Siebter Sieg in Folge! Paderborner Rekordjagd geht weiter

Es ist längst unheimlich geworden: Beim 2:1 gegen Preußen Münster feierte der SC Paderborn am Samstag den siebten (!) Sieg in Folge und hat sich an der Tabellenspitze mittlerweile deutlich von der Konkurrenz abgesetzt. Die Rekordjagd geht weiter.

Immer neue Superlative

Noch nie zuvor in der Geschichte der 3. Liga hatte ein Team nach acht Spielen bereits 22 Punkte auf dem Konto – gleiches gilt für die Anzahl der erzielten Tore (21). Auch der Vorsprung von acht Zählern vor Rang vier ist zu diesem Zeitpunkt der Saison noch nie dagewesen in der Historie. In der Liga-Geschichte kann da nur Dynamo Dresden geraden noch mithalten: Die Sachsen hatten in der Saison 2015/16 nach acht Spielen immerhin 20 Punkte und lagen fünf Vorsprung vor Rang vier.

Doch trotz der immer neuen Superlative weiß man in Paderborn die aktuelle Serie richtig einzuordnen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil der Sieg gegen Preußen Münster keinesfalls überzeugend war und letztlich sogar etwas glücklich zustande kam. Vor allem in der ersten Halbzeit boten die Ostwestfalen eine – im Vergleich zu den bisherigen Auftritten dieser Saison – schwächere Leistung und gingen erstmals in dieser Serie mit einem Rückstand in die Pause. "Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorgestellt haben", fasste Trainer Steffen Baumgart auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zusammen. Im zweiten Durchgang steigerte sich der SCP und kam nach 67 Minuten zum Ausgleich.

Umstrittene Elfmeter-Entscheidung

Glück hatte der Tabellenführer dann neun Zeigerumdrehungen vor dem Ende: Nach einer Flanke von Marlon Ritter berührte Lion Schweers den Ball mit dem Unterarm und blockte das Spielgerät damit ab. Schiedsrichter Benjamin Cortus ließ die Partie zunächst weiterlaufen, wurde dann aber von seinem Assistenten überstimmt und gab Elfmeter – eine umstrittene Entscheidung. "Ob man das pfeifen muss, weiß ich nicht", so Baumgart. "Wenn der Elfmeter auf der anderen Seite gegeben wird, hätten wir uns auch geärgert." Dennoch sei die Freude über den Sieg natürlich groß, wir wissen aber auch, dass der Verlauf am Ende sehr glücklich war", gab Baumgart offen und ehrlich zu. Man habe, so der immer noch ungeschlagene SCP-Trainer, gemerkt, dass es schwer werde, wenn man nur einen Schritt weniger mache. Vor allem in den ersten 45 Minuten leistete sich Paderborn ungewohnt viele Fehlpässe, zudem stimmte die Zuordnung in der Hintermannschaft oftmals (unter anderem beim Gegentor) nicht.

Keine Frage: Der SCP hat einen wahrlich beeindruckenden Lauf, ist aber keineswegs unverwundbar – das hat das Spiel gegen Münster klar gezeigt. Und auch wenn die Blau-Schwarzen mit großem Vorsprung an der Tabellenspitze stehen, hebt niemand im näheren Umfeld ab und spricht bereits jetzt vom Aufstieg. Man hat in Paderborn aus der Vergangenheit gelernt.

   
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