Schuldenerlass für den FC Hansa Rostock?

Nach einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs muss der Zweitligaaufsteiger Hansa Rostock rund 4,5 Millionen Euro Steuerschulden nachzahlen. Einem Bericht der "Bild"-Zeitung zufolge, wollen sowohl das Land Mecklenburg-Vorpommern, als auch die Stadt Rostock auf einen Teil der Steuerschulden verzichten. Der Erlass könne aber nur ein denkbarer Baustein sein, sagte Hofmann dem Radiosender "NDR 1". Der Vereinschef betonte, Hansa arbeite mit Hochdruck an einem ganzen Paket von Maßnahmen. Dazu gehört nach Angaben von Rostocks Oberbürgermeister Methling unter anderem die zeitweise Stundung von Steuerforderungen. Denkbar sei auch eine Bürgschaft von Stadt und Land für einen neuen Kredit.

 Lizenzentzug in der kommenden Saison ?

Nach Informationen von "NDR 1" stehen dem Land noch rund drei Millionen Euro Steuern zu, der Stadt etwa 800.000 Euro. Rechtlich können Hansa 40 Prozent der Steuern erlassen werden. Dazu müssten aber zahlreiche Gremien bis hinauf zum Bundesfinanzminister an der Entscheidung beteiligt werden. Das Land müsste auf einen Teil der Körperschaftssteuer verzichten, die Stadt auf Teile der Gewerbesteuer. Der Verein hat bereits vor einiger Zeit einen Antrag auf Steuererlass bei der Stadt gestellt. Hansa Rostock hat bis zum 18. Januar Zeit, um nachzuweisen, wie der Verein das Geld aufbringen will. Bis dahin darf der FC Hansa keine neuen Spieler verpflichten. Im schlimmsten Fall droht Hansa der Lizenzentzug für die kommende Saison.

   
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