SG Sonnenhof Großaspach: Alles ist möglich

Im zweiten Drittliga-Jahr scheint die SG Sonnenhof Großaspach so richtig angekommen zu sein: Stand in der vergangenen Saison nach Problemen in der Hinserie am Ende der souveräne Klassenerhalt, hat sich der Klub aus Württemberg jetzt sogar bis in die Spitzengruppe vorgekämpft. Dritter ist die Rehm-Elf nach zwölf Spieltagen, zuletzt beeindruckte die SG mit einem beeindruckenden 4:0 bei den ambitionierten Stuttgarter Kickers.

SG besteht auch gegen die „Großen“

Richtig gut kamen die Großaspacher in diesem Jahr aus den Startlöchern. Die Aufsteiger aus Würzburg und Bremen wurden geschlagen, die Defensive präsentierte sich stabil – die Grundlagen für den Klassenerhalt schienen geschaffen. An höhere Ziele hat niemand bei der SG gedacht, zu wenig aussagekräftig waren die Partien gegen die vermeintlich „Kleinen“. Anfang Oktober sieht das schon anders aus. Ein 4:2 gegen Chemnitz vor zweieinhalb Wochen und auch das imposante 4:0 vom Wochenende bei den Stuttgarter Kickers zeigen: Rang drei und damit die Relegation am Saisonende sind vielleicht doch keine Utopie.

Dittgen stark – Röttger verletzt

Vor allem zwei Spieler zeichnen sich für den Lauf der Sportgemeinschaft verantwortlich: Maximilian Dittgen und Timo Röttger. Besonders Dittgen präsentierte sich in den vergangenen Wochen bärenstark. Beim 3:3 gegen Osnabrück gelang ihm ein Treffer, in Stuttgart erzielte er die wichtige 1:0-Führung. „Er ist sensationell drauf", freut sich Rüdiger Rehm im "Kicker" über die Leistungen des Außenbahnspielers. Auch Röttger überzeugte bislang. Seine Unterarmverletung aus dem Kickers-Spiel könnte die SG daher besonders schmerzen. In allen zwölf Ligaspielen (sechsmal über 90 Minuten) stand der 30-Jährige Routinier auf dem Platz und hat wie Dittgen vier Saisontore auf dem Konto. Bei seinem Treffer zum 2:0 in Stuttgart (56.) fiel der Mittelfeldspieler unglücklich auf den Arm. Die Diagnose im Krankenhaus: Unterarmbruch. Nach der bereits erfolgten OP drohen bis zu zwei Monate Pause.

Alles ist möglich

Doch derzeit scheint es so, als ließe sich die SG auch durch kleine Rückschläge nicht aufhalten. Nach der personellen Schwächung drehte Großaspach in Stuttgart noch einmal richtig auf und schraubte das Ergebnis auf 4:0 durch Rizzi und Schiek in der letzten halben Stunde nach oben. Weiter geht es für das Überraschungsteam am 17. Oktober im baden-württembergischen Duell gegen Zweitliga-Absteiger VfR Aalen. Dort kann sich die Rehm-Elf mit einem Sieg endgültig oben festsetzen. Ein Blick auf die Tabelle, wo einzig Dynamo Dresden (32) an der Spitze einsam seine Kreise dreht, zeigt: außer Platz eins ist für jeden Klub wohl alles möglich. Warum also nicht auch für Großaspach?

 

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