Setzt der Chemnitzer FC seinen Lauf in Darmstadt fort?

Mit dem SV Darmstadt 98 und dem Chemnitzer FC treffen heute Abend ab 19 Uhr zwei Vereine aufeinander, die beide 2011 in die 3. Liga aufgestiegen sind, seitdem aber unterschiedliche Entwicklungen genommen haben: In der Premierensaison 11/12 belegte Chemnitz den 9. Platz, Darmstadt wurde Vierzehnter. Vergangene Spielzeit ging es für Chemnitz weiter nach oben, der CFC schloss auf dem sechsten Platz ab. Für Darmstadt 98 ging es in die andere Richtung: Die „Lilien“ sind sportlich abgestiegen, konnten sich aber durch die Zwangsversetzung von Kickers Offenbach in die Regionalliga retten. Für die aktuelle Saison haben sich beide Vereine naturgemäß verschiedene Ziele gesetzt: Chemnitz möchte aufsteigen und hat sich mit Rückkehrer Ronny Garbuschewski prominent verstärkt. Darmstadt will dagegen den Klassenerhalt so schnell wie möglich sichern.

 Chemnitz mit sieben Punkten aus drei Spielen

Derzeit begegnen sich die Kontrahenten aber auf Augenhöhe: Beide haben acht Punkte auf dem Konto und stehen im Mittelfeld der Tabelle (Platz zehn und zwölf). Chemnitz hat sich von seinem Fehlstart erholt, aus den letzten drei Spielen holten die Sachsen sieben Zähler. Darmstadt ließ am vorletzten Spieltag aufhorchen, als der damalige Tabellenführer Heidenheim mit 1:0 geschlagen wurde. Dafür verlor die Mannschaft von Dirk Schuster am Samstag 0:2 in Regensburg. „Wir haben Ball und Gegner kontrolliert, sind aber nach dem 0:1 aus dem Konzept geworfen worden. Regensburg war uns mit mehr Willensstärke und Kampfgeist einen Tick voraus“, wird Darmstadts Trainer auf „echo-online“ zitiert. Personell könnte sich deshalb etwas ändern in der Darmstädter Elf. Ob der neuverpflichtete Innenverteidiger Aaron Berzel (kommt vom SV Babelsberg) schon im Kader steht, bleibt abzuwarten. Nicht zur Verfügung stehen Trainer Schuster, übrigens gebürtiger Chemnitzer, Benjamin Baier (Reha), Julian Ratei (Syndesmoseband-Anriss) und Dennis Schmidt (Muskuläre Probleme).

Unterschiedliche Erinnerungen an Darmstadt 

Interessant ist, ob CFC-Trainer Gerd Schädlich wie im letzten Auswärtsspiel in Duisburg mit einem Stürmer (Fink) oder wie beim 2:0 Sieg gegen Dortmund II am vergangenen Spieltag mit zwei Angreifern spielen lässt (Fink, Förster). Diese beiden haben unterschiedliche Erinnerungen an das letzte Match zwischen Darmstadt und Chemnitz (1:1 im April). Benjamin Förster erzielte die 1:0-Führung, der damalige „Lilien“-Stürmer Freddy Borg wurde allerdings zuvor gefoult und blieb liegen, während die Chemnitzer ihren Konter ausspielten. Diese Szene war der Auslöser für ein in der Folge mehr als hitziges Match, mit einigen Revanchefouls. Eines davon beging Anton Fink, der dafür Mitte der zweiten Hälfte vom Platz gestellt wurde und auch sonst schwach spielte. Gute Argumente für einen Platz in der Chemnitzer Startelf hat Mittelfeldspieler Sascha Pfeffer, der nach seiner Einwechslung im Spiel gegen den BVB II die Führung erzielte und auch sonst eine starke Leistung bot. Außerdem steht Verteidiger Thomas Birk nach seiner Sperre wieder zur Verfügung. Trainer Schädlich stellt sich jedenfalls auf ein kampfbetontes Match am Böllenfalltor ein: „Die Darmstädter haben ihre Stärke vor heimischem Publikum bereits mehrfach unter Beweis gestellt, sodass wir uns auf ein umkämpftes Spiel einstellen“, so Schädlich auf der Internetseite des CFC.

 

Voraussichtliche Aufstellungen:

SV Darmstadt 98: Jan Zimmerman – Sandro Sirigu, Aytac Sulu, Benjamin Gorka, Michael Stegmayer – Milan Ivana (Uwe Hesse), Hanno Behrens (Julius Biada), Jérôme Gondorf (Elton da Costa), Marcel Heller – Dominik Stroh-Engel, Marco Sailer

Chemnitzer FC: Philipp Pentke – Fabian Stenzel, Josef Cinar, Silvio Bankert, Thomas Birk – Marc Hensel, Maik Kegel – Ronny Garbuschewski, Sascha Pfeffer – Anton Fink, Benjamin Förster (Anton Makarenko)

FOTO: Flohre Fotografie

   
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