"Sehr erleichtert": Arminia atmet nach Befreiungsschlag auf

Überaus souverän hat Arminia Bielefeld am späten Samstagnachmittag das Auswärtsspiel bei Schlusslicht Freiburg II mit 3:0 gewonnen und damit einen Befreiungsschlag nach zuvor fünf Niederlagen in Folge verbucht. Die Erleichterung war groß.

Trainerfrage erstmal vom Tisch

Er musste direkt nach Spielende erstmal kräftig durchatmen, Arminia-Coach Mitch Kniat. "Ich bin sehr erleichtert", sagte er im Interview mit "MagentaSport". Schließlich war der 38-Jährige aufgrund der ausbleibenden Ergebnisse in den vergangenen Wochen bei zahlreichen Fans in die Kritik geraten, die Partie in Freiburg galt als Endspiel – auch, wenn die Verantwortlichen davon im Vorfeld nicht gesprochen hatten. Nun ist das Thema nach dem ersten Sieg seit Mitte Dezember ohnehin erstmal vom Tisch, zumal der Erfolg in Freiburg überzeugend war.

"Man hat schon nach sieben Sekunden gesehen, dass wir den Sieg unbedingt wollten", spielte Kniat auf eine frühe Shipnoski-Chance an. Kapitän Fabian Klos war es nach 22 Minuten dann, der den Bann brach: "Er hat sich mit Schmerzen ins Spiel geschleppt, aber alle Bälle, die vor seinen Füßen landen, macht er rein. Deswegen haben wir ihn", sprach Kniat dem Angreifer ein Lob aus. Mit dem 2:0 durch Biankadi nach 60 Minuten fiel dann die Vorentscheidung, "komplett erleichtert" war Arminias Coach aber erst nach dem 3:0 durch Großer in Minute 76.

Großer mit Premierentreffer

Der 22-Jährige war der 15. Torschütze der Bielefelder in dieser Saison – kein Drittligist hat mehr. "Das zeichnet die Mannschaft aus", freute sich Kniat über die Flexibilität im Angriff. Besonders war der Treffer des Mittelfeldspielers auch deshalb, weil es sein erster im Profibereich war. "Ich stand richtig und Gott sei Dank ist er auch reingegangen", sagte er zu seinem Premierentor. "Wir haben wie immer alles reingehauen und haben uns die Tore erarbeitet." Trotz des großen Drucks sei die Mannschaft unter der Woche ruhig geblieben. "Wir haben uns gesagt, dass wir das schaffen werden."

Kniat hatte den Druck zuvor öffentlich auf sich genommen und der Mannschaft damit den Rücken freigehalten. Diese Vertrauen zahlten die Spieler mit drei Punkten zurück. "Die Mannschaft hat alles investiert", lobte der 38-Jährige. Durch den so wichtigen Sieg haben sich die Ostwestfalen nun auf vier Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt. Großer sprach von einem "kleinen Schritt" und betonte, dass es nächste Woche weitergehen soll. Dann empfängt Arminia vor heimischer Kulisse die SpVgg Unterhaching – und will den Auswärtssieg mit weiteren drei Punkten bestätigen.

 

   
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