"Sehr, sehr schwach": Van Lent wird nach erneuter Pleite deutlich

Die Talfahrt der SpVgg Unterhaching nimmt immer größere Züge an: Beim 0:1 gegen Saarbrücken kassierten die Vorstädter am Sonntag bereits die fünfte Pleite in Folge, sind nun schon seit zehn Partien sieglos und in der Tabelle auf Rang 18 abgerutscht. Trainer Arie van Lent wurde nach dem Spiel deutlich.

"Sehr mutlos gespielt"

"Das war eine sehr, sehr schwache erste Halbzeit. Wir haben sehr mutlos gespielt und alles, was im Fußball wichtig ist, haben wir nicht abgerufen", äußerte sich der Niederländer am Mikrofon von "MagentaSport". Gegen Aufsteiger Saarbrücken verschliefen die Hachinger die erste Halbzeit und gingen mit einem 0:1 in die Kabine. "Wir waren die ersten 35 Minuten überhaupt nicht da. Wir waren mutlos und haben viele technische Fehler gemacht", bemängelte van Lent auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. Anders sah es im zweiten Durchgang aus. Da war Haching plötzlich überlegen und hätte mindestens den Ausgleich erzielen müssen. "Ich kann der Mannschaft da keinen Vorwurf machen, wir haben alles rausgehauen", erkannte der Niederländer die Leistungssteigerung an. Besonders die Einwechslung von Niclas Anspach erwies sich als guter Schachzug. Der 20-Jährige riss das Spiel an sich und kam zu guten Torchancen.

In der Schlussphase musste sich Saarbrücken bei seinem Torwart Daniel Batz bedanken, der mehrfach glänzend parierte. "Wir hätten heute sicherlich einen Punkt verdient gehabt", ärgerte sich van Lent. Er hoffe, dass "das Quäntchen Glück" in Zukunft auch mal auf Seiten von Unterhaching sei. Auch Gästetrainer Lukas Kwasniok bescheinigte den Vorstädtern eine gute Leistung: "Hut ab vor dem Mut der Hachinger, wie sie in dieser Situation Fußball spielen. Ich wünsche ihnen wirklich von Herzen, dass der Fleiß und der Aufwand belohnt wird." Er drücke "beide Daumen, dass sie in der Liga bleiben."

Van Lent erwartet Reaktion

Mittlerweile steht Unterhaching auf dem 18. Tabellenplatz und hat bei zwei Spielen mehr bereits drei Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Trotz der Horror-Bilanz der letzten Wochen scheint van Lent aber weiterhin fest im Sattel zu sitzen: "Der Präsident hat ganz klar gesagt, ich bleibe Trainer", erinnerte der Niederländer und betonte: "Ich übernehme die volle Verantwortung, das mache ich total gerne. Ich erwarte von meiner Mannschaft eine Reaktion auf diese Situation." Er glaube, seine Spieler "stehen voll hinter mir und wir ziehen das Ding durch. Wir sind noch nicht abgestiegen", so die Ansage des 50-Jährigen, der zugleich anmerkte: "Ein paar Punkte würden uns schon guttun."

Vor allem mit Blick auf das Kellerduell gegen den MSV Duisburg am kommenden Samstag. "Das ist fast wie ein Endspiel, wir brauchen jetzt jeden Punkt", sagte auch Dominik Stroh-Engel. Die Hoffnung, dass Unterhaching am Ende über dem Strich stehen wird, hat der Stürmer noch nicht aufgegeben: "Noch kämpfen alle füreinander, im Spiel und auch im Training. Und so lange das so ist, mache ich mir keine Sorgen."

   
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