Schlag auf den Fuß: Fortuna bangt vor Meppen um Slimani
Unter Flutlicht und gegen den SV Meppen wird Jens Langeneke am Freitagabend (19 Uhr) sein erstes Heimspiel als Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf erleben. Der 49-Jährige bestätigt im Vorfeld eine "große Vorfreude", warnt aber auch vor dem Gegner aus dem Emsland – und bangt um Anas Slimani.
"Sind Schritt für Schritt dabei unsere Ideen einzubringen"
Der Auftakt im Ostseestadion am vergangenen Samstag 1war noch ziemlich durchwachsen. Zwar holte Fortuna Düsseldorf beim F.C. Hansa Rostock durch ein 1:1 immerhin einen Punkt, die fortgeschrittenere Spielanlage und ein ordentliches Chancenplus verzeichneten aber die Hausherren. "Es ist immer noch ein Prozess, was aber völlig normal ist, wenn ein Trainerwechsel im Saisonverlauf passiert", ließ Düsseldorfs neuer Goach Jens Langeneke nun vor dem 12. Spieltag verlauten und drosselte so ein wenig die Erwartungshaltung. "Mein Ansatz ist, dass wir punktuell Dinge anpassen wollen. Wir sind Schritt für Schritt dabei unsere Ideen einzubringen."
Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich dem 49-Jährigen schon an diesem Freitagabend, der für Langeneke ein ganz besonderer werden dürfte. Schließlich wird der gebürtige Lippstädter, der bereits seit 2006 Teil der Fortuna ist (erst als Spieler, dann als Trainer), erstmals die Düsseldorfer Profis als Chefcoach bei einem Heimspiel betreuen. "Es kribbelt zu 100 Prozent. Ich glaube, dass es für mich in der Arena von der Emotionalität nochmal etwas anderes wird als in Rostock", so Langeneke. "Ich versuche, ruhig und fokussiert zu bleiben, aber ich habe große Vorfreude auf das Spiel."
Slimani noch fraglich
Der Gegner aus Meppen kommt dabei als punktgleicher Tabellennachbar daher, ließ zuletzt aber erkennen, dass man als Aufsteiger nicht automatisch Kanonenfutter in der 3. Liga ist. "Meppen ist ein sehr formstarkes Team und hat in den letzten vier Partien acht Punkte geholt. Da müssen wir auf der Hut sein", warnt Langeneke daher und verweist darauf, dass der Gegner "schnell in die Tiefe" spiele, weswegen es wichtig sei, "dass wir die Tiefe gut sichern und defensiv Anschluss an die letzte Kette bekommen." Auf der anderen Seite habe er aber auch Schwächen, zum Beispiel nach ruhenden Bällen, bei den Emsländern ausgemacht.
Nach einer kleinen Krankheitswelle hat Langeneke wieder ein wenig mehr Personal zur Vefügung, wird aber wohl auf Steven van der Sloot verzichten müssen, der in Rostock einen Cut davongetragen hatte. Zudem ist Anas Slimani nach einem Schlag auf den Fuß noch fraglich, während die bereits seit Längerem verletzten Felix Meiser, Lukas Eixler, Jordi Paulina und auch Dominique Heintz (noch mit Trainingsrückstand) definitiv passen müssen. Dennoch ist das Ziel für Langenekes erstes Heimspiel von ihm sellbst klar formuliert: "Mein Fokus liegt darauf, dass wir eine gute Leistung abrufen, gewinnen und die Fans zufrieden nach Hause gehen."