn mit einer eingesprungenen Grätsche vermutlich irritierte (22.).

Etwas bangere Momente musste die SVE kurz vor dem Halbstundenmarker verleben, als Abwehrchef Correia sich bei einem Foul an Abifade, für das der Innenverteidiger Gelb sah, verletzte, aber nach kurzer Behandlung zunächst weitermachen konnte (28.). Fußballerisch übernahm in dieser Phase wieder der Gastgeber, für den Blacha es auch zweiter Reihe versuchte, aber deutlich verzog (30.). In der 35. Minute ging es bei Correia doch nicht mehr weiter, sodass der 33-Jährige für Pinckert ausgewechselt werden musste. Damit lief die SVE nach der Sperre von Conrad fortan ohne beide angestammten Innenverteidiger auf. Die SVE zog sich nun etwas weiter zurück, um so kontrollierter zu agieren und die leichte Drangphase des SVM abflachen zu lassen. In eine gefährliche Abschlussposition kamen die Meppener aber noch vor der Pause. Den Schuss von Hemlein konnte SVE-Schlussmann Kristof aber im Nachfassen sichern (44.). Entsprechend ging es wenige Augenblicke später torlos in die Kabinen.

Feil und Neubauer scheitern am Aluminium

Die SV Elversberg tauschte zur Pause zwei weitere Male, wodurch die Neuzugänge Woltemade, der sein Debüt feierte, und Dürholtz für Koffi und Sahin das Feld betraten. Die erste Chance gehörte jedoch wieder den Meppenern. So musste Kristof bei einem wuchtigen Schuss von Ballmert, der aus großer Distanz von der Seite aus abzog, eine erste Prüfung überstehen (47.). Auf der Gegenseite verpasste Woltemade eine Hereingabe von Neubauer knapp, da Kersken im letzten Moment eine Hand in die Ablage bekam. Den Nachschuss setzte Rochelt über den Kasten (50.). Mit Woltemade als neuen, größeren Zielspieler im Zentrum setzte die SVE nun vermehrt auf hohe Bälle, was der SVM aber gut verteidigt bekam. In der 56. Minute hätte es dann mächtig kurios werden können: Unter Druck gesetzt spielte Menke einen katastrophalen Rückpass, der über Keeper Kristof hinweg Richtung eigenen Kasten flog, diesen aber knapp verfehlte (57.). Die SVE übernahm zwar die Ballkontrolle, brachte sich somit aber selbst auch beinahe in Rückstand.

SVM-Trainer Krämer reagierte und brachte Faßbender für Piossek in die Partie (59.). Doch auch die nächste Chance sollte den Gästen gehören. So zog Rochelt mit viel Tempo in den Meppener Strafraum und schloss aus spitzem Winkel ab, von wo aus er jedoch lediglich das Außennetz traf (61.). Knapper wurde es wenig später in der 62. Spielminute, als Joker Woltemade nach einer Kopfball-Ablage plötzlich zentral blank vor dem Kasten zu einem Volley-Abschluss kam, den Kersken erneut stark parierte. SVE-Coach Steffen tauschte in der Offensive und schickte Dacaj für Rochelt aufs Feld (63.). Die nächste Chance in der Folge sollte dann aber wieder den Hausherren gehören. So sicherte Marvin Pourié eine halbhohe Hereingabe sehenswert und schloss artistisch ab, doch flog sein Versuch am langen Pfosten vorbei (66.). Es entwickelte sich nun ein wildes Hin und Her, bei dem der SVM viel Glück haben sollte. Nach einer Ablage von Schnellbacher tauchte Feil aus spitzem Winkel vor dem Kaste auf und zog auf den kurzen Winkel ab, wo Kersken das Leder gerade noch so an den Innenpfosten lenkte, von wo aus die Kugel raussprang. Auch den Nachschuss konnte der SVM-Keeper abwehren (69.).

Die Schlussphase sollte dann hitzig werden. Erst sahen Abifade und Pinckert für eine kleine Auseinandersetzung beide Gelb (71.), ehe Woltemade erfolglos einen Elfmeter forderte (73.). All das wäre kurz darauf beinahe vergessen gewesen, als eine Hereingabe von rechts bei Neubauer landete, der mit seinem Schuss aber lediglich die Latte traf (76.). Aus dem Nichts tauchte dann Meppens Faßbender in der 80. Minute vor dem SVE-Kasten auf, schoss aus der Drehung aber knapp am langen Pfosten vorbei. Auch eine Minute später wurde der Meppener Flügelstürmer mit einer Hereingabe am ersten Pfosten gefunden, konnte aber geblockt werden. Neben den offensiven Nadelstichen verteidigten die Emsländer aufopferungsvoll und ließen nicht mehr viel zu. Entsprechend sollte auch nach 90 Minuten kein Treffer auf der Anzeigetafel stehen. Damit riss die vier Spiele andauernde Siegesserie der SV Elversberg gegen Meppen, die das zweite Remis in Folge einfuhren. Dennoch sicherte sich die SVE den 2. Rang, während die Emsländer auf Platz 11 verbleiben. Für Elversberg geht es in der kommenden Woche im Topspiel gegen Ligaprimus 1860 München weiter. Meppen trifft auf Verl.

 
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