Schiedsrichter antisemitisch beleidigt: Geldstrafe für den HFC

Der Hallesche FC ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes mit einer Geldstrafe in Höhe von 4.000 Euro verurteilt worden. Hintergrund ist eine antisemitische Äußerung.

Vorfall beim Spiel gegen Zwickau

Nach Angaben des DFB habe ein Zuschauer beim Spiel gegen den FSV Zwickau am 12. Oktober 2020 (0:2) eine antisemitische Äußerung in Richtung des Schiedsrichters Franz Bokop gerufen. Der 31-Jährige wohnt im niedersächsischen Vechta und zeigte beim Spiel zwischen den beiden Ostklubs insgesamt sieben gelbe Karten und eine gelb-rote Karte – letztere sah Halles Selim Gündüz in der Nachspielzeit. Was genau gerufen wurde, ist nicht bekannt. Der DFB betont aber: "Beleidigungen dieser Art sind rassistisch und menschenverachtend und werden vom DFB in keiner Weise geduldet."

Strafmildernde Umstände

Strafmildernd habe sich nach Verbandsangaben ausgewirkt, dass es sich um einen "nur schwer zu verhindernden Ruf einer Einzelperson" gehandelt habe, weitere Äußerungen durch das Einschreiten anderer Zuschauer verhindert worden seien und sich der Verein "deutlich von entsprechenden Verhaltensweisen distanziert" habe. Rechtskräftig ist das Urteil noch nicht, der HFC kann noch Einspruch einlegen.

   
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