SC Verl hofft auf Rückkehr in die Sportclub-Arena im Februar

Auch in der kommenden Saison muss der SC Verl seine Heimspiele vorerst weiterhin in Paderborn austragen. Die Ostwestfalen hoffen aber, im Februar 2023 ins heimische Wohnzimmer zurückkehren zu können.

Helleres Flutlicht und Rasenheizung nötig

Auch wenn die Mindestkapazität für Stadien mit Beginn der neuen Saison von 10.000 auf 5.000 Plätze reduziert wird, ist die Sportclub-Arena des SC Verl mit ihren 5.153 Plätzen immer noch nicht drittligatauglich. Unter anderem hakt es noch am Flutlicht. Der DFB fordert eine Anlage mit mindestens 1.000 Lux, derzeit weist das Flutlicht nur 450 Lux auf.

Auch eine Rasenheizung fehlt nach wie vor. Das ist zwar auch im Marschwegstadion des VfB Oldenburg der Fall, allerdings kann der Klub als Aufsteiger von einer Ausnahmeregelung Gebrauch machen. Für den SC Verl, der in seine dritte Saison in der 3. Liga geht, ist das nicht möglich. Mehr als 1,2 Millionen Euro wird der Einbau der Rasenheizung kosten, wie André Theilmeier, Verwaltungsrats des SC Verl, gegenüber der "Neuen Westfälischen" vorrechnet – zumal auch der Rasen ersetzt werden müsste. Der könne dann aber "mindestens 15 Jahre auf seinem Niveau gehalten werden".

Mehr Sitzplätze

Darüber hinaus muss die Anzahl der Sitzplätze erhöht werden. Momentan weist die Sportclub-Arena nur 1.434 Sitzplätze auf, mindestens 2.000 müssen es aber sein. Um die Zahl zu erreichen, soll die Osttribüne unterhalb des VIP-Bereichs in eine reine Sitzplatz-Tribüne umgewandelt werden. Weil sich aber zeitgleich die Gesamtkapazität nicht reduzieren darf, soll die Stehplatz-Kapazität auf der Nord- und Südtribüne verdoppelt werden.

Zeitgleich bedarf es einer Abtrennung des Gästebereichs vom restlichen Stadion. Das wiederum hat zur Folge, dass es künftig für jeden Tribünen-Block eigene Zugänge, eigene Sanitäranlagen und eigene Verpflegungsbereiche geben muss. Auch der Zugang der Mannschaften zum Spielfeld muss neu geregelt werden. Weitere Umbauarbeiten betreffen die Positionen der Fernsehkameras sowie die Pressetribüne.

Kostenpunkt: 8,1 Millionen Euro

Nach Fertigstellung werden 5.334 Zuschauer in der Sportclub-Arena Platz finden, darunter 1.600 Gästefans. Um den Umbau, der rund 8,1 Millionen Euro kosten wird, zu finanzieren, will die Stadt Verl zusammen mit dem Verein eine Stadiongesellschaft gründen und vier Millionen Euro als Kapitaleinlage bereitstellen. Die Entscheidung soll laut der "NW" in der Ratssitzung am 21. Juni fallen. "Das Stadion ist dann so modernisiert, dass es auch für die Regionalliga ein angemessenes Stadion ist. Wir bauen hier nichts Abgedrehtes hin", sagt Theilmeier und hofft, dass "ab Februar, spätestens März nächsten Jahres" die ersten Spiele wieder in Verl stattfinden können.

Bis es soweit ist, weicht der Sportclub ins 40 Kilometer entfernte Paderborn aus. "Für alle Fans und Partner ist diese Perspektive eine tolle Nachricht. In Paderborn finden wir erstklassige Gegebenheiten vor, und parallel arbeiten wir daran, schnellstmöglich wieder nach Verl zurückzukehren“, sagt Sportclub-Vorstand Mario Lüke. Allerdings ist der Umzug ziemlich teuer: "Jedes Spiel, das wir nicht in Verl spielen können, wird uns rund 30.000 Euro kosten", so Theilmeier.

   
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