SC Paderborn: Den Abgrund vor Augen

Beim 1:2 in Kiel verlor der SC Paderborn nicht nur das dritte Liga-Spiel in Folge, sondern stürzte auch auf den vorletzten Tabellenplatz ab. Zwar liegt das rettende Ufer nicht mal einen Zähler entfernt, doch bei den Fans wird die Angst vor dem dritten Abstieg in Folge immer größer. Der Frust ist enorm, nach der Niederlage in Kiel wendeten sich die mitgereisten Anhänger bereits von der Mannschaft ab.

Profifußball in Paderborn bald Geschichte?

Als sich die Spieler kurz nach Abpfiff bei den knapp 200 mitgereisten Fans für die Unterstützung bedanken wollte, war der Gästeblock bereits verweist. "Das ist schade, aber wir müssen es akzeptieren", hatte Trainer Stefan Emmerling nach Abpfiff zumindest teilweise Verständnis für die Reaktion der Anhänger. Der 51-Jährige weiß: Verübeln kann man es den Fans nicht – dafür ist in den letzten Monaten mit zwei Abstiegen in Folge zu viel passiert. Dass nun der direkte und in Deutschland noch nie dagewesene Durchmarsch von der Bundesliga in die Regionalliga droht, lässt den Unmut der Anhängerschaft erst recht hochkochen. Denn klar ist: Steigt der SCP tatsächlich in die Regionalliga ab, wäre der Profifußball in Paderborn vorerst Geschichte – und das nur drei Jahre nach dem sensationellen Aufstieg in die Bundesliga. Mit einem erneuten Abstieg würden die Ostwestfalen in der Bedeutungslosigkeit verschwinden und wohl Jahre brauchen, um die Rückkehr in die 3. Liga zu schaffen.

13 Spiele bleiben noch

Soweit muss es aber gar nicht erst kommen, denn noch stehen 13 Spielen an, um den absoluten Super-GAU zu verhindern. Schon am kommenden Samstag kommt es im Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt zu einem echten Abstiegskrimi. Ein Heimsieg ist Pflicht! So würde der SCP nicht nur an einem direkten Konkurrenten vorbeiziehen, sondern auch wertvolles Selbstvertrauen gewinnen. Denn zuletzt waren die Ostwestfalen mehrfach vom Pech verfolgt, scheiterten aber auch am eigenen Unvermögen. Neben der ohnehin schon ausbaufähigen Chancenverwertung vergab Paderborn gegen Bremen II und Kiel gleich zwei Elfmeter und ließ so extrem wertvolle Punkte liegen. Punkte, die am Saisonende den Klassenerhalt kosten könnten. Gleiches gilt für die Tordifferenz von minus 17. Doch trotz der düsteren Aussichten appelliert Emmerling an die Fans, "uns in diesem brutal schweren Abstiegskampf zu unterstützen". Klar ist: Es wird ein Überlebenskampf um Existenzen. Offen, ob ihn der SC Paderborn überlebt …

   
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