Selimbegovic warnt: "Brauchen noch dringend viele Punkte"

Vorne wie hinten zeigt sich Alemannia Aachen in der Rückrunde bislang stabil. Ist der Abstiegskampf für die Mannschaft von Mersad Selimbegovic schon vorbei? Der Cheftrainer verneinte deutlich – besonders vor dem direkten Duell mit Erzgebirge Aue (Samstag, 14 Uhr). Weitere Punkte sollen und müssen her.

"Es wäre fatal"

Vier Siege und zwei Unentschieden fuhr Alemannia Aachen bislang in acht Partien der Rückrunde ein. Das bedeutete zuletzt, dass die Selimbegovic-Elf ihren Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz auf elf Punkte erhöhen konnte. Dort steht Erzgebirge Aue, das nun das direkte Duell mit den Aachenern sucht. Das Ding ist noch nicht durch, fand der Cheftrainer. "Ich glaube auch, dass man niemanden etwas erzählen muss. Die Jungs sind lange genug dabei, sie sind alt genug und sehen das auch so. Es gibt noch viele Punkte zu vergeben", so Selimbegovic bei der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag. "Es wäre fatal, wenn man jetzt denkt, dass schon irgendetwas erreicht ist."

Vom Klassenerhalt sei Aachen mit den 35 Punkten, die bei der Alemannia auf dem Konto stehen, noch "weit weg". Selimbegovic erlaubte daher keine Leichtfertigkeit: "Wir brauchen noch dringend viele Punkte." In Aue werden die Mannen vom Tivoli allerdings ohne Danilo Wiebe und Gideon Jung antreten, die nicht rechtzeitig für den Abstiegskracher fit werden. Drohen in der Englischen Woche weitere Ausfälle? "Bei mir hat sich keiner abgemeldet. Die Spieler hatten gestern ihre Chance und bis heute um 9 Uhr ihre Chance, aber alles ist gut", erklärte Selimbegovic mit einem Lächeln auf den Lippen.

"Wollen uns nicht auf die Mittellinie stellen"

Wie gut der Fitnesszustand der Alemannia sein wird, wird sich im Spiel zeigen. "Es ist normal, dass man jetzt nicht vor Kraft und Energie sprühen kann. Aber es ist auch nicht so, dass wir jemanden in den Bus tragen müssen", erklärte der Cheftrainer. Andere Mannschaften, so Selimbegovic, hätten die gleichen Voraussetzungen. "Wir haben leider noch die lange Fahrt vor uns, aber da gibt es nichts zu jammern", fand der 43-Jährige. Mit einem weiteren Erfolgserlebnis im Erzgebirge könne Aachen ohnehin neue Energie sammeln, dessen war er sich auch sicher.

Unterschätzen werde die Veilchen niemand. "Man muss dazu sagen, dass Aue in den letzten Wochen wirklich viel mehr Punkte verdient hätte, als sie geholt haben", verwies Selimbegovic auf die Stärken, die im Erzgebirge vorhanden sind. "Und es ist auch nicht so, dass die komplett abgeschlagen sind. Ich erwarte daher ein hitziges Spiel, vor allem in der Anfangsphase." Darauf werde sich die Alemannia vorbereiten, um gleichzeitig wieder mutiger nach vorne zu spielen. Denn Selimbegovics Vorstellung war klar: "Wir wollen uns nicht auf die Mittellinie stellen, außer, sie drängen uns hinten rein, was in dieser Liga auch immer möglich ist, aber das ist nicht unsere Art." Mit einem Sieg könnte Aachen den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf bis zu 14 Punkte erhöhen – was bei dann nur noch zehn Partien in großer Schritt Richtung Klassenerhalt wäre.

   

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