Tobias Schwede im Interview: "Lieber kurzfristige Ziele setzen"

Im Interview mit liga3-online.de spricht Rostocks Neuzugang Tobias Schwede über seinen Last-Minute-Wechsel von Wiesbaden an die Ostsee, sein Debüt beim 3:2-Erfolg gegen den SC Verl und viele alte Bekannte, auf die er im Team des F.C. Hansa trifft.

"Unser Team hat großes Potenzial"

liga3-online.de: Am vorletzten Tag der Transferfrist ging es für Sie innerhalb der 3. Liga vom SV Wehen Wiesbaden zum F.C. Hansa Rostock. Was war der Grund für den Last-Minute-Wechsel, Herr Schwede?

Tobias Schwede: Ich bin in Wiesbaden nicht mehr so zum Zug gekommen, wie ich mir das gewünscht hätte. Deshalb war ich schnellstmöglich auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Ich bin glücklich, dass der Wechsel nach Rostock noch geklappt hat.

Ihr Debüteinsatz hatte es in sich: Nach 0:2-Halbzeitrückstand gewann Rostock noch 3:2. Sie kamen in der 46. Minute ins Spiel. Ihr Fazit zur Partie?

Es war eines solcher Spiele, die man nicht so schnell vergisst. Nach einem Zwei-Tore-Rückstand zur Halbzeit noch zu gewinnen, gibt unserem kompletten Team Kraft und weiteres Selbstvertrauen für die kommenden Aufgaben.

Durch den Sieg rangiert der F.C. Hansa auf Relegationsplatz drei. Mit Ihren beiden vorherigen Klubs SC Paderborn 07 und Wehen Wiesbaden waren Sie bereits in der 2. Bundesliga am Ball. Dorthin wollen Sie wieder zurück, oder?

Absolut. Ich möchte natürlich immer so hoch wie möglich spielen.

Wie stehen die Aufstiegschancen in der traditionell engen 3. Liga?

Unser Team hat großes Potenzial, das weiß ich bereits nach nur einer Woche in Rostock. Wir haben gute Voraussetzungen, um im Aufstiegsrennen ein Wörtchen mitzureden. Aber wie Sie schon sagen: Es geht sehr eng zu und wir sollten uns lieber kurzfristige Ziele setzen.

 

"Härtel hat auch eine Rolle gespielt"

Der Wechsel nach Rostock ist für Sie auch die Rückkehr zu Jens Härtel, der bereits beim 1. FC Magdeburg Ihr Trainer war. War das ein Mitgrund für den Schritt zum F.C. Hansa?

Es erleichtert auf jeden Fall den Einstieg bei einem neuen Verein, wenn man die Spielphilosophie des Trainers bereits kennt. Also ja: Dass Jens Härtel Trainer ist, hat auch eine Rolle gespielt. Aber vor allem hat mich die sportliche Perspektive bei einem so großen Traditionsverein überzeugt.

Was schätzen Sie besonders an Jens Härtel?

Er ist ein Trainer, der sehr aufs Detail achtet. So schafft er es, jeden Spieler immer noch ein bisschen besser zu machen und damit das gesamte Team voran zu bringen.

Mit Nils Butzen, Philip Türpitz, Manuel Farrona Pulido und Jan Löhmannsröben sind außerdem gleich vier Spieler im Rostock-Kader, mit denen Sie bereits in Magdeburg zusammenkickten. Eine lange Eingewöhnungszeit werden Sie sicher nicht brauchen.

Das stimmt. Aber das liegt nicht bloß daran, dass ich den Trainer und einige Mitspieler schon aus Magdeburg kenne. Ich bin ein offener Typ, der als Neuankömmling gerne auf jeden zugeht. Ich hatte deshalb bisher nie Probleme, in einem neuen Team anzukommen.

Am Samstag geht es mit dem Spitzenspiel beim viertplatzierten TSV 1860 München weiter, der nur einen Punkt hinter Rostock rangiert. Was erwarten Sie dort für eine Partie?

Wie immer in der 3. Liga stellen wir uns auf eine hart umkämpfte Begegnung ein. Unser Ziel ist aber klar: Wir wollen den Schwung aus den zurückliegenden fünf Siegen mitnehmen und unsere Erfolgsserie fortsetzen – bestenfalls mit dem sechsten Dreier in Folge.

   
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