"Scheißergebnis zur Halbzeit": BFC-Aufstieg rückt in weite Ferne

Jetzt wird der Weg für den BFC Dynamo in die 3. Liga ganz weit: Nach der 0:2-Niederlage im Hinspiel der Aufstiegsrelegation gegen den VfB Oldenburg benötigen die Berliner beim Rückspiel in einer Woche einen Sieg mit mindestens drei Toren Differenz oder das Elfmeterschießen, um aufzusteigen. Doch aufgeben ist für den Rekordmeister der DDR keine Option.

In Halbzeit eins hat "gar nichts geklappt"

In der 68. Minute war sie da, die Riesenchance auf den Ausgleich: Aus kurzer Distanz hätte Christian Beck per Kopf für das 1:1 sorgen können, doch der frühere Drittliga-Stürmer verfehlte das Gehäuse denkbar knapp. "Den muss ich natürlich reinmachen", gab sich der Angreifer gegenüber "MagentaSport" selbstkritisch. "Natürlich war auch ein bisschen Wind im Spiel, aber das soll keine Ausrede sein." Statt das 1:1 zu erzielen und die Partie damit wieder offen zu gestalten, setzte es nur zehn Zeigerumdrehungen später das entscheidende 0:2. "Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich. Jetzt hat uns jeder abgeschrieben", meinte Beck.

Schon die Anfangsphase hatte nicht gut begonnen, bereits nach 27 Minuten stand es 0:1. "Ich fand uns viel zu verhalten am Anfang", übte Trainer Christian Benbennek Kritik am enttäuschenden Auftritt seiner Mannschaft im ersten Durchgang. "Man hatte das Gefühl, jeder ist mit sich beschäftigt. Wir waren ein bisschen zu verkrampft, obwohl wir mutig sein und draufgehen wollten – das ist uns nicht gelungen." Es habe "gar nichts geklappt", musste der 49-Jährige zugeben. "Uns hat der unbedingte Wille gefehlt." Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren zwar aktiver, doch viel mehr als die erwähnte Großchance durch Beck sprang nicht heraus.

"Das Unmögliche möglich machen"

Die 0:2-Niederlage nach zwei Standardgegentoren sorgt nun dafür, dass die Berliner beim Rückspiel am nächsten Samstag zwei Tore mehr schießen müssen als Oldenburg, um wenigstens die Verlängerung zu erreichen. Wahrlich keine gute Ausgangslage, doch aufgeben ist für Benbennek selbstredend keine Option. Zwar sprach er von einem "Scheißergebnis" zur Halbzeit der beiden Aufstiegsspiele, betonte aber: "Wir sind nicht so weit gekommen, dass wir nach einem Spiel jetzt sagen: 'Ok, das war’s'. Das machen wir auf gar keinen Fall. Oldenburg hat jetzt richtig gute Karten, aber wir werden nach Oldenburg fahren, um es trotzdem noch zu schaffen, das ist sicher."

Kämpferisch zeigte sich auch Beck, der daran glaubt, dass seine Mannschaft den Zwei-Tore-Rückstand noch drehen kann: "Man hat schon in vielen Spielen gesehen, dass es funktioniert, und warum soll es uns nicht gelingen?" Es gelte nun, sich in der Woche zu fokussieren, nochmal hart zu trainieren, um dann "das Unmögliche möglich zu machen. Noch ist nichts verloren".

   
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