Paderborn löst den Knoten – Erfurt und Aalen siegen spät

Spieltag2e

Fünf Partien standen am Samstag in der 3. Liga auf dem Programm. Während der SC Paderborn nach 30 Niederlagen aus den letzten 52 Spielen mal wieder einen Heimsieg feiern konnte und mit 3:1 gegen Mainz II gewann, trennten sich Halle und Chemnitz 1:1. Rot-Weiß Erfurt gewann durch einen späten Treffer von Kammlott mit 1:0 beim FSV Frankfurt, ebenso wie der VfR Aalen mit 1:0 gegen Holstein Kiel. Im Spiel zwischen Wiesbaden und Lotte fielen keine Tore.

Hallescher FC vs. Chemnitzer FC: Rassiges Derby endet Remis

Für den HFC stand nach dem gelungenen Einstandssieg über Rot-Weiß Erfurt gleich das nächste Derby gegen den Chemnitzer FC auf dem Programm. Gegen die Himmelblauen übernahmen die Gastgeber auch direkt die Initiative. Nach sieben Minuten verfehlte Pintol per Hacke nur knapp das Tor der Gäste, doch zwei Minuten später war der Stürmer dann erfolgreicher, als er nach einem Fehler von Bittroff zum 1:0 einschob. Die Gastgeber blieben in der Folge das bessere Team, während Chemnitz mit viel Härte einen Weg ins Spiel zu finden versuchte. Gleich zweimal verpassten die Spitzen des HFC eine Hereingabe von Röser nur haarscharf (23./26.). Aus dem Nichts dann beinahe der Ausgleich der Gäste, als Frahn aus 12 Metern abschloss und am starken Bredlow scheiterte (30.). Der CFC wurde in der Folge stärker und übernahm das Heft des Handelns, ohne aber wirklich Chancen zu kreieren. Die größte Chance vor dem Wechsel hatte Ajani für den HFC, der an Kunz scheiterte. Daher ging es mit einem 1:0 in die Kabine.

Nach der Pause beinahe der Schock für die Gäste. Ajani lief frei auf Kunz zu und übersah in der Mitte den mitgelaufenen Pintol, sodass Kunz stark parieren konnte (49.). Nur eine Minute später verzog Jopek auf Seiten der Gäste nur knapp. Weiterhin blieben die Gastgeber das aktivere Team, doch Ajani wurde in der 56. Minuten noch geblockt. Zwei Minuten später dann der Ausgleich durch Fink. Der Stürmer nahm aus 22 Metern Maß und schoss den Ball in den rechten Winkel zum überraschenden Ausgleich des CFC. Der HFC schüttelte sich kurz und war in der 62. Minute wieder gefährlich. Erst prüfte Müller aus 20 Metern Kunz und den Nachschuss vergab Ajani. Das Spiel blieb auf einem guten Niveau, doch die nächste Chance gab es erst nach 77 Minuten durch einen Flachschuss von Röser, der knapp am Tor vorbei flog. Fünf Minuten vor Schluss dann Chaos im Strafraum der Gäste. Sliskovic wurde geblockt, im Anschluss setzte Wallenborn einen Schuss nur gegen einen Abwehrmann und bei einem vermeintlichen Foul von Bittroff an Sliskovic gab es keinen Elfmeter. In der 89. Minute dann die Riesenchance für die Gäste. Einen Freistoß von Anton Fink lenkte Bredlow mit einer Faust an die Latte, sodass die Gäste nicht in Führung gehen konten. Der Treffer hätte das Spiel wohl auf den Kopf gestellt, sodass das 1:1 am Ende doch in Ordnung ging.

FSV Frankfurt vs. Rot-Weiß Erfurt: Später Sieg für RWE

Während der FSV zum Auftakt einen Punkt holen konnte, stand RWE nach dem 0:3 gegen den HFC gleich mächtig unter Druck. Den merkten man den Thüringern zu Beginn auch an. Gegen einen passiven FSV trauten sich die Gäste nicht das Spiel zu gestalten, sodass lange Zeit überhaupt nichts auf dem Rasen passierte. Erst nach 19 Minuten hatte Nikolaou die erste Chance für RWE, scheiterte aber an Pirson. Nach einer halben Stunde und im Anschluss an eine Ecke verzog Vocaj dann deutlich über das Tor. Die Gastgeber tauchten vor der Pause nur zweimal gefährlich vor dem Tor auf, in Person von Sebastian Schachten (32.) und Christopher Schorch (45.), die aber beide keinen Treffer erzielen konnten. Insbesondere Schorch verpasste das Tor der Gäste per Kopf nur knapp.

Nach dem Wechsel gehörte die erste Chance den Hessen über Fabian Schleusener, der in eine Hereingabe von Jovanovic hereinrutschte und das Tor nur knapp verfehlte (55.). Fünf Minuten später war es dann Jovanovic, der eine Hereingabe aus kurzer Distanz nicht ins Tor brachte. Das Spiel wollte aber weiter nicht wirklich hochklassig werden, doch eine Viertelstunde vor Schluss hätte es dann fallen müssen, das Führungstor. Gleich dreimal retten FSV-Keeper Pirson: Erst gegen Kammlott dann gegen Tyrala und schließlich gegen Vocaj. Als schon alles auf ein torloses Remis hindeutete, verwertete Kammlott in der 85. Minute nach einer Ecke doch noch ein Chance für die Gäste zur 1:0-Führung. Diese brachten die Gäste dann auch über die Zeit und sicherten sich die ersten drei Punkte der Saison.

SC Paderborn vs. FSV Mainz 05 II: Paderborn löst den Knoten

Die Angst vor dem nächsten Fehlstart in Paderborn war vor dem Spiel deutlich spürbar. Dennoch ging das Team von René Müller aktiv in die Partie. Schon nach sieben Minuten wurden die Ostwestfalen belohnt, als van der Biezen einen Abstauber zum 1:0 verwerten konnte. Auch in der Folge blieben die Gastgeber das bessere Team, erhielten aber die ganz kalte Dusche nach 15 Minuten. Lohkemper drosch einen Ball aus knapp zehn Metern zum 1:1 unter die Latte. In der Folge waren die Gastgeber zwar weiter bemüht, scheiterten aber mehrfach am letzten Pass, sodass das Spiel in Richtung Pause plätscherte. Kurz vor derselbigen wurde das Stadion dann wieder geweckt, als Schonlau abzog und gerade noch zur Ecke geklärt wurde (42.). Nur eine Minute später war es wieder Schonlau, der einen Abpraller aus kurzer Distanz zur 2:1 Pausenführung einnetzen konnte.

Nach der Pause war das Spiel dann schnell entschieden. Erst zog Rossmann als letzter Mann am Trikot von Michel, sodass er des Feldes verwiesen wurde (51.). Den Freistoß setzte Bickel dann mit Gewalt an die Latte. Der SCP zog nun ein echtes Power-Play auf und wurde auch belohnt. Van der Biezen bediente eben jenen Bickel, der Marco Aulbach keine Chance ließ und aus zehn Metern vollendete (58.). Der Knoten war nun geplatzt, sodass die Paderborner munter und teils sehr ansehnlich in den Strafraum der Gäste kombinierten, die nur noch auf Ergebnissicherung aus schienen. Der SCP tat den Gästen den gefallen und spielte die 3:1-Führung locker und verdient über die Zeit.

VfR Aalen vs. Holstein Kiel: Lucky Punsh des VfR

Die Kieler starteten in die Partie noch mit dem Frust von dem unnötigen Remis gegen den FSV Frankfurt. Die KSV begann dementsprechend überlegen, leistete sich aber teils schwere Fehler in der Defensive. Einen Ausflug von Kronholm versuchte Wegkamp aus 40 Metern zu bestrafen, traf aber nur den Außenpfosten (11.). Über Janzer und Lewerenz versuchten die Kieler ihrerseits Druck aufzubauen, doch die nächste große Chance erhielt wieder der VfR über Wegkamp, der im 1 gegen 1 vor Kronholm verzog. Während Kiel nun immer spielbestimmender wurde, hitzte sich die Stimmung im Stadion immer weiter auf, sodass nickelige Fouls ins Spielgeschehen einkehrten. Dies mündete in der 41. Minuten in einer Notbremse von Czichos gegen Wegkamp, der frei durchgewesen wurde. Folgerichtig wurde der Kieler mit glatt rot vom Feld geschickt. Vor der Pause geschah aber in der Folge nichts mehr.

Nach der Pause drehte sich das Spiel. Während Kiel defensiv sicher stand und den VfR zur Verzweiflung brachte, waren es schnelle Konter der Störche die immer wieder für Gefahr sorgten. Torchancen konnte der VfR allerdings beinahe keine kreieren. Doch die große Chance zum Sieg sollte sich in der 74. Minute doch noch ergeben. Erst scheiterten Kartalis und Ojala an Kronholm und im Anschluss wiederum Ojala und Wegkamp am Keeper der Gäste. In der 88. Minute wurden die Aalener dann doch nochmal belohnt. Maximilian Welzmüller nutzt eine der wenigen Chancen zum 1:0-Heimsieg des VfR. Die Kieler verloren damit unglücklich mit 0:1, hätten aber einen Punkt verdient gehabt.

Sportfreunde Lotte vs. SV Wehen Wiesbaden: Lottes Druck wird nicht belohnt

Die Sportfreunde Lotte konnten nach dem 3:0-Auftaktsieg über Bremen II entspannt in die Partie gehen, ganz im Gegensatz zu den Gästen aus Wiesbaden. Bereits nach zwei Minuten wären die Westfalen auch beinahe gleich wieder in Führung gegangen, doch Rosinger scheiterte erst an Kolke und dann am Pfosten. Lotte blieb auch das bessere Team, bis nach 12 Minuten Schindler alleine vor Fernandes auftauchte. Der Offensivmann vergab die Chance aber relativ kläglich. Doch die Spielgestaltung blieb beim Aufsteiger, der sich immer wieder kleine Chance erarbeiten konnte. Kurz vor der Pause war es dann aber Marc Lorenz, der nur knapp an Fernandes im Tor der Gastgeber scheiterte. So blieb es beim 0:0 zur Pause.

Die Schlinge um den Hals der Gäste zog sich in der 2. Hälfte immer weiter zu. Nach 57. Minuten scheiterte Dej gleich zweimal an Kolke und verpasste das verdiente 1:0. Eine Minute später konnte Pezzoni mit Mühe einen Schuss von Freiberger blocken. Die Gäste verteidigten mit Mann und Maus das Remis und brachten es am Ende sehr glücklich über die Zeit, während die Lotter ihre vielen Chancen nicht mehr in Tore ummüntzen konnten.

   
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