Hansa Rostock legt Einspruch gegen Dirkner-Sperre ein
Für zwei Spiele war Rostocks Jonas Dirkner nach seiner roten Karte in der Partie bei Alemannia Aachen gesperrt worden. Das will die Kogge aber nicht hinnehmen und hat daher Einspruch eingelegt.
Hansa hofft auf Reduzierung der Sperre
Schon am heutigen Mittwoch wird es ab 14 Uhr zu einer mündlichen Verhandlung am DFB-Campus in Frankfurt kommen. Geleitet wird die Verhandlung von Torsten Becker, dem stellvertretenden Vorsitzenden des DFB-Sportgerichts. Ziel der Kogge ist es, eine Reduzierung der Sperre auf ein Spiel zu erwirken. Dann wäre der Mittelfeldspieler beim Auswärtsspiel in Regensburg am Samstag wieder dabei und hätte die Sperre bereits im Duell mit Fortuna Düsseldorf abgesessen.
Gesehen hatte Dirkner die rote Karte bei der Partie in Aachen in der fünften Minute der Nachspielzeit im Anschluss an einen Ellenbogeneinsatz gegen Kacper Koscierski. Schiedsrichter Eric Weisbach wertete die Szene als Tätlichkeit, was aus Sicht von liga3-online.de-Experte Babak Rafati jedoch eine Fehlentscheidung war.
Rafati stufte Platzverweis als Fehlentscheidung ein
"Dass ein Foulspiel vorliegt, ist unstrittig. Dirkner lässt seinen Gegenspieler Koscierski in den Rücken auflaufen, sodass es sich um ein rücksichtsloses Foulspiel, nicht aber um einen rüden Einsatz oder eine Tätlichkeit handelt. Auch wenn der Ellenbogen im Einsatz ist, wird dieser nicht zum Schlag eingesetzt. Außerdem ist die Intensität des Ellenbogens nicht hoch und er landet am Ende auch nicht im Gesicht des Aacheners. Ein entsprechendes Trefferbild für eine rote Karte ist ebenfalls nicht vorhanden, sodass es in dieser Szene die gelbe, anstatt einer roten Karte hätte geben müssen", so Rafati.
Auf eine ähnliche Argumentation dürfte nun auch die Kogge setzen. Ob der Einspruch erfolgreich sein wird, zeigt sich dann im Laufe des Nachmittags. Sollte es bei der Sperre bleiben, wäre Dirkner erst gegen Großaspach wieder dabei.